Cannabis und ADHS
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DonHibachi
- Beiträge: 79
- Registriert: Mi 24. Mai 2017, 00:26
Re: Cannabis bei ADHS
Leider funktioniert mein Körper nicht so gut auf solche Aufputschmittel kombos bzw. auf deren endlosen NW.
Nunja wem es hilft da bin ich voll dabei da sollte man evtl. drann bleiben um eine zufriedenstellende Lösung, mit geringster Dosis zu finden.
Das Piperidinderivat von Amphetamin, kurz MPH ist aufgrund seines NW-Spektrum ,leider in meinen Fall nicht in meinen Leben willkommen und liesse sich kaum mit C. "zusammenwerfen“.
Allein die Roboter- Arbeitstier Effekte sind mirs dennoch Wert darauf zu verzichten und auch mit meinem Fitnesssport wäre das aufgrund des ausbleibenden Hungergefühles nicht zu vereinbaren.
Und meinem Kind würde ich aus elementaren Grundprinzipien versuchen keine derartigen wesensverändernden Mittel der eigentlich 1. Wahl zu geben.
Ich selbst habe meine "lebhafte“ Jugend aus derartige Prinzipien auch ohne solche Hilfsmittel gemeistert.
Ich weiß noch garnicht solange her, da meinte man in krieseligen Situationen die Menschen halt haben [emoji4]
„Ohne Ritalin schaffen Sie das nicht , ist unsere Einschätzung...“ von der Seite - man muss selber an sich glauben viel mehr nicht. Und ich war kein "einfacher Fall“ in der Statistik.
Gibt auch Dokus über Merhylphenidat und Lektüren und Beipackzettel. Das nimmt glaube ich jeder anders auf, je nachdem wie seine Erfahrungen waren.
Greetz
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Nunja wem es hilft da bin ich voll dabei da sollte man evtl. drann bleiben um eine zufriedenstellende Lösung, mit geringster Dosis zu finden.
Das Piperidinderivat von Amphetamin, kurz MPH ist aufgrund seines NW-Spektrum ,leider in meinen Fall nicht in meinen Leben willkommen und liesse sich kaum mit C. "zusammenwerfen“.
Allein die Roboter- Arbeitstier Effekte sind mirs dennoch Wert darauf zu verzichten und auch mit meinem Fitnesssport wäre das aufgrund des ausbleibenden Hungergefühles nicht zu vereinbaren.
Und meinem Kind würde ich aus elementaren Grundprinzipien versuchen keine derartigen wesensverändernden Mittel der eigentlich 1. Wahl zu geben.
Ich selbst habe meine "lebhafte“ Jugend aus derartige Prinzipien auch ohne solche Hilfsmittel gemeistert.
Ich weiß noch garnicht solange her, da meinte man in krieseligen Situationen die Menschen halt haben [emoji4]
„Ohne Ritalin schaffen Sie das nicht , ist unsere Einschätzung...“ von der Seite - man muss selber an sich glauben viel mehr nicht. Und ich war kein "einfacher Fall“ in der Statistik.
Gibt auch Dokus über Merhylphenidat und Lektüren und Beipackzettel. Das nimmt glaube ich jeder anders auf, je nachdem wie seine Erfahrungen waren.
Greetz
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DanielZappel
- Beiträge: 313
- Registriert: Mi 26. Apr 2017, 14:26
Re: Cannabis bei ADHS
Es ist wie gesagt ein Spiel im mg Bereich. Und funktioniert auch erst, wenn eine Gewöhnung eingetreten ist. Bei beidem.
- Hans Dampf
- Beiträge: 1192
- Registriert: Fr 29. Sep 2017, 12:31
Re: Cannabis bei ADHS
Es geht ja nicht nur darum, das Leben zu meistern. Das ist für ADHS-Menschen in den meisten Gesellschaften eh mit erhöhten Komplikationen behaftet. Es geht auch um Lebensqualität. Zumindest für mich bedeutet dies derzeit zum Beispiel, dass ich mit meinen Kollegen wesentlich besser auskomme und bei Stress nicht sofort in den roten Bereich gerate. Dafür blende ich derzeit bereitwillig die möglichen Nebenwirkungen aus und finde die raus, die bei mir auftreten werden. Dann entscheide ich noch mal neu.DonHibachi hat geschrieben: ... Ich selbst habe meine "lebhafte“ Jugend aus derartige Prinzipien auch ohne solche Hilfsmittel gemeistert. ...
Ach ja, meine Jugend hab ich auch gut „gemeistert“. Ich weiß auch nicht, ob ich Medikamente für Jugendliche gut finde. Aber sie aufklären und eigentlich auch Freiraum geben das zu sein was sie sind, würde ich heute als richtig empfinden. Falls es hilft: Meine Jugend ist schon ein gutes halbes Jahrhundert her und werde erst seit relativ kurzem mit Ritalin behandelt.
Ritalin & Cannabis bei ADHS / Vorbereitung Arzttermin
Guten Tag zusammen,
Ich bin 23 Jahre alt und bei mir wurde ADHS schon im Grundschulalter diagnostiziert.
Seitdem werde ich mit Methylphenidat (Anfangs Ritalin mittlerweile Concerta 54mg) therapiert.
Mittlerweile studiere ich Informatik im Master und komme gut mit meiner Krankheit zurecht.
Da es mir bedingt schwerfällt mich über einen längeren Zeitraum intensiv auf etwas zu fokussieren, nehme ich morgens die Concerta Retardtabletten. Dabei verzichte ich lieber auf die Tabletten wenn es nicht sein muss, da doch einige NW mit dem Konsum des Methyphenidats einhergehen.
Seit ich 19 Jahre alt bin konsumiere ich auch regelmäßig Cannabis. Früher meistens als "spliff" mittlerweile bin ich aber drauf und dran nur noch mit meinem Volcano zu konsumieren.
Mir hilft Cannabis abends, mich zu entspannen und auch die Wirkung der Tabletten lassen sofort nach dem Cannabis Konsum nach.
Ich habe für mich gemerkt, dass diese Art der Behandlung sehr gut für mich ist (Methylphenidat als Mittel um mein ADHS zu mindern und (vor allem) abends Cannabis um "Runterzukommen" - nicht nur von den Tabletten, sondern vor allem auch von einer inneren Unruhe die typisch für ADS'ler mit Tendenz zur Hyperaktivität sind).
Ich bin Asthmatiker und habe durch das Cannabis auch hier positive Effekte erfahren (Beim Vaporisieren).
Außerdem war ich 2 Semester an einer Universität in Kalifornien und habe dort auf Rezept (Das war 2016) Cannabis verschrieben bekommen. Naja wirklich aussagekräftig ist das zwar nicht, aber ich wollte es trotzdem erwähnen (es war ziemlich einfach an besagtes Rezept ranzukommen).
