Cannabiskonsum und Intelligenzquotient

Gesundheitliche Aspekte und Risiken durch den Konsum inkl. Streckmittelproblematik.
MaximilianPlenert
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von MaximilianPlenert »

»Die Lifetime Prevalence steigt«

Der langjährige Konsum von Cannabis kann die geistigen Fähigkeiten mindern. Zu diesem Ergebnis kommt eine amerikanische Langzeitstudie, die kürzlich im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences vorgestellt wurde. Vor allem bei Personen, die schon im Jugendalter mit dem Kiffen beginnen, sinkt der Untersuchung zufolge der Intelligenzquotient. Georg Wurth, der Sprecher des Deutschen Hanfverbands, hat mit der Jungle World über die Studie gesprochen.

http://jungle-world.com/artikel/2012/35/46153.html
Philebos
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von Philebos »

die etablierten Medien haben immer - und ich vermute, werden immer - nur die negativen Seiten von Cannabis beleuchten. Es gibt ja auch viele Studien, die positive Seiten von Cannabis aufzeigen, z.B. die medizinische Verwendung von Marijuana. Leider findet man dazu kaum etwas in den Mainstream-Medien.
MaximilianPlenert
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von MaximilianPlenert »

Philebos hat geschrieben:die etablierten Medien haben immer - und ich vermute, werden immer - nur die negativen Seiten von Cannabis beleuchten. Es gibt ja auch viele Studien, die positive Seiten von Cannabis aufzeigen, z.B. die medizinische Verwendung von Marijuana. Leider findet man dazu kaum etwas in den Mainstream-Medien.
und wenn sich was zu cannabis als medizin findet wird so getan als sei es etwas völlig anderes wenn man es aus der apotheke bekommt. ansonsten gilt: bad news are good news - warum über millionen kiffer schreiben die einfach so und ohne probleme konsumieren, das interessiert niemand - rutscht jemand auf einer bananenschale aus, fällt aus dem fenster und hat zufällig hasch in der tasche, das ist eine meldung wert...

So kommen Meldungen wie “Cannabis macht dumm” zustande
http://www.alternative-drogenpolitik.de ... -zustande/

Viele von euch regen sich zu recht über die reisserischer und tendenzöse Berichterstattung in den Medien beim Thema Cannabis auf. Allerdings hilft es wenig diese einfach hinzunehmen oder als Ergebnis einer Verschwörung gegen Cannabis dazustellen.

Diese Meldung ist das normale Ergebnis unseres Mediensystem. Hier tragen viele Menschen eine gewisse Verantwortung, ohne dass sie explitit einer bestimmten Agenda folgen. Der Werdegang war vermutlich folgender:

Die Universität gab ihre Pressemitteilung raus, aus dieser entstand zunächst eine englische Tickermeldung. Geschrieben wurde dieses Meldung vermutlich von einem Nichtwissenschaftler, der nur geringe Kenntnisse von Cannabis aufweist und der die wissenschaftlichen Aussagen der Studien in einen Worten und passend für eine Tickermeldung wiedergeben musste.

Danach wurde die englische Tickermeldung ins Deutsche übersetzt, ebenfalls von einem Laien, der sie weiter kürzte. Dabei vielen differenzierte Aussagen wie “It’s such a special study that I’m fairly confident that cannabis is safe for over-18 brains, but risky for under-18 brains.” weg.

Zeitungen in Deutschland bestehen leider zum großen Teil aus Tickermeldungen. Diese werden in großer Menge von dpa und Co. produziert. Da das Stichwort Cannabis Klicks verspricht wurde die Meldung von vielen Zeitungen direkt übernommen oder nur um wenige Anmerkungen oder einem Teaser ergänzt. Eine Recherche zum Thema oder das Lesen der Originalquellen ist hier leider schon journalistische Kür und nicht die Regel. In der Studie “Journalistische Qualität in der Wirtschaftskrise” im Auftrag des Deutschen Fachjournalisten-Verbandes (DFJV) wird dieses problematische Phänomen wie folgt beschrieben: »das es sehr oft nicht mehr um solide recherchierte Informationen geht, sondern darum, das man möglichst schnell eine Tickermeldung rauskriegt«

In den englischen Medien – die sich natürlich auf die englische Tickermeldung stützen und auch eher die Pressemitteilung der Universtiät lasen – wurde die Studie auch differenzierter dargestellt.

Aber wir müssen diese Berichterstattung nicht einfach hinnehmen. Der Deutsche Hanf Verband, das Hanf Journal und die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin haben zeitnah Analysen vorgelegt, die klar zeigen wie falsch die Studie dargestellt wurde. Nun ist es an euch diese Informationen zu streuen und Leserbriefe an die Medien zu schreiben. Mehr zum Thema Leserbriefe findet ihr in der Facebookgruppe Gegenöffentlichkeit schaffen! Leserbriefe für Cannabis! im DHV Forum unter “Cannabis macht dumm” Studie – Gegenangriff! und dem MAP Projekt.
Nordel
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von Nordel »

bushdoctor hat geschrieben:Bleibt bloß zu hoffen, dass die neue Regierung in S-W nicht darauf hereinfällt und die Gelegenheit nutzt, die medienwirksam inszenierten Ergebnisse dieser Studie richtigzustellen... Herr Dummquatsch von der CDU sollte sich schämen, einen SO BILLIGEN Propaganda-Scheiß zu verbreiten!
Unter folgenden Link hat jemand Herrn Dornquast mit seinen Forderungen konfrontiert:
Volker Dornquast (CDU) - Abgeordnetenwatch

Frau Alheit scheint nicht auf Abgeordnetenwatch vertreten zu sein, ich habe ihr allerdings eine E-Mail geschickt und warte gespannt auf ihre Antwort.

