So einmal danke f+r die vielen Antworten. Hätte nicht auf so viel Resonanz getippt, da das Thema bestimmt schon etliche Male erwähnt wurde.
Ich habe heute mit meinem Arzt telefoniert, bzw mit der Sprechstundenhilfe, welche mir auf Anfrage nach einem Schreiben, welches nochmals unterstreicht, dass ich für diverse "Krankheiten" das Privileg als Cannabispatient habe und auch nach x-Stunden fahrtauglich bin. Sie meinte, dass der blaue Zettel (Einnahmeverordnung; auf der steht: "0,5g Cannabisblüten pro Tag im Vaporizer inhalieren") bei einer Kontrolle im Straßenverkehr ausreicht. Sie meinte, es gab schon desöfteren Vorfälle, dass die Polizei die Praxis kontaktiert hat, um herauszufinden ob der Kontrollierte, Patienten dieser Praxis, auch tatsächlich dort in Behandlung sind. Laut ihrer Aussage, brauche ich mir da keinen Kopf machen, dass etwas passiert. Nunja.
In einem anderen Forum habe ich diese Info erwähnt und mir wurde promt von einer Dame erwähnt, die sich beruflich mit solchen Fällen beschäftigt, erzählt, dass das nicht ausreichend wäre und dass ich mich an einen Verkehrsmediziner wenden solle, der mir belegen soll, dass ich fahrtüchtuig bin. Im Falle einer Kontrolle wäre so ein Beleg aussagekräftiger, als die Einnahmeverordnung des Arztes....
Es gibt so einiges zu beantworten, ich versuche das ganze jetzt mal:
querk72 hat geschrieben: Di 11. Jun 2019, 19:26
Hallo Danny,
wie lange ist es her........dass du Probleme hattest?
Nach 10 Jahren wird ein Eintrag wegen BTM gelöscht. (z.B. ein Joint, oder ein paar Gramm)
Wenn es sich vermeiden lässt, würde ich keine "Medizin" mit mir führen, auch keine Utensilien.
Du hast Recht,lügen würde ich auch nicht, wenn es schon ein paar Jahre her ist, kannst du sagen: Ja, hatte schon Probleme, aber das waren Jugendsünden......kommt ja auch immer darauf an wie schwerwiegend die Probleme waren

Kann sein, dass sie dann locker lassen.......oder sie lecken Blut und fragen direkt, ob in der letzten Zeit konsumiert wurde.
Dann solltest du nicht lügen und dich als Patient vorstellen. Wenn sie dann fragen, warum du kein Rezept mit dir führst. Würde ich sagen, ich habe schon erwähnt, dass ich aus der Vergangeheit gelernt habe und nicht konsumiere wenn ich Auto fahre, darum habe ich auch kein Rezept bei mir, kann es aber gerne nachreichen wenn das nötig sein sollte. Bitte prüfen sie mich auf fahrtauglichkeit, sie werden keine Ausfallerscheinung feststellen........auch habe ich keine roten Augen, das den Verdacht auf konsum bestätigen würde. Ich bin offen und ehrlich ihnen gegenüber und möchte kein Ärger machen. Die Zeiten habe ich hinter mir.
Dies ist nur meine bescheidene Meinung, bitte nehmt mich jetzt nicht auseinander dafür
Das ganze ist jetzt ca. 1,5 Jahre her, also somit recht frisch.... Insgesamt sollten es ca. 5 vergehen in den letzten 8 Jahren gewesen sein. Also eine recht regelmäßige Kake die da am Dampfen ist. Seit ein paar Wochen habe ich den Status als Patient, dank eines Rezepts von einem Neurologen/Pszchologen.... Ein unterstellen, dass ich die Diagnosen erlogen habe, könnten die Herren in grün bestimmt auch versuchen. Aber wer kann mir schon in meine Psyche schauen, wenn nicht der Doktor.
Bi einer Kontrolle versuche ich natürlich möglichst kooperativ zu sein, jedoch weiß ich aus Erfahrung, dass eine der ersten Fragen direkt zum Thema Drogen führt, ob ich schon Erfahrung mit der Polizei diesbezüglich hatte. Und dann nimmt immer alles seinen Lauf. Bisher war ich ja auch immer nüchtern und musste im Laufe des Gesprächs dann ein Einsehen der Polizisten einsehen, dass ich ja brav bin etc. und dass sie von einem Drogentest absehen. Im Falle, wenn ich dann gleich erzähle, ich bin Patient, denke ich wird da wirklich der nette Herr Blut lecken. So sind meine Erfahrungen bisher.....
Patient_H hat geschrieben: Mi 12. Jun 2019, 08:25
Er hat schon recht. Es gibt keine Freifahrtscheine. Fühlst du dich fahrtüchtig? Dann fahr! Bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle können die sowieso nichts. Deshalb ist der "hast du kein Cannabis-Ausweis dabei, dann haben sie deine Daten nicht" totaler Käse. Daten finden die auch so. Allerdings dürfen sie nicht einfach so dämliche Tests machen. Sie dürfen fragen, antworten muss du gar nicht! Erst, wenn sie mit dem Staatsanwalt kommen und einen Verdacht haben, dann hast du ein Problem.
Ist ein Ritt auf der Rasierklinge, wenn man Patient ist!
Klar antworten muss ich nie, jedoch wirkt sich ein nicht antworten meines Wissens und meiner Erfahrung nach auch nie positiv auf die Gesamtsituation aus, da man nicht kooperativ geng erscheint. Somit haben sie einen noch mehr auf dem Kicker.....
Ich fühle mich direkt nach dem Konsum nicht fahrtüchtig, aber Stunden, wir sprechen hier von mehr als 6-10 Std nachher, fühle ich mich sehr wohl fahrtüchtig.
Soweit sollten damit alle "Fragen" beantwortet sein....
Zum Thema selbst noch:
Ich werde mich in das Thema mit dem Verkehrsmediziner nochmals etwas mehr einlesen und informieren, besser mehr in der Tasche, als bei einer Kontrolle dann zu wenig.
Mir stellt sich nach wie vor die Frage, wie ich mich am besten bei einer Kontrolle verhalten soll, denn wenn man mich frägt, wie es mit dem aktuellen Konsum aussieht, habe ich bisher geantwortet, dass ich aufgehört habe seit mehr als 1,5 Jahren und brav bin. das hat bei den netten Herren immer gefruchtet. Jeztt allerdings müsste ich tendenziell dann antworten: "Ja netter Herr, gestern, so ca. vor 10 Stunden habe ich meine Medizin genommen, ich habe ein Attest und halte mich an die EInnahmeverordnung meines Arztes." Zeige dem Herren alle "notwendigen" (generell ist man nicht dazu verpflichtet alles mitzuführen, von Arztseite wird es einem aber angeraten) Dokumente. Mit Sicherheit wird da weitergeforscht.
Ich werde natürlich drauf achten, dass ich nicht gerötete Augen habe und keinerlei AUsfallerscheinungen aufweise. Wer weiß ob all das tatsächlich ausreichen wird.... Als Vater von 2 Kindern habe ich natürlich keine Lust, meinen Führerschein zu verlieren. In einer Großstadt wie München existiert auch ein gut ausgebautes öffentliches Transportmittel, jedoch mit 2 Kindern wesentlich einfacher und komfortabler für Besuche, einkaufen etc. nach wie vor das Auto zu haben.....
LG aus München und ich freue mich auf weitere rege Antworten.