Leider muss ich mir (in DE) das Cannabis auf dem "illegalen" Weg besorgen und bin mittlerweile zur Überzeugung gekommen, dass THC/CBD (Vor allem beim Verdampfen) gut für mich ist. Ich würde gerne Cannabis als Medizin verschrieben bekommen und auch weiterhin das Methylphenidat einnehmen. Diese Kombination scheint mir persönlich gut zu tun.
Ich möchte an dieser Stelle noch mal erwähnen, dass es nicht meine Absicht ist diese Substanzen zu missbrauchen, sondern sie Optimal zur Therapie meiner Krankheiten einsetzen.(Beitrag zu Ritalin+THC: https://www.leafly.de/cannabis-bei-adhs-und-ads/)
Ich würde gerne wissen wie ich an die Sache rangehen soll.
Soll ich meinem Psychiater genau diesen Sachverhalt schildern?
Soll ich zu meinem Hausarzt gehen?
Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht?
Ich wäre wirklich dankbar für Hilfe und Meinungen zu dieser Situation.
Für weitere Fragen stehe ich bereit
Ich bin 23 Jahre alt und bei mir wurde ADHS schon im Grundschulalter diagnostiziert.
Seitdem werde ich mit Methylphenidat (Anfangs Ritalin mittlerweile Concerta 54mg) therapiert.
Mittlerweile studiere ich Informatik im Master und komme gut mit meiner Krankheit zurecht.
Da es mir bedingt schwerfällt mich über einen längeren Zeitraum intensiv auf etwas zu fokussieren, nehme ich morgens die Concerta Retardtabletten. Dabei verzichte ich lieber auf die Tabletten wenn es nicht sein muss, da doch einige NW mit dem Konsum des Methyphenidats einhergehen.
Seit ich 19 Jahre alt bin konsumiere ich auch regelmäßig Cannabis. Früher meistens als "spliff" mittlerweile bin ich aber drauf und dran nur noch mit meinem Volcano zu konsumieren.
Mir hilft Cannabis abends, mich zu entspannen und auch die Wirkung der Tabletten lassen sofort nach dem Cannabis Konsum nach.
Ich habe für mich gemerkt, dass diese Art der Behandlung sehr gut für mich ist (Methylphenidat als Mittel um mein ADHS zu mindern und (vor allem) abends Cannabis um "Runterzukommen" - nicht nur von den Tabletten, sondern vor allem auch von einer inneren Unruhe die typisch für ADS'ler mit Tendenz zur Hyperaktivität sind).
Ich bin Asthmatiker und habe durch das Cannabis auch hier positive Effekte erfahren (Beim Vaporisieren).
Außerdem war ich 2 Semester an einer Universität in Kalifornien und habe dort auf Rezept (Das war 2016) Cannabis verschrieben bekommen. Naja wirklich aussagekräftig ist das zwar nicht, aber ich wollte es trotzdem erwähnen (es war ziemlich einfach an besagtes Rezept ranzukommen).
Leider muss ich mir (in DE) das Cannabis auf dem "illegalen" Weg besorgen und bin mittlerweile zur Überzeugung gekommen, dass THC/CBD (Vor allem beim Verdampfen) gut für mich ist. Ich würde gerne Cannabis als Medizin verschrieben bekommen und auch weiterhin das Methylphenidat einnehmen. Diese Kombination scheint mir persönlich gut zu tun.
Ich möchte an dieser Stelle noch mal erwähnen, dass es nicht meine Absicht ist diese Substanzen zu missbrauchen, sondern sie Optimal zur Therapie meiner Krankheiten einsetzen.(Beitrag zu Ritalin+THC: https://www.leafly.de/cannabis-bei-adhs-und-ads/)
Ich würde gerne wissen wie ich an die Sache rangehen soll.
Soll ich meinem Psychiater genau diesen Sachverhalt schildern?
Soll ich zu meinem Hausarzt gehen?
Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht?
Ich wäre wirklich dankbar für Hilfe und Meinungen zu dieser Situation.
Für weitere Fragen stehe ich bereit
- Hans Dampf
- Beiträge: 1192
- Registriert: Fr 29. Sep 2017, 12:31
Re: Ritalin & Cannabis bei ADHS / Vorbereitung Arzttermin
Willkommen!
ich bin selbst ADHS-Patient und habe mit Cannabis sehr gute Erfahrungen gemacht. Seit letzten Jahr auf Rezept.
Meiner Meinung nach sollte man seinem Therapeuten/Psychiater Vertrauen entgegenbringen und nicht zu viel „taktieren“.
Für ADHS gibt es eine kleine Untersuchung von Milz/ Grotenhermen (glaube ich) die die Wirksamkeit von Cannabis belegt.
Des weiteren gibt es eine Menge Online-Berichte von Patienten denen es hilft.
Wenn dein Arzt (Therapeut, ...) damit nichts anfangen kann werden die besten Argumente auch nichts nützen. Wenn er dir allerdings vertraut und unsicher ist können ihm solche Informationen eventuell helfen. Gegebenenfalls kann er auch versuchen mit Fr. Dr. Eva Milz Kontakt aufzunehmen und dort nach fachlichen Rat fragen.
Ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg!
ich bin selbst ADHS-Patient und habe mit Cannabis sehr gute Erfahrungen gemacht. Seit letzten Jahr auf Rezept.
Meiner Meinung nach sollte man seinem Therapeuten/Psychiater Vertrauen entgegenbringen und nicht zu viel „taktieren“.
Für ADHS gibt es eine kleine Untersuchung von Milz/ Grotenhermen (glaube ich) die die Wirksamkeit von Cannabis belegt.
Des weiteren gibt es eine Menge Online-Berichte von Patienten denen es hilft.
Wenn dein Arzt (Therapeut, ...) damit nichts anfangen kann werden die besten Argumente auch nichts nützen. Wenn er dir allerdings vertraut und unsicher ist können ihm solche Informationen eventuell helfen. Gegebenenfalls kann er auch versuchen mit Fr. Dr. Eva Milz Kontakt aufzunehmen und dort nach fachlichen Rat fragen.
Ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg!
Re: Ritalin & Cannabis bei ADHS / Vorbereitung Arzttermin
Zum ADHS kann ich leider nichts sagen. Aber zu dem hier schon:
(was ich natürlich nicht empfehle!).
Insofern habe ich da ähnliche Erfahrungen gemacht wie Du bzgl. Asthma, ich bin aber schon 49 Jahre alt und kann somit auf einen längerfristigen erfolgreichen Selbstversuch zurückblicken.
Ich habe selbst auch Asthma (von Geburt an). Ich habe früher ständig Berotec Dosieraerosol dagegen "gepumpt", aber irgendwann hatte ich davon einfach genug, weil es mich häufig nervös machte (innere Unruhe, vor allem wenn ich mal mehr davon meinte zu brauchen) und da ich auch eine psychische Abhängigkeit von dem Medikament hatte (wenn ich morgens unterwegs zum Kunden feststellte, dass ich mein Spray daheim liegen gelassen hatte, war sofort die Atemnot da vor lauter "Panik"), wollte ich dringend davon loskommen. Nun, ich konsumiere seit dieser bewussten Entscheidung nur noch Gras und brauche auch nichts anderes mehr... krass? Ja, vor allem, weil ich es mit Tabak mischeGitP4tt hat geschrieben:Ich bin Asthmatiker und habe durch das Cannabis auch hier positive Effekte erfahren (Beim Vaporisieren).