Nette Grüße
Nordel
"Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf. Wer sie aber kennt und sie eine Lüge nennt, ist ein Verbrecher." (Galileo Galilei)
fireship
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von fireship »

Hahaha Dornquast hat geantwortet. Und wieder haben wir hier einen Politiker der sich als Drogenexperte outet.
Cannabis ist Einstiegsdroge hehe. Ich lach mich wirklich langsam kaputt. Die Antwort von Herrn Dummquatsch
auf eine Frage von Herrn Czarnetzki ist nicht nur unterirdisch schlecht sondern sie zeigt wie weit sich die Politik
mittlerweile von der Realität entfernt hat. Unglaublich wirklich unglaublich da kommt nicht mal Dyckmans mit.
So langsam werde ich das Gefühl nicht los das wir politisch nichts erreichen werden. Also was tun ich denke
man muss die Politik zwingen und das ganze mal juristisch angehen, denn die Politik bewegt sich meiner Meinung
nach nicht mehr im Rahmen und ist Verfassungswidrig.
Aber dieser Dummquatsch wirklich unglaublich und die Drogenberatungsstellen laufen Sturm gegen die Pläne der
neuen Landesregierung mit viel Fachwissen und guten Begründungen, selten so gelacht. Nun ist es an der Zeit meinen
IQ zu senken mit ner Tüte vieleicht verstehe ich ja dann was dieser Dummquatsch so von sich gibt.
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bushdoctor
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von bushdoctor »

Also nehmen wir mal die Anwort von Herrn Dummquast auseinander:
1. Junge Menschen können durch den Genuss von Cannabis gesundheitliche Schäden erleiden. U.a. kann die Entwicklung des Gehirns negativ betroffen werden. Diese Erkenntnis ist nicht neu, wird aber durch das genannte Gutachten erneut eindrucksvoll bestätigt. Populistisch ausgedrückt gilt: "Kiffen macht dumm!"
Falsch! Richtig müsste es lauten: "Kiffen kann dumm machen!", schließlich fasst Herr Dornquatsch die Studienergebnisse richtig in der Einleitung zusammen ("Junge Menschen können durch den Genuss von Cannabis gesundheitliche Schäden erleiden")
KÖNNEN bezeichnet eine Möglichkeit nicht eine Zwangsläufigkeit! ;-)
Dieses muss uns alle veranlassen, jegliche Kraftanstrengung zu unternehmen, um Jugendliche vom Rauschgift fern zu halten. Gute Prävention, wie sie seit vielen Jahren in zahlreichen Kommunen durchgeführt wird, ist ein richtiger Weg, der allein aber nicht ausreicht.
Richtig! Prävention reicht alleine nicht! Es muss auch sichergestellt werden, dass die angebotenen Drogen auch möglichst sicher sind, d.h. nicht durch gefährliche/giftige Streckmittel verunreinigt wurden.
Jugendschutz ist in einem unregulierten Markt nicht möglich! Da kann sich Herr Dornquast noch so "kraftanstrengen".
Selbst der Verkauf von Alkohol und Zigaretten an Jugendliche ist strafbar( wird aber leider nicht ausreichend verfolgt). Also muss beim Verkauf von Rauschgift auch das Strafrecht greifen.
Falsch! Der Verkauf von Alkohol und Zigaretten an Jugendliche stellt lediglich eine Ordnungswidrigkeit dar...
(siehe §28 JuSchG )
Herr Dornquast macht sich hier einfach nur lächerlich und zeigt, dass er GAR KEINE Ahnung hat!
2. Cannabis ist bei Jugendlichen und bei Erwachsenen eine Einstiegsdroge, natürlich nicht bei jedem und nicht automatisch zwingend, aber in sehr vielen Fällen, auch dieses ist nachgewiesen. Und Sie können sicher sein, dass ich - mit einem Fall aus dem eigenen Bekanntenkreis - weiß, wovon ich spreche.
Falsch! Die "Einstiegsdrogen-Theorie" ist 1994 höchstrichterlich vom BVG in seinem berühmten "Cannabis-Urteil" abgeleht worden!
Stern-Artikel mit Interview Frau Krumdiek (2007)
3. Gegen die Pläne der neuen Regierung in Kiel laufen nicht nur die Fachleute der Drogenberatungsstellen Sturm und das mit viel Fachwissen und guten Begründungen. Selbst aus der SPD kommen gewichtige Proteste gegen die vermeintlich "moderne Drogenpolitik". All dieses sollte die Koalition nachdenklich stimmen.
Dazu kann ich nix sagen! Sollten die Drogenberatungsstellen dagegen "Sturm laufen", dann würden wir das hier sicherlich mitkriegen.
Dass aber die Politiker, die dagegen "Stunk machen", vermutlich auf dem selben Informations-Level sind wie Herr Dummquatsch dürfte aber klar sein...
Leseratte
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von Leseratte »

Natürlich ist das ein Armutszeugnis, aber was habt ihr erwartet? In meinen Augen ist der Mann eine arme Wurst, die sich für die falsche Partei entschieden hat und erkannt hat was ihn nach vorne bringt. Wie glaubwürdig wäre:

"Ja, sie haben recht. Durch diesen Sachverhalt hatte ich endlich Einblick in die abstruse Meinung meiner Partei, der Lobbyhure CDU. Natürlich ist Cannabis weitgehend unschädlich für Erwachsene, und muss daher legalisiert werden. Ich bin jetzt im Begriff zu den Grünen/Linken/Piraten zu wechseln." :shock:

Die Argumente die er bringt, sind Wiedergekauene, die er von der Parteispitze kennt. Diese Ansicht breitzutreten bringt ihn in seiner Partei weiter. Er kann sich als Lokalpolitiker sicher sein, dass er mit seiner Meinung nicht im Abseits steht und gleichzeitig in der überregionalen Presse erscheint.

Ich bin auch der Meinung, dass man unter CDU Führung auf dem politischen Weg garnichts erreichen kann. Man kann nur die Diskussion aufrecht erhalten. Das macht der DHV, und alle die sich erbarmen Leserkommentare zu spammen und an Demonstrationen teilzunehmen gut. Bei der CDU wirken ausschliesslich Klagen. Das BVerfG ist die einzige Instanz, die das Volk vor den Wünschen der Konzerne retten kann in einer CDU Legislaturperiode.

Lasst uns hoffen, dass keine weitere auf die aktuelle folgen wird. :?
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Gerd50
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von Gerd50 »

Selbst wenn der Verkauf von Alkohol und Zigaretten an Jugendliche strafbar wäre, müsste
dieser verkalkte Politiker erkennen, das Verbote und Strafverfolgung nichts bewirken.

Ist Politik möglicherweise eine Droge, die Politiker, je höher sie die Karriereleiter erklimmen,
verblöden lässt, da sie den Bezug zur Lebenspraxis der Bürger verlieren, sich an ihre politischen
Kreise und deren Lebenstheorien klammern?

