Hallo zusammen,
brauch dringend eure professionelle Unterstützung zu meinem Fall - ersteinmal Sorry für den langen Text. Hab deshalb meine Arbeitstelle verloren und die Mutter meines Sohnes macht ebenso Stress nach inzwischen 14 Verhandlungen und bin verzweifelt
zur Vorgeschichte: Hatte bisher schon fünf MPU´s allesamt wegen Cannabis am Steuer - Vier davon bestanden und der Führerschein wurde das letzte mal 2012 erteilt (2004-2012).
2009 wurde ich aufgrund von mehreren Bandscheibenvorfällen Berufsunfähig geschrieben, was nach einer Umschulung/Weiterbildung aufgehoben war. Natürlich hatte ich weiterhin immer wieder Schmerzprobleme, was sich gut mit Cannabis kompensieren lies.
Am 2.11.2018 kam ich in eine Kontrolle, es wurden 3 Joints gefunden (einer davon war angeraucht) und eine Blutprobe entnommen -->aktiv 19,8 ng/ml THC - 321,0 ng/ml THC-COOH. Nachdem mich die Polizei darauf aufmerksam machte ich sollte mir doch ein Rezept austellen lassen, da ich angab es wg. meinen Rückenschmerzen zu konsumieren. Habe einen Termin beim Neurologen gemacht und auch anstandslos ein Privatrezept bekommen. Anweisung 3x täglich 1g Bedrocan.
Von der Staatsanwaltschaft wurde das Verfahren eingestellt, von der Fsst kam eine Anhörung nach § 28 Landesverwaltungsverfahrensgesetz - (Nichteignung zum führen von Kfz da keine Trennung von Fahren und Konsum stattgefunden hat. Daraufhin habe ich eine Stellungnahme verfasst, das es mir ärztlich verordnet wurde mit kopie des Rezepts (vom 13.12.2018). Antwort der Fsst --> "mehrfacher Wiederholungstäter 2004-2012, das Rezept wurde nach dem Vorfall von einem Arzt für Neurologie und Psychatrie ausgestellt - Es muss angenommen werden, dass Sie durch die Rezeptvorlage versuchen, Ihren sonstigen Cannabiskonsum im Nachhinein legalisieren zu lassen. Vom Entzug kann nicht abgesehen werden und eine Wiedererteilung kann erst stattfinden wenn dies von einer MPU bejaht wird. Zur Belegung der Abstinenszeit wird Ihnen daher empfohlen, freiwillig Drogensceenings durchführen zu lassen".
Habe die Strafe bezahlt, war 2x zur Beratung bei einem Anwalt welcher mir keine Hoffnung gemacht hat, nur das mir das Rezept evtl. bei der MPU zugute kommen könnte. Also habe ich im Januar 2019 meinen Führerschein abgegeben

Beim regergieren bin ich auf euer Forum gestossen.
Wie würdet Ihr denn vorgehen? Habe nach einem halben Jahr endlich wieder einen Arbeitgeber gefunden, der Führerscheintechnisch jedoch noch nichts weiß. Habe übermorgen einen Gesprächstermin auf der Fsst bekommen - desshalb hoff ich auf eine rasche empfehlung. Abstinent bin ich seid einigen Wochen und auch bei der Diakonie zur Vorbereitung - Reicht ein ärztliches Gutachten zur Fahreignung erstmal aus - komm ich um die Screenings drumrum? Falls nicht empfiehlt Ihr 6 oder 12 Monate? Ist es möglich um den Psychologe herumzukommen? Was ist die schlauste Herangehensweise in diesem Fall?!
Bin gerade echt blank und wohne auf dem Land, Busverkehr streikt unbefristet und hab die absolute A-Karte gezogen.
Über Ratschläge wäre ich Euch überaus dankbar.
Schöne Grüße aus Baden-Württemberg,
Apfelbapfel
Anhang: Schreiben der Fsst