Insofern habe ich da ähnliche Erfahrungen gemacht wie Du bzgl. Asthma, ich bin aber schon 49 Jahre alt und kann somit auf einen längerfristigen erfolgreichen Selbstversuch zurückblicken.
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa
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tomOGwarrior
- Beiträge: 68
- Registriert: Do 7. Dez 2017, 23:11
Re: Ritalin & Cannabis bei ADHS / Vorbereitung Arzttermin
Mit ADHS hast du beste Chancen von der Krankenkasse die Zusage zur Kostenübernahme zu bekommen, evtl musst du noch 2 Meds """""testen""""" um austherapiert zu sein, aber du willst Ritalin ja ohnehin weiternehmen, insofern fällt das evtl aus, kann dir von der Krankenkasse sicher jemand sagen.
Meiner Erfahrung nach sind Psychater nicht unbedingt die größten Cannabis Befürworter, die findet man eher unter Hausärtzen. Du kannst aber auf jeden Fall mal darauf hinweisen, dass ADHS mit die häufigste Diagnose ist bei der eine Kostenübernahme erteilt wird. Wie bist du denn versichert?
Meiner Erfahrung nach sind Psychater nicht unbedingt die größten Cannabis Befürworter, die findet man eher unter Hausärtzen. Du kannst aber auf jeden Fall mal darauf hinweisen, dass ADHS mit die häufigste Diagnose ist bei der eine Kostenübernahme erteilt wird. Wie bist du denn versichert?
Re: Ritalin & Cannabis bei ADHS / Vorbereitung Arzttermin
Hallo zusammen!
Danke für eure Beiträge! Ich freue mich sehr mich darüber mit euch austauschen zu können.
@tomOGwarrior: Ich bin bei der Techniker Krankenkasse versichert.
Ich höre aus deinem Beitrag heraus, dass es durchaus möglich ist, die Kostenübernahme bewilligt zu bekommen, obwohl man nicht "austherapiert" in diesem Sinne ist, richtig?
Danke für eure Beiträge! Ich freue mich sehr mich darüber mit euch austauschen zu können.
@tomOGwarrior: Ich bin bei der Techniker Krankenkasse versichert.
Ich höre aus deinem Beitrag heraus, dass es durchaus möglich ist, die Kostenübernahme bewilligt zu bekommen, obwohl man nicht "austherapiert" in diesem Sinne ist, richtig?
- Hans Dampf
- Beiträge: 1192
- Registriert: Fr 29. Sep 2017, 12:31
Re: Ritalin & Cannabis bei ADHS / Vorbereitung Arzttermin
Nein, man muss nicht austherapiert sein. Es liegt im Ermessensspielraum des Arztes dir Cannabis zu verschreiben. Google bitte mal die entsprechenden Passagen im Gesetzestext suchen (bin grad unterwegs). Und wenn deine Geschichte so wahr ist dann spricht nichts dagegen dir eine Zeit lang C. zu. verschreiben. Vor allem um abends runter zu kommen.GitP4tt hat geschrieben:Hallo zusammen!
Danke für eure Beiträge! Ich freue mich sehr mich darüber mit euch austauschen zu können.
@tomOGwarrior: Ich bin bei der Techniker Krankenkasse versichert.
Ich höre aus deinem Beitrag heraus, dass es durchaus möglich ist, die Kostenübernahme bewilligt zu bekommen, obwohl man nicht "austherapiert" in diesem Sinne ist, richtig?
Bei mir ging es so los und inzwischen bin ich über zwei Monate ohne Ritalin und hoffe es nicht mehr nutzen zu müssen.
Re: Ritalin & Cannabis bei ADHS / Vorbereitung Arzttermin
Hallo und Willkommen !
Wen soll man ansprechen?
Das ist Entscheidungssache....Klar Med. Cannabis kann Dir nur eine Arzt verschreiben.
Ich persönlich würde mit dem Hausarzt starten... Ggf hilft ja – je nach Gemengelage – später zusätzlich ein Attest Deines Therapeuten
Wieviel gibt man preis?
M.E. allenfalls nur die Erfahrung mit med. Cannabis in den Staaten... und das nur sehr vorsichtig. Speziell der Medizinische Dienst (MDK) reagiert super allergisch bei „Vorerfahrung“. In D kann man die Vorerfahrung eventuell auch ganz gut mit einem oder mehreren vorgeschalteten „Privatrezepten“ für med. Cannabis untermauern...
Auch den Arzt würde ich mit der Vorerfahrung nur sehr selektiv „belasten“.... Manche bekommen bei „Selbstmedikation“ immer einen Schreck weil in D der Patient häufig noch als „doof“ angesehen wird
Muss man austherapiert sein?
Nein, es reicht wenn andere Therapieren “nicht in Betracht kommen“...
z.B. wenn Du bestimmte nach Standard-Therapien anzeigte Medikamente nicht oder nicht mehr verträgst, bzw. die NW nicht akzeptabel sind etc...
Gesetzliche Voraussetzungen:
https://www.bundesgesundheitsministeriu ... n.html#top
Weg zum Med Cannabis in D
Jeder Weg ist ein Einzelfall.... Deine Aussichten sind m.E. um so besser je stärker Du in Deinem Antrag Dich an den Voraussetzungen des Gesetzes „entlang hangelst “
Zu den Voraussetzungen siehe hier:
viewtopic.php?f=22&t=7701
Schau mal inwieweit wie Ziff. 1 bis 4 bei Dir passen kann.
Weitere Infos
Schau man in der Suchfunktion, da kannst Du viele Beiträge zu / über ADHS finden
Wenn Du noch was wissen willst, frag einfach....
Wen soll man ansprechen?
Das ist Entscheidungssache....Klar Med. Cannabis kann Dir nur eine Arzt verschreiben.
Ich persönlich würde mit dem Hausarzt starten... Ggf hilft ja – je nach Gemengelage – später zusätzlich ein Attest Deines Therapeuten
Wieviel gibt man preis?
M.E. allenfalls nur die Erfahrung mit med. Cannabis in den Staaten... und das nur sehr vorsichtig. Speziell der Medizinische Dienst (MDK) reagiert super allergisch bei „Vorerfahrung“. In D kann man die Vorerfahrung eventuell auch ganz gut mit einem oder mehreren vorgeschalteten „Privatrezepten“ für med. Cannabis untermauern...