Wer nichts wird Wirt war einst ein gängiger Spruch. Müsste heute wohl heißen, wer nichts wird,
versucht Politiker zu werden :lol:
Ich glaube an alles. Außer an Menschen.
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bushdoctor
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von bushdoctor »

Gerd50 hat geschrieben:Selbst wenn der Verkauf von Alkohol und Zigaretten an Jugendliche strafbar wäre, müsste
dieser verkalkte Politiker erkennen, das Verbote und Strafverfolgung nichts bewirken.
Da hat sich wohl jemand erdreistet und bei Herrn Dornquast nachgefragt, wie er zu seiner Behauptung "Strafrecht bei Abgabe von Alkohol und Tabak an Jugendliche" steht:
http://www.abgeordnetenwatch.de/volker_ ... ml#q356132

;)

Bin sehr gespannt auf die Antwort.

Die Einleitung der Frage finde ich übrigens sehr gelungen! :mrgreen:
Nordel
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von Nordel »

Es ist schon ein Armutszeugnis, wenn ein drogenpolitischer Sprecher nicht einmal die Jugendschutzgesetze kennt! Die Abgabe, der Verkauf und die Weitergabe von Tabakwaren an Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren) ist verboten. Auch der Konsum von Tabakwaren ist Kindern und Jugendlichen nicht gestattet.

Bei den Regeln zum Alkohol kann von Jugendschutz aber schon gar nicht mehr die Rede sein! Der Verkauf von Bier, Wein, Sekt und weiteren Mischgetränken ist nämlich bereits an 16 Jährige erlaubt. Es wird aber noch schlimmer, denn der Konsum dieser Produkte ist bereits 14-Jährigen gestattet, sofern die Eltern dabei sind.

Kinder dürfen sich in Deutschland also ganz legal die Kante geben, obwohl sie durch den Konsum ihr Hirn und weitere Organe schädigen. Erwachsene Cannabis-Konsumenten, bei denen der Konsum keine negativen Auswirkungen auf das Hirn hat, müssen in Deutschland aber strafrechtlich verfolgt werden? Um die Logik dahinter zu begreifen, muss man wohl CDU Politiker sein/werden, aber wer will das schon? :lol:

Die Schrittmacherfunktion ist bereits seit 18 Jahren ausgestorben und wurde danach von zahlreichen weiteren Studien widerlegt. Bundesverfassungsgericht 1994, Kleiberstudie 1998, Marijuana and Medicine (IOM) 1999, usw. Dass Politiker dieses Argument überhaupt noch benutzen, ist ausschließlich ein Indiz für deren Inkompetenz.
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Ajnabi
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von Ajnabi »

Nachdem ich nun Thrive gesehen habe, muss ich diese armen Politiker in Schutz nehmen. Das wird da ganz oben bestimmt. Die gehen auch nur ihr Brot verdienen, manche so, manche so. Wir brauchen hier eine andere Lösung. Wer müssen diese Menschen stoppen die am längeren Hebel sitzen und das Geschehen in dieser Welt kontrollieren.

Wenn es jahrtausende niemanden gestört hat was Menschen mit Hanf machen und es plötzlich verteufelt wird als wäres es gefährlicher als Aids, Krebs, Schweinegrippe etc. und unschuldige zur Abschreckung in Gefägnissen sitzen, dann muss man davon ausgehen das es die Schuld der Big Player ist die eine totale Weltherrschaft anstreben. Diese müssen gestoppt werden. Für mich ist das keine bloße Verschwörungstheorie. Für mich ist das die Wahrheit, wenn ich an paar Ungereimtheiten denke wie "Die Federal Reserve" darf Geld drucken, aber wenn ich es drucke, mache ich mich Strafbar. Wie geht das?

In der Ruhe liegt die Kraft, fällt mir da ein. Mit Gewalt, meckern, stänkern, da erreichen wir nichts. Auch wenn es mir sogar manchmal schwer fällt. Diesen Spruch gibt es nicht umsonst und da steckt viel Weisheit dahinter. Ich glaube, wenn wir unser erstes Hemp-Festival hinter uns haben, sieht die Sache einbisschen positiver aus :)

So long

Omar
Philebos
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von Philebos »

das ist ein Nachteil der Demokratie: Man muss Wählerstimmen bekommen; diese Wähler sind aber im Durchschnitt nicht sonderlich kompetent in der Beurteilung relevanter Themen; diese Wähler haben oft irgendwelche abstrusen Vorstellungen über Gut und Böse; der Politiker muss diese Vorstellungen bestätigen damit er gewählt wird.

Ich würde gar nicht mehr mit der CDU/CSU diskutieren, so was bringt nichts. Hier geht es nicht um rationale Argumentation, hier geht es um Ideologie. Diskutiert mal mit einem Religiösen über Religion - das ist hoffnungslos. Man wird ihn NIE davon überzeugen, dass er sich möglicherweise irren könnte. Das ist der Witz an Religion und Ideologie.

Man muss sich auf die Politiker konzentrieren, die der Sache gegenüber offen sind und deren Weltbild eine Legalisierung nicht schon von vornherein ausschließt.
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nonick
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von nonick »

Philebos hat geschrieben:Ich würde gar nicht mehr mit der CDU/CSU diskutieren, so was bringt nichts...
Nichts würde ich nicht sagen. Es ist schon OK wenn sich diese Stellvertreter dann in den Medien blamieren sobald sie in eine Diskussion verwickelt werden. Und vielleicht ist ja gelegentlich unter den vielen ideologisch/religiös/whatever Fanatikern einer, den man doch bekehren kann (auch wenn hier das Verhältnis vielleicht wirklich zum Arbeitsaufwand steht ;-) )
Wir werden Sie auf dieser Website über die Ergebnisse transparent und offen informieren.
chiliheadz
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von chiliheadz »