Auch den Arzt würde ich mit der Vorerfahrung nur sehr selektiv „belasten“.... Manche bekommen bei „Selbstmedikation“ immer einen Schreck weil in D der Patient häufig noch als „doof“ angesehen wird
Muss man austherapiert sein?
Nein, es reicht wenn andere Therapieren “nicht in Betracht kommen“...
z.B. wenn Du bestimmte nach Standard-Therapien anzeigte Medikamente nicht oder nicht mehr verträgst, bzw. die NW nicht akzeptabel sind etc...
Gesetzliche Voraussetzungen:
https://www.bundesgesundheitsministeriu ... n.html#top
Weg zum Med Cannabis in D
Jeder Weg ist ein Einzelfall.... Deine Aussichten sind m.E. um so besser je stärker Du in Deinem Antrag Dich an den Voraussetzungen des Gesetzes „entlang hangelst “
Zu den Voraussetzungen siehe hier:
viewtopic.php?f=22&t=7701
Schau mal inwieweit wie Ziff. 1 bis 4 bei Dir passen kann.
Weitere Infos
Schau man in der Suchfunktion, da kannst Du viele Beiträge zu / über ADHS finden
Wenn Du noch was wissen willst, frag einfach....
*** seit wann sind Pflanzen illegal ? ***
Re: Ritalin & Cannabis bei ADHS / Vorbereitung Arzttermin
Rita würde ich heute nichtmal mehr mit der Kneifzange berühren.
Wem diese Amphetaminderivate ein Segen sind der soll die weiter nehmen. Jeder hat seinen Körper nur einmal und kann das selber mit sich ausmachen was das auf Dauer aus ihm macht.
Ärzte die Euch bei eurem Leid mit Befremdlichkeit und argwohn begegnen und vor Verantwortung zurückschrecken aber munter und leichtfertig zu schulmedizinischen Vorbeugemittelchen greifen sollte vielleicht mal die Berufsaufsicht tätig werden statt bei Dr. G. der sein Eid offentsichtlich sehr ernst nimmt.
Die faulen bequemen Ärzte kann man ja zumindest bewerten um dem Verhalten ein Bild zu geben. Ihr schafft das schon. Wir ADHSler haben so viel Energie und Ausdauer in uns versteckt. Das ließe unsere Quote und unsere üppige Vertretung bei den genehmigten Cannabis-patienten auch erklären:)
Wem diese Amphetaminderivate ein Segen sind der soll die weiter nehmen. Jeder hat seinen Körper nur einmal und kann das selber mit sich ausmachen was das auf Dauer aus ihm macht.
Ärzte die Euch bei eurem Leid mit Befremdlichkeit und argwohn begegnen und vor Verantwortung zurückschrecken aber munter und leichtfertig zu schulmedizinischen Vorbeugemittelchen greifen sollte vielleicht mal die Berufsaufsicht tätig werden statt bei Dr. G. der sein Eid offentsichtlich sehr ernst nimmt.
Die faulen bequemen Ärzte kann man ja zumindest bewerten um dem Verhalten ein Bild zu geben. Ihr schafft das schon. Wir ADHSler haben so viel Energie und Ausdauer in uns versteckt. Das ließe unsere Quote und unsere üppige Vertretung bei den genehmigten Cannabis-patienten auch erklären:)
Re: Cannabis und ADHS
Ich habe auch seit jeher ADHS. Früher habe ich Ritalin bekommen, wegen der immensen Nebenwirkungen habe ich es jedoch abgesetzt. Daraufhin hatte ich mich auch entschieden ohne Medikation zu leben. Doch ich merke immer mehr, wie sehr ich an meine Grenzen stoße, vor allem, da ich beschlossen habe zu studieren fürchte ich mich nun, dass es ohne Medikamentierung nicht geht.
Aber meint ihr mit Cannabis als Medikamentierung kann man studieren? Wirkt sich das nicht negativ auf die Hirnleistung aus?
Aber meint ihr mit Cannabis als Medikamentierung kann man studieren? Wirkt sich das nicht negativ auf die Hirnleistung aus?
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littleganja
Re: Cannabis und ADHS
Emilio hat geschrieben:Ich habe auch seit jeher ADHS. Früher habe ich Ritalin bekommen, wegen der immensen Nebenwirkungen habe ich es jedoch abgesetzt. Daraufhin hatte ich mich auch entschieden ohne Medikation zu leben. Doch ich merke immer mehr, wie sehr ich an meine Grenzen stoße, vor allem, da ich beschlossen habe zu studieren fürchte ich mich nun, dass es ohne Medikamentierung nicht geht.
Aber meint ihr mit Cannabis als Medikamentierung kann man studieren? Wirkt sich das nicht negativ auf die Hirnleistung aus?
Wird Ritalin nicht auch zum Hirndoping bei Studenten eingesetzt?! Von daher wird man vermutlich unter Cannabis nicht so gut lernen können wie unter Ritalin. Ob es nur ein Doping bei "gesunden" ist kann ich nicht sagen??? Wenn sich aber nach deiner eignen Aussage Ritalin negativ auf deine Konzentration auswirkt, einfach mal mit Cannabis probieren. Ein Privatrezept zum erstmal testen wird auch nicht das große Problem sein?! Wie du dann mit dem Absetzten von Ritalin usw umgehst, musst du dann ggf. mit dem behandelten Arzt besprechen, dazu kann und sollte dir hier keiner Tipps geben....
Re: Cannabis und ADHS
Kommt darauf an, ob es gelingt die Symptome ausreichend zu behandeln und dabei Nebenwirkungen möglichst gering zu halten. Die Symptomatik der Erkrankung kann sich ja auch negativ auf die Leistungsfähigkeit auswirken, insbesondere bei Schwerkranken ist das natürlich der Fall. Dann ist die Chance größer, dass es statt eines Leistungsdefizits einen Gewinn gibt. Ob die Therapie dahingehend gut gelingt ist aber individuell sehr verschieden, u.a. je nach Dosierung und Verträglichkeit.Emilio hat geschrieben:Aber meint ihr mit Cannabis als Medikamentierung kann man studieren? Wirkt sich das nicht negativ auf die Hirnleistung aus?
Cannabis kann tatsächlich v.a. bei individuell hoher Dosierung die Merkfähigkeit auf Dauer leicht und unter akutem Einfluss bekanntermaßen stark mindern.
Re: Cannabis und ADHS
Ja, das wird es. Allerdings kann Ritalin bzw. Methylphenidat eben auch erhebliche Nebenwirkungen haben. Bei manchen geht es wunderbar, bei anderen verursacht es jede Menge Schwierigkeiten.littleganja hat geschrieben:
Wird Ritalin nicht auch zum Hirndoping bei Studenten eingesetzt?! Von daher wird man vermutlich unter Cannabis nicht so gut lernen können wie unter Ritalin. Ob es nur ein Doping bei "gesunden" ist kann ich nicht sagen??? Wenn sich aber nach deiner eignen Aussage Ritalin negativ auf deine Konzentration auswirkt, einfach mal mit Cannabis probieren. Ein Privatrezept zum erstmal testen wird auch nicht das große Problem sein?! Wie du dann mit dem Absetzten von Ritalin usw umgehst, musst du dann ggf. mit dem behandelten Arzt besprechen, dazu kann und sollte dir hier keiner Tipps geben....
Was die Behandlung von ADS oder ADHS mit medizinischem Cannabis angeht, würde ich persönlich sagen, dass die Forschung da noch einiges vor sich hat, bevor man da definitive Aussagen treffen kann. Hier gibt es einen längeren Artikel in dem die Frage abgehandelt wird, wie es um Cannabis als ADS Medikament steht. Da wird auch von ersten positiven Forschungsergebnissen berichtet, am Ende gibt's auch Links dazu, jedoch wird eindeutig darauf verwiesen, dass da vieles noch nicht geklärt ist.
Und ja, Emilio, du hast auch Recht damit, dass die Merkfähigkeit enorm gemindert sein kann und sich negativ auf die Hirnleistung auswirken kann. Allerdings macht auch hier, wie bei fast allem anderen, die Dosis viel aus. Grundsätzlich würde ich dir raten einmal mit deinem Arzt zu sprechen, beziehungsweise einen Neurologen aufzusuchen und einmal dort abzuklären, was für dich in Frage kommt. Letzten Endes wirst du es ausprobieren müssen, was für dich das richtige ist, ob es dann unbedingt Cannabis als Medizin sein muss, oder etwas ganz anderes.
- Hans Dampf
- Beiträge: 1192
- Registriert: Fr 29. Sep 2017, 12:31
Re: Cannabis und ADHS
Ich poste meine Frage und meine Vermutung aus dem DHV-Beitrag (https://hanfverband.de/nachrichten/news ... s-medizin) nochmal hier:
Liegen eigentlich Zahlen oder Schätzungen vor wie viele der einzelnen Patienten zu welchem Krankheitsbild gehören?
Was auffällt ist die geringe Anzahl (1) bei den Abbrüchen laut Begleiterhebung bei ADHS. Ich würde mal grob sagen dass mindestens 5%-10% der Patienten ADHS'ler sind. Dann würde man mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit bei knapp 400 Fällen schon etwas mehr als nur einen Abbruch erwarten.
Bedeutet doch, dass Cannabis bei ADHS relativ erfolgreich sein ist, vor allem wenn man bedenkt dass ADHS'ler schneller das Interesse verlieren.
Hier die Zeilen, auf die sich das bezieht:
Liegen eigentlich Zahlen oder Schätzungen vor wie viele der einzelnen Patienten zu welchem Krankheitsbild gehören?
Was auffällt ist die geringe Anzahl (1) bei den Abbrüchen laut Begleiterhebung bei ADHS. Ich würde mal grob sagen dass mindestens 5%-10% der Patienten ADHS'ler sind. Dann würde man mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit bei knapp 400 Fällen schon etwas mehr als nur einen Abbruch erwarten.
Bedeutet doch, dass Cannabis bei ADHS relativ erfolgreich sein ist, vor allem wenn man bedenkt dass ADHS'ler schneller das Interesse verlieren.
Hier die Zeilen, auf die sich das bezieht:
Wenig belastbare Zahlen zu Begleiterhebungen
Aktuell liegen dem Gesundheitsministerium lediglich 398 Datensätze vor, die im Rahmen der im Gesetz vorgesehenen Begleiterhebung erhoben wurden. Dies liegt allerdings an der Cannabis-Begleiterhebungs-Verordnung, wonach Ärzte erst nach einem Jahr oder bei vorzeitigem Abbruch der Therapie die Daten der Patienten an das Ministerium weiterleiten. Der vorliegende Datensatz setzt sich also ausschließlich aus Patienten zusammen, die ihre Behandlung mit Medizinalhanf abbrachen.
Die Aussagekraft der bislang vorliegenden Zahlen ist somit sehr begrenzt, eine erste Grundtendenz lässt sich aber unter Umständen daraus ableiten. Laut Gesundheitsministerium hatten in 398 Fällen 272 Patienten eine Schmerzdiagnose. Im weiteren folgen die Diagnosen Anorexie (60 Fälle), Spastik (33 Fälle), Übelkeit und Erbrechen (24 Fälle), Ticstörungen (3 Fälle), Insomnie (3 Fälle), Colitis ulcerosa (2 Fälle) sowie ADHS (1) und sonstige Erkrankungen (5 Fälle).
MDK lehnt Kostenübernahme ab: ADHS / wg. Austherapiertheit
Guten Tag zusammen!
Habe mich mit meinem Arzt dazu entschlossen, einen Antrag auf Kostenübernahme zu stellen. Ich erhoffe mir, hier ein paar konkrete Tipps zu bekommen, wie ich in meinem Fall weiter vorgehen soll.
Sachverhalt:
- ADHS / Asthma seit Kindheit
- Antrag auf Kostenübernahme am 13.04.18 gestellt
- Ablehnung am 07.05.18 erhalten
- Begründung: Es seien nicht alle möglichen medizinischen Alternativen ausgeschöpft worden (Siehe Anhang)
Meine Einschätzung:
- Ich habe mir schon fast gedacht, dass mein Antrag abgelehnt werden wird.
- Ich denke ich MUSS nicht alle möglichen Therapieoptionen ausgeschöpft haben um im Sinne des Gesetztes für die Kostenübernahme in Frage zu kommen. Korrekt?
Laut Gutachten des MDK sind alle Vorraussetzungen erfüllt, bis auf die genannte. Was meint ihr, wie stehen meine Chancen?
Meiner Meinung nach, geht aus dem Gutachten des MDK hervor, dass in meinem Fall die Cannabis Therapie sinnvoll sein könnte, aber wegen Formalitäten nicht erfolgen kann.
Einfach nochmal mit der KK sprechen? Anwalt einschalten?
Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen!
Und ich hoffe mit diesem Beitrag können sich zukünftig auch weitere Betroffene, selbst helfen!
Grüße
Habe mich mit meinem Arzt dazu entschlossen, einen Antrag auf Kostenübernahme zu stellen. Ich erhoffe mir, hier ein paar konkrete Tipps zu bekommen, wie ich in meinem Fall weiter vorgehen soll.
Sachverhalt:
- ADHS / Asthma seit Kindheit
- Antrag auf Kostenübernahme am 13.04.18 gestellt
- Ablehnung am 07.05.18 erhalten
- Begründung: Es seien nicht alle möglichen medizinischen Alternativen ausgeschöpft worden (Siehe Anhang)
Meine Einschätzung:
- Ich habe mir schon fast gedacht, dass mein Antrag abgelehnt werden wird.
- Ich denke ich MUSS nicht alle möglichen Therapieoptionen ausgeschöpft haben um im Sinne des Gesetztes für die Kostenübernahme in Frage zu kommen. Korrekt?