frihet hat geschrieben:Hallo Chiliheadz,
du meinst es zwar gut, aber nicht die Studie oder die beteiligten Wissenschaftler sind es, die hier kritisiert werden müssen. Die Studie besagt nämlich nur, dass regelmäßiger Cannabiskonsum für in der Entwicklung befindliche Gehirne nachteilige Auswirkungen haben kann. Darüber muss man nicht diskutieren, es ist allgemein anerkannt, dass Jugendliche besser keine Rausch- und Genussmittel im Übermaß konsumieren sollten, wenn sie ihre Gehirnreifung nicht beeinträchtigen wollen. Außerdem wird in der Studie ebenfalls klar gesagt, dass diese negativen Auswirkungen für ausgewachsene Gehirne nicht nachgewiesen werden konnten.
Das Problem hier ist vielmehr, dass die Medien diese Meldung reißerisch aufmachen und nicht sachlich über die Ergebnisse informieren. Es wäre also unserer Sache dienlicher, wenn du den Umgang der Medien mit dieser Studie bzw. Agenturmeldung kritisieren würdest, anstatt den Wissenschaftlern ihre Qualifikationen abzusprechen.
Deine Argumentation hat Hand und Fuß, zugegeben. Ich habe jedoch etwas gelesen, das dem auch widersprechen kann. Eine amerikanische Mutter wurde von einer Nachbarin angezeigt, weil sie ihrem (damals 8-jährigen) Sohn aus Marihuana selbst gepresste Tabletten gab. Das Kind war bis zu diesem Zeitraum übermäßig aggressiv, weder durch die Lehrer, noch durch ärztliche Medikationen zu bändigen. Auch die Helfer des Jugendamtes waren machtlos. Nach der Eigenmedikation mit Marihuana erlebte die Familie erstmals Entspannung. Nach 8 Jahren nahm das Kind erstmals seine Mutter in den Arm und sagte dass er sie liebe. Das Gericht entschied nach den Aussagen von Lehrern, Jugendamt und Ärzten ERSTMALS IN DEN USA: die Mutter wurde VERPFLICHTET für ihr Kind "Marihuana" anzubauen, "Tabletten" daraus herzustellen und den Sohn damit zu versorgen. Sie blieb STRAFFREI!!!
Das an ADHS leidende Kind konnte so erfolgreich seinen Notendurchschnitt von ungenügend auf befriedigend bis gut steigern.......
Alles im Übermaß ist schädlich. In geringem Maß bzw. als Medikament genutzt kann Cannabis jedoch selbst für Jugendliche förderlich sein! THC ist schließlich der pflanzliche "Bruder" der Andanamide, des "körpereigenen THC".

Ich werde versuchen den Artikel wieder zu finden, ich glaube aber, dass du ihn bestimmt auch im "Hanfblatt" als alten Beitrag nachlesen kannst.
........
Ajnabi
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von Ajnabi »

Philebos hat geschrieben:das ist ein Nachteil der Demokratie: Man muss Wählerstimmen bekommen; diese Wähler sind aber im Durchschnitt nicht sonderlich kompetent in der Beurteilung relevanter Themen; diese Wähler haben oft irgendwelche abstrusen Vorstellungen über Gut und Böse; der Politiker muss diese Vorstellungen bestätigen damit er gewählt wird.

Ich würde gar nicht mehr mit der CDU/CSU diskutieren, so was bringt nichts. Hier geht es nicht um rationale Argumentation, hier geht es um Ideologie. Diskutiert mal mit einem Religiösen über Religion - das ist hoffnungslos. Man wird ihn NIE davon überzeugen, dass er sich möglicherweise irren könnte. Das ist der Witz an Religion und Ideologie.

Man muss sich auf die Politiker konzentrieren, die der Sache gegenüber offen sind und deren Weltbild eine Legalisierung nicht schon von vornherein ausschließt.

Dann hast du noch nicht mit mir über Religionen diskutiert. Hier scherst du (vllt. unbewusst) alle mit dem Kamm in die Ecke der Extreme. Es gibt Gut und Böse. Frag mich einfach. Fehler machen gehört zu Menschsein. Leider leben wir in einer Zeit wo alles Perfekt sein muss. Das ist das Problem.

Solange man keine Probleme hat, bzw. nicht indirekt betroffen ist dann interessiert es niemanden wo was falsch läuft und nicht. Hierzu fällt mir Mayer Amschel Rothschild ein der sagte:

"Gibt mir die Währung einer Nation - Und es intressiert mich nicht wer deren Gesetzte macht"

Demokratie ist kein Nachteil meines erachtens. Es geht darum Wissen zu erlangen und die meisten Menschen wollen kein Wissen, dieses Gefühl habe ich, wenn ich meine Umgebung bertachte. Natürlich sind diese Menschen an Wissen interessiert, aber nur an Wissen das ihnen etwas bringt. Dies ist auch die Schuld der Medien und den falschen Vorbildern die uns eine tolle Welt suggerieren, wenn man z.B Popstar geworden ist. Die meisten wissen gar nicht was das für ein Druck heutzutage in der Musikwelt herrscht, oder in der Modewelt. Bohlen und Co. bereichern sich, während Menschen weiter verdummen.

Snoop Dogg muss nicht um seinen Führerschein fürchten, wenn er mit Weed erwischt, ich aber schon. Snoop Dogg zahlt paar tausend die er dank vieler Menschen hat, und genau diese Menschen müssen um ihre Existenz fürchten, wenn diese Weed/Hash konsumieren. Passt das zusammen?

Seien wir doch mal ehrlich, wie kann es sein das eine EM läuft, während Menschen in Lybien/Syrien sterben?

Das Leben ist ein Studium sagt man im Islam. Unser Prophet (auf unnötige Diskussionen lasse ich mich nicht ein, wer um Wissen zu erweitern kann das gerne tun, aber wenn jemand jetzt mit Anti-Islam parolen kommt, den ignoriere ich)
hat gesagt, dass es die Pflicht eines Muslimen ist (Muslime sind Menschen die an die Einheit Gottes glauben und Gute Werke vollbringen. Ein Muslim der Menschen tötet, ist kein Muslim) Wissen anzueignen, auch wenn er dafür nach China schwimmen muss.

Die Weisheit hinter dieser Aussage ist es, dass das unmögliche vollbracht werden soll um Wissen zu erlangen. Man soll dafür 'kämpfen'. Wir lassen aber lieber andere für uns 'kämpfen'

so long...
frihet
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von frihet »

chiliheadz hat geschrieben:
frihet hat geschrieben:Hallo Chiliheadz,
du meinst es zwar gut, aber nicht die Studie oder die beteiligten Wissenschaftler sind es, die hier kritisiert werden müssen. Die Studie besagt nämlich nur, dass regelmäßiger Cannabiskonsum für in der Entwicklung befindliche Gehirne nachteilige Auswirkungen haben kann. Darüber muss man nicht diskutieren, es ist allgemein anerkannt, dass Jugendliche besser keine Rausch- und Genussmittel im Übermaß konsumieren sollten, wenn sie ihre Gehirnreifung nicht beeinträchtigen wollen. Außerdem wird in der Studie ebenfalls klar gesagt, dass diese negativen Auswirkungen für ausgewachsene Gehirne nicht nachgewiesen werden konnten.
Das Problem hier ist vielmehr, dass die Medien diese Meldung reißerisch aufmachen und nicht sachlich über die Ergebnisse informieren. Es wäre also unserer Sache dienlicher, wenn du den Umgang der Medien mit dieser Studie bzw. Agenturmeldung kritisieren würdest, anstatt den Wissenschaftlern ihre Qualifikationen abzusprechen.
Deine Argumentation hat Hand und Fuß, zugegeben. Ich habe jedoch etwas gelesen, das dem auch widersprechen kann. Eine amerikanische Mutter wurde von einer Nachbarin angezeigt, weil sie ihrem (damals 8-jährigen) Sohn aus Marihuana selbst gepresste Tabletten gab. Das Kind war bis zu diesem Zeitraum übermäßig aggressiv, weder durch die Lehrer, noch durch ärztliche Medikationen zu bändigen. Auch die Helfer des Jugendamtes waren machtlos. Nach der Eigenmedikation mit Marihuana erlebte die Familie erstmals Entspannung. Nach 8 Jahren nahm das Kind erstmals seine Mutter in den Arm und sagte dass er sie liebe. Das Gericht entschied nach den Aussagen von Lehrern, Jugendamt und Ärzten ERSTMALS IN DEN USA: die Mutter wurde VERPFLICHTET für ihr Kind "Marihuana" anzubauen, "Tabletten" daraus herzustellen und den Sohn damit zu versorgen. Sie blieb STRAFFREI!!!
Das an ADHS leidende Kind konnte so erfolgreich seinen Notendurchschnitt von ungenügend auf befriedigend bis gut steigern.......
Alles im Übermaß ist schädlich. In geringem Maß bzw. als Medikament genutzt kann Cannabis jedoch selbst für Jugendliche förderlich sein! THC ist schließlich der pflanzliche "Bruder" der Andanamide, des "körpereigenen THC".

Ich werde versuchen den Artikel wieder zu finden, ich glaube aber, dass du ihn bestimmt auch im "Hanfblatt" als alten Beitrag nachlesen kannst.
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Ich bezweifle nicht, dass diese Geschichte sich so oder ähnlich zugetragen haben kann; allerdings sollte man mit solchen Anekdoten immer extrem vorsichtig umgehen, gerade wenn man sie als Argument einsetzen möchte... Das ist ja einer der klassischen Schwachpunkte in der Argumentation vieler Prohibitionisten: Die kennen jemanden, der mal gelesen hat, etc. pp. und versuchen dann aus einem Einzelfall irgendeine relevante Schlussfolgerung zu ziehen. Dass das zumindest extrem fragwürdig ist, sollte ja auf der Hand liegen. Ich denke daher also, dass man auch mit "positiven" Anekdoten sehr zurückhaltend sein sollte, denn im Zweifel schadet man seiner Glaubwürdigkeit eher als dass man jemanden zum Nachdenken bringt. Lassen wir die Anekdoten den Prohibitionisten und nutzen lieber das mittlerweile ja massenhaft vorhandene Beweismaterial für unsere Sache. :)
Philebos
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von Philebos »

chiliheadz hat geschrieben: Deine Argumentation hat Hand und Fuß, zugegeben. Ich habe jedoch etwas gelesen, das dem auch widersprechen kann. Eine amerikanische Mutter wurde von einer Nachbarin angezeigt, weil sie ihrem (damals 8-jährigen) Sohn aus Marihuana selbst gepresste Tabletten gab. Das Kind war bis zu diesem Zeitraum übermäßig aggressiv, weder durch die Lehrer, noch durch ärztliche Medikationen zu bändigen. Auch die Helfer des Jugendamtes waren machtlos. Nach der Eigenmedikation mit Marihuana erlebte die Familie erstmals Entspannung. Nach 8 Jahren nahm das Kind erstmals seine Mutter in den Arm und sagte dass er sie liebe. Das Gericht entschied nach den Aussagen von Lehrern, Jugendamt und Ärzten ERSTMALS IN DEN USA: die Mutter wurde VERPFLICHTET für ihr Kind "Marihuana" anzubauen, "Tabletten" daraus herzustellen und den Sohn damit zu versorgen. Sie blieb STRAFFREI!!!
Das an ADHS leidende Kind konnte so erfolgreich seinen Notendurchschnitt von ungenügend auf befriedigend bis gut steigern.......
Alles im Übermaß ist schädlich. In geringem Maß bzw. als Medikament genutzt kann Cannabis jedoch selbst für Jugendliche förderlich sein! THC ist schließlich der pflanzliche "Bruder" der Andanamide, des "körpereigenen THC".

Ich werde versuchen den Artikel wieder zu finden, ich glaube aber, dass du ihn bestimmt auch im "Hanfblatt" als alten Beitrag nachlesen kannst.
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http://www.youtube.com/watch?v=BP-RHZqTEVs

aber Ritalin ist ja keine Droge, sondern ein Medikament... :roll:
Nordel
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von Nordel »

Philebos hat geschrieben:Ich würde gar nicht mehr mit der CDU/CSU diskutieren, so was bringt nichts...
Ich bin schon der Meinung, dass es etwas bringt. Solche öffentlichen Diskussionen haben positive Effekte, die auf den ersten Blick nicht immer wahrgenommen werden.
  1. Die Verbreitung falscher Informationen kann dadurch unterbunden werden.
  2. Gleichzeitig kann man die Interessenten mit den richtigen Informationen versorgen.
  3. Das Fachwissen des Gesprächspartners kann kontrolliert bzw. in Frage gestellt werden.
  4. Die Qualifikation für seine Position wird damit auch in/direkt angezweifelt.
  5. Man hat die Möglichkeit Menschen in Schutz zu nehmen, welche die gleichen Interessen vertreten.
  6. Andere Menschen werden auf Missstände aufmerksam gemacht.
In solchen Fällen geht es also weniger darum, den Gesprächspartner zu bekehren. Es geht eher darum, seine Ansichten bzw. Vorgehensweisen öffentlich zu kritisieren, ihm sozusagen seine Glaubwürdigkeit abzusprechen. Die Erfolgsaussichten Herrn Dornquast zu bekehren dürften bei 0,001% liegen. Die Erfolgsaussichten, dass er sich selber lächerlich macht, dürften aber bei über 99% liegen. Seine weiteren Antworten bestätigen diese Annahme. :D

Seine Antworten zeigen ganz deutlich, dass er resigniert hat. Er kann sich jetzt nur noch mehr reinreiten, wenn er denn auf die Fragen eingehen würde. Ich bin gespannt, ob da noch eine 3. Runde eingeleitet wird, denn im Endeffekt hat er fast alle Fragen nicht beantwortet. Da sind noch mindestens 9 Fragen die eine Antwort verdient hätten!