Laut Gutachten des MDK sind alle Vorraussetzungen erfüllt, bis auf die genannte. Was meint ihr, wie stehen meine Chancen?
Meiner Meinung nach, geht aus dem Gutachten des MDK hervor, dass in meinem Fall die Cannabis Therapie sinnvoll sein könnte, aber wegen Formalitäten nicht erfolgen kann.
Einfach nochmal mit der KK sprechen? Anwalt einschalten?
Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen!
Und ich hoffe mit diesem Beitrag können sich zukünftig auch weitere Betroffene, selbst helfen!
Grüße
- Dateianhänge
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littleganja
Re: MDK lehnt Kostenübernahme ab: ADHS / wg. Austherapierthe
Widerspruch schreiben und ab zum Anwalt für Sozialrecht und Antrag auf Einstweilige Anordnung stellen, wenn du mittellos bist Eilantrag! Gegen den Punkt Asthma Widerspruch einlegen, du willst das Cannabis ja nicht rauchen sondern vaporisieren. Austherapiert musst du nicht unbedingt sein. Geh zum Anwalt und alles wird gut, wenn du kein Geld hast Beratungshilfeschein beim zuständigen Amtsgericht für den Rechtsanwalt besorgen. Dein Arzt soll auch einen Widerspruch schreiben!
Peace und viel Glück
P.S. Über die Suchfunktion findest Du alles bezüglich Einstweilige Anordnung und Beratungshilfeschein
P.P.S Achte auf die Widerspruch Fristen!
Peace und viel Glück
P.S. Über die Suchfunktion findest Du alles bezüglich Einstweilige Anordnung und Beratungshilfeschein
P.P.S Achte auf die Widerspruch Fristen!
Re: MDK lehnt Kostenübernahme ab: ADHS / wg. Austherapierthe
Ja, LG hat völlig recht! Du hast m.E. vermutlich sehr gute Aussichten...
Denke außerdem wäre es wichtig, wenn Du mit Deinem Arzt zusätzlich das Thema
"nicht gangbar" Siehe Zoff 2 hier
https://hanfverband-forum.de/viewtopic.php?f=22&t=7701
besprechen würdest bzw ein entsprechendes Attest beibringst!!!
viele Glück
Denke außerdem wäre es wichtig, wenn Du mit Deinem Arzt zusätzlich das Thema
"nicht gangbar" Siehe Zoff 2 hier
https://hanfverband-forum.de/viewtopic.php?f=22&t=7701
besprechen würdest bzw ein entsprechendes Attest beibringst!!!
viele Glück
*** seit wann sind Pflanzen illegal ? ***
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tomOGwarrior
- Beiträge: 68
- Registriert: Do 7. Dez 2017, 23:11
Re: MDK lehnt Kostenübernahme ab: ADHS / wg. Austherapierthe
Ist imo einfacher einfach die entsprechnden Medikamente zu "testen" sind nicht grade viele und, Überraschung, sie sind richtig sch***e und werden dir nicht helfen. Vorraussetzung ist da ein Arzt, der das mitmacht. Ansonsten keine Sorge, ADHS wird als Schwere Erkrankung anerkannt und dass es dem medizinischen Standard entsprechende Alternativen gibt ist Quatsch. (Damit meinen die aber ziemlich sicher die paar Meds die es gibt)
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RolandVanGogh
- Beiträge: 3
- Registriert: Mo 7. Mai 2018, 17:50
Von Ärzten verarscht? ADHS
Hi Leute ich lese jetzt schon längere Zeit in diesem Forum mit und habe jetzt selbst ein Problem mit einem Arzt. Hab kein gutes Händchen beim Formulieren weil mir immer wieder hier und da mal ein paar Sachen einfallen also verzeiht mir bitte eventuelle Abschweifungen
Erstmal zu meiner Person: Bin 29 Jahre alt und arbeite im Metallbereich als Schweißer. Ich wohne derzeitig in Bayern (tiefster Süden) und bin schon lange ein Legalisierungs-Sympathisant, auch weil ich seit meiner Jugend relativ regelmäßig Cannabis konsumiere. Mir hilft es enorm gegen meine ADHS Beschwerden.
Nun die Story: Bei mir wurde 1995/96 rum ADHS diagnostiziert. Dazu muss man sagen das ich dort noch im Osten gewohnt habe. War ein paar Monate in einer Kinderpsychatrie, dort wurde dieser Befund gemacht. Habe von dort an weg Jahr für Jahr erst Ritalin, dann Medikinet und zuletzt Concerta verschrieben bekommen. Diese Medis habe ich 2007 rum dann komplett abgesetzt (relativ kurz vorher machte ich auch Bekanntschaft mit Cannabis
)
Hatte wegen diesen Medikamenten und dem enormen Leistungsdruck in Bayern damals die Schule geschmissen und stand völlig ohne irgendwas da. Mit Cannabis hab ich 2 Abschlüsse nachgeholt und sogar eine für mich relativ schwierige Lehre nachgeholt und habe heute einen gutbezahlten Job den ich auch echt gerne mache.
Bin ca 2001/02 mit meinen Eltern nach Bayern gezogen. Dort hat dann eine Ärztin in einer Stadt die Behandlung übernommen und von da an bis zur Absetzung weiter die BTM's verschrieben. Waren auch hier in Bayern in einer speziellen Klinik die das ADHS nochmals bestätigten. (so sagte man uns zumindest denn den Befund haben wir nie gesehen)
Bin dann vor knapp 2 Jahren wegen eines Jobs in der Region umgezogen.
Nun habe ich letztens von einem "Freund" erfahren das ein Arzt ihm zwecks irgendeiner Beschwerde Cannabis verschreibt. Zu diesem bin ich also entschlossen hin und hab ihm meine Probleme und Nebenwirkungen der Medis beschrieben ( zeitweiliges Herzrasen und Magen-Darm-Probleme die bis heute anhalten). Der Arzt war auch wirklich sehr freundlich und wir waren dahingehend verblieben das er jetzt meine Akte anfordert und mich als Hausarzt übernimmt, so dass wir dann alles prüfen und gegebenenfalls einen Antrag stellen können.
Ich dachte okay alles gut für mein ADHS gibt es ja hinreichend Belege und es wurden ja auch zig BTM Rezepte dafür ausgestellt und war auch ein bisschen stolz das ganze endlich angeleiert zu haben (brauchst ja auch erstmal die eier dafür)... Heute bei dem Termin bei ihm dann die große Überraschung: Anscheinend gebe es absolut keine Befunde für mein ADHS in der Akte noch irgendwelche Belege das man mir je irgendwelche BTM's verschrieben hätte. Bin schier aus allen Wolken gefallen und meinte nur wie das alles sein kann ich hab das Zeug ja jahrelang gefressen.
Stattdessen hatte der aber 3 Befunde von wegen Depressionen (wtf) von denen ich meines Wissens nach noch nie gehört habe. Habe auch nie irgendwas dagegen nehmen müssen. Sind jetzt erstmal so verblieben das ich schaue das ich irgendwo alte Befunde rankriege und kann nur hoffen das es manche von den Stellen mit der 10 Jahres Regel nicht so genau nehmen. Außerdem hat er mir eine Überweisung an einen Psychiater in der Nähe gegeben mit dem Auftrag wortlaut Überweisung:
Diagnose:
anamn. ADHS, Weiterbestehende Beschwerden i. S. e. adulten ADS
Befund/Medikation:
ca. 2007 Ende d. Ritalin-Ther. wegen massiver Nebenwirkungen /Herzrasen, gastroint. Beschwerden)
Auftrag:
Status+Proc., inbes. in Hinblick der ADS-Dg. und ggf. med. Therapie erbeten
Meine Fragen sind jetzt folgende: Dürfen die einfach irgendwelche Nachweise von Krankheiten verschlampen oder zurückhalten um mir die Beweiskraft wegzunehmen?
Wie soll ich mich jetzt verhalten?
Kann ich das ganze Depression Dingens zu meinem Vorteil nutzen?
Ich weiß grad echt nicht weiter und bin im Moment erstmal ziemlich baff.
Auf Rückfrage kann ich sicher noch ein paar mehr Details preisgeben. Hoffe ihr könnt mir ein paar Denkanstöße geben was ich diesbezüglich jetzt unternehmen könnte.
Gruß RolandVanGogh
Erstmal zu meiner Person: Bin 29 Jahre alt und arbeite im Metallbereich als Schweißer. Ich wohne derzeitig in Bayern (tiefster Süden) und bin schon lange ein Legalisierungs-Sympathisant, auch weil ich seit meiner Jugend relativ regelmäßig Cannabis konsumiere. Mir hilft es enorm gegen meine ADHS Beschwerden.
Nun die Story: Bei mir wurde 1995/96 rum ADHS diagnostiziert. Dazu muss man sagen das ich dort noch im Osten gewohnt habe. War ein paar Monate in einer Kinderpsychatrie, dort wurde dieser Befund gemacht. Habe von dort an weg Jahr für Jahr erst Ritalin, dann Medikinet und zuletzt Concerta verschrieben bekommen. Diese Medis habe ich 2007 rum dann komplett abgesetzt (relativ kurz vorher machte ich auch Bekanntschaft mit Cannabis
Hatte wegen diesen Medikamenten und dem enormen Leistungsdruck in Bayern damals die Schule geschmissen und stand völlig ohne irgendwas da. Mit Cannabis hab ich 2 Abschlüsse nachgeholt und sogar eine für mich relativ schwierige Lehre nachgeholt und habe heute einen gutbezahlten Job den ich auch echt gerne mache.
Bin ca 2001/02 mit meinen Eltern nach Bayern gezogen. Dort hat dann eine Ärztin in einer Stadt die Behandlung übernommen und von da an bis zur Absetzung weiter die BTM's verschrieben. Waren auch hier in Bayern in einer speziellen Klinik die das ADHS nochmals bestätigten. (so sagte man uns zumindest denn den Befund haben wir nie gesehen)
Bin dann vor knapp 2 Jahren wegen eines Jobs in der Region umgezogen.
Nun habe ich letztens von einem "Freund" erfahren das ein Arzt ihm zwecks irgendeiner Beschwerde Cannabis verschreibt. Zu diesem bin ich also entschlossen hin und hab ihm meine Probleme und Nebenwirkungen der Medis beschrieben ( zeitweiliges Herzrasen und Magen-Darm-Probleme die bis heute anhalten). Der Arzt war auch wirklich sehr freundlich und wir waren dahingehend verblieben das er jetzt meine Akte anfordert und mich als Hausarzt übernimmt, so dass wir dann alles prüfen und gegebenenfalls einen Antrag stellen können.
Ich dachte okay alles gut für mein ADHS gibt es ja hinreichend Belege und es wurden ja auch zig BTM Rezepte dafür ausgestellt und war auch ein bisschen stolz das ganze endlich angeleiert zu haben (brauchst ja auch erstmal die eier dafür)... Heute bei dem Termin bei ihm dann die große Überraschung: Anscheinend gebe es absolut keine Befunde für mein ADHS in der Akte noch irgendwelche Belege das man mir je irgendwelche BTM's verschrieben hätte. Bin schier aus allen Wolken gefallen und meinte nur wie das alles sein kann ich hab das Zeug ja jahrelang gefressen.
Stattdessen hatte der aber 3 Befunde von wegen Depressionen (wtf) von denen ich meines Wissens nach noch nie gehört habe. Habe auch nie irgendwas dagegen nehmen müssen. Sind jetzt erstmal so verblieben das ich schaue das ich irgendwo alte Befunde rankriege und kann nur hoffen das es manche von den Stellen mit der 10 Jahres Regel nicht so genau nehmen. Außerdem hat er mir eine Überweisung an einen Psychiater in der Nähe gegeben mit dem Auftrag wortlaut Überweisung:
Diagnose:
anamn. ADHS, Weiterbestehende Beschwerden i. S. e. adulten ADS
Befund/Medikation:
ca. 2007 Ende d. Ritalin-Ther. wegen massiver Nebenwirkungen /Herzrasen, gastroint. Beschwerden)
Auftrag:
Status+Proc., inbes. in Hinblick der ADS-Dg. und ggf. med. Therapie erbeten
Meine Fragen sind jetzt folgende: Dürfen die einfach irgendwelche Nachweise von Krankheiten verschlampen oder zurückhalten um mir die Beweiskraft wegzunehmen?
Wie soll ich mich jetzt verhalten?
Kann ich das ganze Depression Dingens zu meinem Vorteil nutzen?
Ich weiß grad echt nicht weiter und bin im Moment erstmal ziemlich baff.
Auf Rückfrage kann ich sicher noch ein paar mehr Details preisgeben. Hoffe ihr könnt mir ein paar Denkanstöße geben was ich diesbezüglich jetzt unternehmen könnte.
Gruß RolandVanGogh
Re: Von Ärzten verarscht? ADHS
Herzlich willkommen im Forum.
Kannst Du Dir nicht von dem Arzt, der Dir jahrelang Deine Meds verschrieben hat, das nicht auch bestätigen lassen? Die untergegangene Diagnose kann er dann auch gleich mit vermerken. Schließlich ist in seiner Praxis der Verlust geschehen, da müsste er schon anstandsweise Deinen Schaden minimieren. Du kannst ja gar nichts dafür!
Eventuell könnte auch Deine Versicherung / Krankenkasse dazu bewegt werden. Sie haben schließlich jahrelang dafür bezahlt und die Unterlagen dazu verschwinden doch nicht einfach.
Ich wünsche Dir viel Erfolg!