Seine Fachleute wollte er immer noch nicht beim Namen nennen, er hält die Prohibition für Alkohol allerdings für nicht durchsetzbar. Was eine Alkohol-Prohibition von einer Cannabis-Prohibition unterscheidet, wollte/konnte er aber nicht erklären.
"Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf. Wer sie aber kennt und sie eine Lüge nennt, ist ein Verbrecher." (Galileo Galilei)
chiliheadz
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von chiliheadz »

frihet hat geschrieben:
chiliheadz hat geschrieben:
frihet hat geschrieben:Hallo Chiliheadz,
du meinst es zwar gut, aber nicht die Studie oder die beteiligten Wissenschaftler sind es, die hier kritisiert werden müssen. Die Studie besagt nämlich nur, dass regelmäßiger Cannabiskonsum für in der Entwicklung befindliche Gehirne nachteilige Auswirkungen haben kann. Darüber muss man nicht diskutieren, es ist allgemein anerkannt, dass Jugendliche besser keine Rausch- und Genussmittel im Übermaß konsumieren sollten, wenn sie ihre Gehirnreifung nicht beeinträchtigen wollen. Außerdem wird in der Studie ebenfalls klar gesagt, dass diese negativen Auswirkungen für ausgewachsene Gehirne nicht nachgewiesen werden konnten.
Das Problem hier ist vielmehr, dass die Medien diese Meldung reißerisch aufmachen und nicht sachlich über die Ergebnisse informieren. Es wäre also unserer Sache dienlicher, wenn du den Umgang der Medien mit dieser Studie bzw. Agenturmeldung kritisieren würdest, anstatt den Wissenschaftlern ihre Qualifikationen abzusprechen.
Deine Argumentation hat Hand und Fuß, zugegeben. Ich habe jedoch etwas gelesen, das dem auch widersprechen kann. Eine amerikanische Mutter wurde von einer Nachbarin angezeigt, weil sie ihrem (damals 8-jährigen) Sohn aus Marihuana selbst gepresste Tabletten gab. Das Kind war bis zu diesem Zeitraum übermäßig aggressiv, weder durch die Lehrer, noch durch ärztliche Medikationen zu bändigen. Auch die Helfer des Jugendamtes waren machtlos. Nach der Eigenmedikation mit Marihuana erlebte die Familie erstmals Entspannung. Nach 8 Jahren nahm das Kind erstmals seine Mutter in den Arm und sagte dass er sie liebe. Das Gericht entschied nach den Aussagen von Lehrern, Jugendamt und Ärzten ERSTMALS IN DEN USA: die Mutter wurde VERPFLICHTET für ihr Kind "Marihuana" anzubauen, "Tabletten" daraus herzustellen und den Sohn damit zu versorgen. Sie blieb STRAFFREI!!!
Das an ADHS leidende Kind konnte so erfolgreich seinen Notendurchschnitt von ungenügend auf befriedigend bis gut steigern.......
Alles im Übermaß ist schädlich. In geringem Maß bzw. als Medikament genutzt kann Cannabis jedoch selbst für Jugendliche förderlich sein! THC ist schließlich der pflanzliche "Bruder" der Andanamide, des "körpereigenen THC".

Ich werde versuchen den Artikel wieder zu finden, ich glaube aber, dass du ihn bestimmt auch im "Hanfblatt" als alten Beitrag nachlesen kannst.
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Ich bezweifle nicht, dass diese Geschichte sich so oder ähnlich zugetragen haben kann; allerdings sollte man mit solchen Anekdoten immer extrem vorsichtig umgehen, gerade wenn man sie als Argument einsetzen möchte... Das ist ja einer der klassischen Schwachpunkte in der Argumentation vieler Prohibitionisten: Die kennen jemanden, der mal gelesen hat, etc. pp. und versuchen dann aus einem Einzelfall irgendeine relevante Schlussfolgerung zu ziehen. Dass das zumindest extrem fragwürdig ist, sollte ja auf der Hand liegen. Ich denke daher also, dass man auch mit "positiven" Anekdoten sehr zurückhaltend sein sollte, denn im Zweifel schadet man seiner Glaubwürdigkeit eher als dass man jemanden zum Nachdenken bringt. Lassen wir die Anekdoten den Prohibitionisten und nutzen lieber das mittlerweile ja massenhaft vorhandene Beweismaterial für unsere Sache. :)
Hier etwas, das mein Argument untermauert: Cannabis » Aktuell » 8 Jähriger bekommt Cannabis als Medizin gegen Hyperaktivität. Ein Auszug aus diesem Blog:
Doom dissecting spiralarchitect Gerade kam auf RTL2 ein kurzer Bericht über eine amerikanische Mutter, die ihrem stark hyperaktiven Sohn Cannabis in Form von Kapseln gibt. Da dies die bisher einzige wirkende Hilfe ist (und sie hat scheinbar schon viele andere medizinische Methoden probiert), hat sie das sogar gerichtlich legitimiert bekommen. Groß hervorgehoben wurde, daß durch diese Medikationen der Junge zum ersten Mal "ich liebe dich" zu der Mutter habe sagen können. Was meint ihr dazu? # 1
» [post:605766]
» [user:471]
? 05.07.2004 00:35:37

Kantakukuruz Wer von uns würde nicht "ich liebe dich" zu seiner Mutter sagen, wenn sie ihn mit Cannabis versorgt..? Na, im Ernst. Wenn sowas unter ärztlicher Kontrolle passiert, spricht sicher nichts dagegen. # 2
» [post:605770]
» [user:173]
? 05.07.2004 00:39:09

Pils Ist doch schön für die Familie, und ich denke auch nicht das der kleine Sohnemann da Probleme mit bekommen wird, da er den Wirkstoff ja in Kapselform bekommt (was schon mal ne andere Wirkung auf den Körper hat) und das ganze ja als Medizin ansieht die ihm helft mit sich selbst klar zu kommen und nich als Drogen-Gebrauch. # 3
» [post:605773]
» [user:1100]
? 05.07.2004 00:41:04

Der Doc will Jedi werden Ist meines Achtens auch die beste Medizin für sowas... # 4
» [post:605991]
» [user:10498]
? 05.07.2004 19:24:09

Attila Auf jeden Fall besser als das früher bei Hyperaktivität verschriebene Ritalin. Hat RTL 2 auch gesagt, dass der Junge bald an der Nadel hängen wird, da er die schlimmste Einstiegsdroge überhaupt bekommen hat? # 5
» [post:606000]
» [user:1065]
? 05.07.2004 19:36:39