LG
Ich habe alles verstanden und keine wilden Ausschweifungen bemerkt.Hi Leute ich lese jetzt schon längere Zeit in diesem Forum mit und habe jetzt selbst ein Problem mit einem Arzt. Hab kein gutes Händchen beim Formulieren weil mir immer wieder hier und da mal ein paar Sachen einfallen also verzeiht mir bitte eventuelle Abschweifungen![]()
Das ist auch eine der Indikationen für eine C.-Therapie.Erstmal zu meiner Person: Bin 29 Jahre alt und arbeite im Metallbereich als Schweißer. Ich wohne derzeitig in Bayern (tiefster Süden) und bin schon lange ein Legalisierungs-Sympathisant, auch weil ich seit meiner Jugend relativ regelmäßig Cannabis konsumiere. Mir hilft es enorm gegen meine ADHS Beschwerden.
Dazu gratuliere ich Dir von Herzen. ADHS ist oft ein fießer Begleiter und wirft einem häufig Stöcke in den Weg. Schön, dass Du sie überwunden hast!Hatte wegen diesen Medikamenten und dem enormen Leistungsdruck in Bayern damals die Schule geschmissen und stand völlig ohne irgendwas da. Mit Cannabis hab ich 2 Abschlüsse nachgeholt und sogar eine für mich relativ schwierige Lehre nachgeholt und habe heute einen gutbezahlten Job den ich auch echt gerne mache.
Ich würde mal auf Schlamperei tippen, nachlässige Patientenkarteiführung und damit Fahrlässigkeit.Ich dachte okay alles gut für mein ADHS gibt es ja hinreichend Belege und es wurden ja auch zig BTM Rezepte dafür ausgestellt und war auch ein bisschen stolz das ganze endlich angeleiert zu haben (brauchst ja auch erstmal die eier dafür)... Heute bei dem Termin bei ihm dann die große Überraschung: Anscheinend gebe es absolut keine Befunde für mein ADHS in der Akte noch irgendwelche Belege das man mir je irgendwelche BTM's verschrieben hätte. Bin schier aus allen Wolken gefallen und meinte nur wie das alles sein kann ich hab das Zeug ja jahrelang gefressen.
Nein, natürlich dürfen die das nicht! Vermutlich aber werden sie sich mit ener Art menschlichen Versagens herausreden, wenn sie sich der Frage stellen müssten.Meine Fragen sind jetzt folgende: Dürfen die einfach irgendwelche Nachweise von Krankheiten verschlampen oder zurückhalten um mir die Beweiskraft wegzunehmen?
Ja! Wie oben bereits gesagt, sind Depris eine Indikation.Kann ich das ganze Depression Dingens zu meinem Vorteil nutzen?
Kannst Du Dir nicht von dem Arzt, der Dir jahrelang Deine Meds verschrieben hat, das nicht auch bestätigen lassen? Die untergegangene Diagnose kann er dann auch gleich mit vermerken. Schließlich ist in seiner Praxis der Verlust geschehen, da müsste er schon anstandsweise Deinen Schaden minimieren. Du kannst ja gar nichts dafür!
Eventuell könnte auch Deine Versicherung / Krankenkasse dazu bewegt werden. Sie haben schließlich jahrelang dafür bezahlt und die Unterlagen dazu verschwinden doch nicht einfach.
Ich wünsche Dir viel Erfolg!
LG
Re: Von Ärzten verarscht? ADHS
Wenn du noch keine Medikamente gegen Depression genommen hast, dann wird das für eine Kostenübernahme wohl nicht ausreichen. Die Zeit in der du dich selbst therapiert hast wird dir wahrscheinlich dafür ebenfalls nicht zum Vorteil gereichen, ein Nachweis der Wirksamkeit von Cannabinoiden mit legalen Mitteln wäre da hilfreich. Natürlich kann ein Antrag trotzdem gestellt werden, in der Hoffnung dass er durchkommt oder die Übernahme rechtlich erzwungen werden kann.
Man muss aber keinen Antrag stellen um Cannabis als Medizin zu erhalten. Nach eigener Aussage hast du ja einen gutbezahlten Job - d.h. wenn du deinen Arzt überzeugen kannst (indem du eben z.B. alte Befunde auftreibst), dann wäre ein Privatrezept theoretisch kein Problem.
Hast du eigentlich auch mal CBD probiert? Manchen ADHS-Patienten hilft das gut und es ist kein Btm.
Man muss aber keinen Antrag stellen um Cannabis als Medizin zu erhalten. Nach eigener Aussage hast du ja einen gutbezahlten Job - d.h. wenn du deinen Arzt überzeugen kannst (indem du eben z.B. alte Befunde auftreibst), dann wäre ein Privatrezept theoretisch kein Problem.
Hast du eigentlich auch mal CBD probiert? Manchen ADHS-Patienten hilft das gut und es ist kein Btm.
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littleganja
Re: Von Ärzten verarscht? ADHS
Ich gebe moepens Recht bezüglich der Depressionen, irgendwelche Medikamente sollte man zumindest verschrieben bekommen haben, ob man sie auch genommen hat sei mal dahingestellt
Versuche dich nur eine Krankheit zu beziehen bei der du auch behandelst wurdest und das erfolglos mit Nachweis. Alle andere bringt nichts, ein Symptom einer Krankheit muss lediglich gewässert d.h. verbessert werden, zuvor zumindest was die Kostenübernahme angeht muss man sich per Schulmedizin therapieren lassen und das erfolglos.
Versuche dich nur eine Krankheit zu beziehen bei der du auch behandelst wurdest und das erfolglos mit Nachweis. Alle andere bringt nichts, ein Symptom einer Krankheit muss lediglich gewässert d.h. verbessert werden, zuvor zumindest was die Kostenübernahme angeht muss man sich per Schulmedizin therapieren lassen und das erfolglos.
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RolandVanGogh
- Beiträge: 3
- Registriert: Mo 7. Mai 2018, 17:50
Re: Von Ärzten verarscht? ADHS
Also wäre es im Grunde ja keine schlechte Idee wenn ich tatsächlich mit diesem Zettelchen den der arzt mir da aufgeschrieben hat zum psychiater renne und den nochmals das mit adhs und depressionen bestätigen lasse. eventuell könnte der mir ja gegen die depris verschreiben bis ich irgendwann "massive Nebenwirkungen" bekommelittleganja hat geschrieben:Ich gebe moepens Recht bezüglich der Depressionen, irgendwelche Medikamente sollte man zumindest verschrieben bekommen haben, ob man sie auch genommen hat sei mal dahingestellt![]()
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Kleine Anekdote noch am Rande: Hab jetzt bei meiner alten Kinderärztin angerufen wegen der Befunde. Die sind in Papierform leider alle wegen eines Hochwassers verloren gegangen ABER deshalb haben sie alle Befunde, Rezeptdurchschläge und Behandlungsmethoden im Computer aufbewahrt welche sie mir zuschicken werden
Kann ich tatsächlich doch soviel Glück haben?
Ich halt euch auf dem laufenden