Der Doc will Jedi werden Auf jeden Fall besser als das früher bei Hyperaktivität verschriebene Ritalin.
Riralin wird immer noch bei Hyperaktivität verschrieben.... # 6
» [post:606006]
» [user:10498]
? 05.07.2004 19:42:18

Kantakukuruz ...was auch kein Problem ist, wenn es mit Bedacht angewendet wird. Ich denke, es ist Quatsch, zu sagen Cannabis hui und Ritalin pfui. Die intensive Beschäftigung mit dem Kind ersetzt weder das eine noch das andere. # 7
» [post:606010]
» [user:173]
? 05.07.2004 19:45:43

Mac Fly Wobei die Kapseln kein Cannabis enthalten, sondern sythetisch hergestelltes THC... Ich wusste sogar mal den Namen und den Preis, weiss nur noch, das die Kapseln hundeteuer sind :( # 8
» [post:606023]
» [user:831]
? 05.07.2004 20:08:27

Doom dissecting spiralarchitect word@Kanta # 9
» [post:606024]
» [user:471]
? 05.07.2004 20:10:01

Der Doc will Jedi werden Ich selber kenne mich aber besser mit der Wirkung/Nebenwirkung von Cannabis aus, als mit der Wirkung/Nebenwirkung von Ritalin. Ausserdem hat "Mama Nature" bei mir einfach einen höheren Stellenwert als Pharmakonzerne. Hinzu kommt, daß Cannabis -oder nennen wir es in diesem Zusammenhang besser mal Hanf- früher in größeren Mengen hierzulande angebaut wurde. Ich meine natürlich vor der Prohibition. Damals wurden auch allerlei nützliche Dinge aus Hanf hergestellt, wie Seile, Kleidung etc. Ich denke die Anwendungsgebiete sind bekannt. Und natürlich haben die "Hanfbauern" die Blüten der Pflanzen, die sie noch übrig hatten, da sie keine andere Verwendung fanden, mal geraucht, sind auf die beruhigende Wirkung aufmerksam geworden und haben diese fortan ausgenutzt. Auch denke ich, daß im Bereich des schamanistischem Glaubens der vor und teils noch während des Mittelalters hierzulande herrschte, Cannabis eine Rolle Spielte. Fazit: Cannabis als "Medikament" hat meinesachtens in unserem Land schon eine Jahrhundertelange Tradition, die erst durch die Prohibition (Ich find dett Wort in diesem Zusammenhang einfach zu genial...) der BRD gebrochen wurde und heutzutage einfach brachliegt. In diesem Zusammenhang: Wie lange gibt es Ritalin schon...? Wie gut kennt man sich mit den Nebenwirkungen aus...? Und noch ein anderer Denkansatz: Sowohl Ritalin als auch Hanf wären in diesem Zusammenhang Medikamente, welche die Symptome einer Krankheit unterdrücken, jedoch nicht die Ursache beseitigen. Leider gibt es bisher bei Hyperaktivität keine bekannte Methode, "das Übel an der Wurzel zu packen" Abschließen nochmal ein dickes WÖRD an Kantakukuruz hierfür: Die intensive Beschäftigung mit dem Kind ersetzt weder das eine noch das andere.
Passs bloß auf, Du wirst mir immer symphatischer... Edit: @ Mac Fly Meinst Du Dronabinol...? # 10
» [post:606027]
» [user:10498]
? 05.07.2004 20:12:19

Wer also Lust darauf hat meine Aussage zu überprüfen, der sehe dort einmal nach! Es war ein "Auszug" aus dem Juli 2004, es wurde über einen Bericht von RTL II gesprochen....
chiliheadz
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von chiliheadz »

Als weiteren Anstoß empfehle ich die neuere Studie aus Heidelberg. Hier ein kurzer Einblick mit Link:
Cannabinoids 2008;3(1):1-4 [deutschsprachige Fassung]
© International Association for Cannabis as Medicine 1
Fallbericht
Cannabis verbessert Symptome der ADHS
Peter Strohbeck-Kühner, Gisela Skopp, Rainer Mattern
Institut für Rechtsmedizin und Verkehrsmedizin, Kliniken der Universität Heidelberg, Voss Str. 2, 69115 Heidelberg, Deutschland
Nachlesen: http://www.cannabis-med.org/data/pdf/de_2008_01_1.pdf

So viel zu Behauptungen ohne Quellenangabe ( was natürlich in der Regel wichtig und richtig ist!). Ich denke dass hier auch einfach die eigene Meinung und Erfahrung zählen sollte! Quellenangaben und Links werden in der Regel aus Zeitgründen weniger Beachtung finden, da man in der Regel nach dem Studium der vielen Links wieder automatisch "ausgeloggt" wurde und sich neu anmelden muss ;) . Natürlich sind Links sehr wichtig, sollten aber einer selbst gezogenen Quintessenz hinten an gestellt werden, damit der Sinn der Aussage überprüft werden kann. Wir sind hier keine reine "Sammlung von Links", sondern ein Forum, in dem sich auch relativ "unwissende" und "hilfesuchende" Mitmenschen einbringen können und sollen, auch wenn sie das teilweise "Fachchinesisch" nicht verstehen. Klare und deutliche Meinungsäußerungen sind meiner Meinung nach deshalb wichtiger als kurze "Link-Postings", die für uneingeweihte mehr Probleme als Hilfen aufwerfen können. Nicht jeder hat die Zeit lange Recherchen in Filmen und Schriftbeiträgen zu überprüfen. Kurze Essenzberichte bringen da oft mehr! Wer dann genauere Infos benötigt, kann ja den Verfasser per PN über weitere Informationen befragen. Ich jedenfalls werde jeden nach besten Kräften unterstützen und mit umfangreichen Informationen dienlich sein. ... :mrgreen:
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bushdoctor
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von bushdoctor »

Nordel hat geschrieben: Seine Antworten zeigen ganz deutlich, dass er resigniert hat. Er kann sich jetzt nur noch mehr reinreiten, wenn er denn auf die Fragen eingehen würde. Ich bin gespannt, ob da noch eine 3. Runde eingeleitet wird, denn im Endeffekt hat er fast alle Fragen nicht beantwortet. Da sind noch mindestens 9 Fragen die eine Antwort verdient hätten!
Da läßt jemand wohl nicht locker und frägt nochmal bei Herrn Dornquast nach:
http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-3 ... ml#q356310

:mrgreen:
TheBeginning
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von TheBeginning »

Und seine Antwort spricht Bände...
Die Publikation der Studie in den deutschen Medien hat leider sehr viel Aufklärungsarbeit zerstört.
Wäre Sie richtig wiedergegeben worden, hätte Sie uns sogar helfen können.
Aber nein, die Schlagzeile wird jetzt auch schon von Politikern aufgegriffen und als neues Prohibitionsinstrument genutzt.
Man siehe nur allein schon das Zitat bei Herrn Dornquast auf abgeordnetenwatch.de (http://www.abgeordnetenwatch.de/volker_ ... 49237.html)

edit: Link korrigiert
Zuletzt geändert von TheBeginning am Di 11. Sep 2012, 21:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Aleã
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von Aleã »

MaximilianPlenert hat geschrieben: und wenn sich was zu cannabis als medizin findet wird so getan als sei es etwas völlig anderes wenn man es aus der apotheke bekommt. ansonsten gilt: bad news are good news
Wirklich?


http://www.abendzeitung-muenchen.de/inh ... 9a418.html
http://content.stuttgarter-nachrichten. ... ezept.html
http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/D ... auf-Rezept

Zugegeben, manche tun es tasächlich so (z.B. die Süddeutsche) , manche sind aber immer Kontra (bzw. verwenden unpassende Begriffe wie Rauschgift etc.).

Andererseits scheint Cannabis mehr in den Medien wichtiger zu sein als andere Drogen (was mehr oder weniger gut ist. Salvia Divinorum wurde dennoch verboten, obwohl kein Mensch davon voher wusste...).

Oder hat jemand die Schlagzeile: "Speed nun auf Rezept!" mitgelesen? Außer ich... :lol:
TheBeginning hat geschrieben:Die Publikation der Studie in den deutschen Medien hat leider sehr viel Aufklärungsarbeit zerstört.
Nunja, kommt darauf an. Im Internet gibt es schon teilweise "virtuelle Kriege" und Prohibitionisten nehmen die "Kiffen macht dumm"-Studie als Argument, treten aber ins Fettnäpfchen, da die Studie eigentlich auch aussagt, dass der IQ durch Cannabis auch steigen kann und der IQ eigentlich nichts mit Schlauheit oder Dummheit zu tun hat.
Jedoch ist dieses natürlich in der Politik und den Medien anders, niemand ist so gebildet und versteht (IQ =/= Schlauheit) oder wenigstens in der Lage Leserkommentare zu lesen, falls es welche gibt.

Aufklärungsarbeit läuft für mich in der Schule, der Eltern etc. aber ja! Die Aufklärungsarbeit ist da tasächlich zerstört. Ich höre mittlerweile Berichte von Schülern, wo Lehrer Plakate in der Schule aufgehängt haben, die auf die Studie hinweisen, dass Kiffen dumm macht...

Auch die Ablenkung, dass eigentlich Alkohol (und wohl die ganzen Stoffe abseits von Nikotin in den Zigaretten) das Gehirn auf Dauer oder akut "verdummt" ist nicht im Sinne einer Aufklärung.


Das mit den Gesetzen, dass Alkohol an Minderjährige geben "gar nicht so verboten" ist, ist mir erstaunlich? Oo D.h. ich dürfte als Erziehungsberechtigter einem 14-Jährigen Kind Alkohol geben und ihn damit auch beinahe ins ewige Koma schicken lassen und würde dennoch eine geringere Strafe erhalten, als hätte ich ihm 5mg Hasch gegeben, nur weil letzteres illegal ist? oO

Das lässt sich irgendwie jetzt schwer verarbeiten...

EDIT: @TheBeginning:

Link funktioniert nicht!
TheBeginning
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von TheBeginning »

Den Link hab ich korrigiert. Danke für den Hinweis
Anbei nochmal der richtige Link:
http://www.abgeordnetenwatch.de/volker_ ... 49237.html
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bushdoctor
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Re: Kiffen macht, laut angeblicher Langzeitstudie, "dumm"!

Beitrag von bushdoctor »

Aleã hat geschrieben: Das mit den Gesetzen, dass Alkohol an Minderjährige geben "gar nicht so verboten" ist, ist mir erstaunlich? Oo D.h. ich dürfte als Erziehungsberechtigter einem 14-Jährigen Kind Alkohol geben und ihn damit auch beinahe ins ewige Koma schicken lassen und würde dennoch eine geringere Strafe erhalten, als hätte ich ihm 5mg Hasch gegeben, nur weil letzteres illegal ist? oO

Das lässt sich irgendwie jetzt schwer verarbeiten...
Das mit der Abgabe von Alkohol und Tabak an Kinder und Jugendliche scheint in der Tat nicht ganz einfach zu sein:
Laut Jugendschutzgesetz ist es zwar VERBOTEN selbiges an Minderjährige abzugeben, wer aber dagegen verstößt wird im engeren juristischen Sinne nicht "bestraft", sondern begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit Geldbuße belegt ist. Einem Gastwirt kann nach etlichen Verstößen dann auch die Konzession entzogen werden.

Für "Privatleute" gilt: Man könnte im Prinzip 1000x im Jahr eine Ordnungswidrigkeit begehen, solange man immer brav das "Schutzgeld" bezahlt, passiert einem sonst nix.

Wenn aber "was passiert" und die Minderjährigen sich z.B. ins Koma trinken oder gar wegen Überdosisierung sterben, dann ist das sehr wohl ein Straftatbestand, z.B. fahrlässige Körperverletzung (mit Todesfolge)... und hier greift dann das Strafrecht.

Bei illegalen Substanzen des BtmG greift immer das Strafrecht. Herr Dornquast hat das wohl auf die Schnelle auch nicht so ganz verstanden.
Schade, dass er die Frage, ob er die Abgabe von Alkohol an Minderjährige gerne "strafrechtlich bewertet" sehen würde, nicht beantwortet hat.

Prinzipiell macht es meiner Meinung nach schon "Sinn", die Abgabe von psychotropen Substanzen an Minderjährige unter (echte) Strafe zu stellen, von daher hoffe ich, dass bei Herrn Dornquast die Frage, ob Cannabis-Besitz auch "nur eine Ordungswidrigkeit" sein könnte, zumindest gewisse Denkprozesse bei Ihm ausgelöst hat...
Zuletzt geändert von bushdoctor am Mi 12. Sep 2012, 16:10, insgesamt 1-mal geändert.
Gesperrt

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