Drogenbeauftragte (2019) Daniela Ludwig (CSU)

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Re: Drogenbeauftragte (2019) Daniela Ludwig (CSU)

Beitrag von Wurlitzer1920 » Di 17. Dez 2019, 21:54

Neun Gramm zu tolerant. Bundesdrogenbeauftragte kritisiert Berlin für Drogenpolitik

Daniela Ludwig (CSU) sieht in Berlin einen „Cannabis-Tourismus“: Der geduldete Eigenbedarf sei hier zu hoch. Die rot-rot-grüne Regierungskoalition hält dagegen.
https://www.tagesspiegel.de/berlin/neun ... 45618.html

So sieht`s aus.

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Re: Drogenbeauftragte (2019) Daniela Ludwig (CSU)

Beitrag von Wurlitzer1920 » Mi 18. Dez 2019, 17:12

DPolG Bayern: Keine Anhebung der Höchstgrenze für "legalen" Cannabis-Besitz in Bayern!

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/134118/4472920

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chris b.
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Re: Drogenbeauftragte (2019) Daniela Ludwig (CSU)

Beitrag von chris b. » Mi 18. Dez 2019, 22:00

Wurlitzer1920 hat geschrieben:
Mi 18. Dez 2019, 17:12
DPolG Bayern: Keine Anhebung der Höchstgrenze für "legalen" Cannabis-Besitz in Bayern!

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/134118/4472920

:::::....:::::
Klar, daß die Damen und Herren das nicht möchten. Kleine "Kiffer" jagen ist wesentlich einfacher, als wirklich ihren Job zu tun. :roll:

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Re: Drogenbeauftragte (2019) Daniela Ludwig (CSU)

Beitrag von Cookie » Do 19. Dez 2019, 09:20

SPD: Einheitliche Kleinstmengen von Cannabis sind keine Lösung

Wie der SPD-Bundestagsabgeordnete und drogenpolitische Sprecher der Sozialdemokraten, Dirk Heidenbluth, in einer Pressemitteilung bekannt gab, sei der Vorschlag der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Kleinstmengen bundesweit zu vereinheitlichen, prinzipiell begrüßenswert.

[..]

Der Abgeordnete Dirk Heidenblut mahnt dringend parallel weitere Schritte an: „Wir müssen von der vorsintflutlichen Cannabisprohibition in Deutschland wegkommen. Ein einheitlicher Grenzwert im ganzen Land, der bis zum Besitz nicht strafrechtlich verfolgt wird, ist sinnvoll. Dieser sollte sich am oberen Ende der bisherigen Werte in den Bundesländern orientieren. Das kann aber nur der Anfang sein. Es ist notwendig zügig noch sehr viel weiter zu gehen. Raus aus der Strafbarkeit von Kleinstbesitz und zumindest als erster Schritt eine Verschiebung ins Ordnungsrecht. Parallel brauchen wir schnell Modellprojekte in den Kommunen, wo neue Ansätze zur legalen und kontrollierten Abgabe von Cannabis erprobt und evaluiert werden können.“


https://www.hanf-magazin.com/news/spd-e ... e-loesung/
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Re: Drogenbeauftragte (2019) Daniela Ludwig (CSU)

Beitrag von Cookie » Do 19. Dez 2019, 09:27

FDP fordert kontrollierte Cannabis-Abgabe

Die Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig spricht sich für eine bundesweite Regelung zum straffreien Besitz von Cannabis aus. Das löst das Problem des Schwarzmarktes und der Strafverfolgung nicht. "Statt nur Besitzmengen zu regulieren, sollte die Bundesregierung vielmehr eine kontrollierte Abgabe von Cannabis an Volljährige einführen. Eine kontrollierte Abgabe würde den Schwarzmarkt und die Strafverfolgung weitestgehend überflüssig machen", meint der FDP-Drogenpolitiker Wieland Schinnenburg.


https://www.liberale.de/printpdf/42328
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Re: Drogenbeauftragte (2019) Daniela Ludwig (CSU)

Beitrag von HansE » Do 19. Dez 2019, 12:15

Ich sehe ja deutlich das “Hoffen auf Veränderung” auch bei dieser Besetzung des Postens durch Frau Ludwig nicht angebracht ist. Ich kann aber nicht nachvollziehen das öffentlich behauptet wird es gäbe eine “legale Menge”. Straffrei und legal würde ich es nicht nennen wenn wegen Kleinstmengen von 3 oder 5 Gramm Hausdurchsuchungen und Sondereinsatzkommandos der Polizei regelmäßig aktiviert werden...Familientragödien, zerstörte berufliche Laufbahnen und wahnsinnig viel Ärger und Kosten werden tagtäglich verursacht und die tun da oben so als gäbe es eine erlaubte Menge...scheissegal ob 2, 6 oder 12 Gramm - nichts ist legal. Davon dass ganze Einsatzkolonnen der Polizei CBD Shops und Konsumenten verfolgen weiß sie nämlich auch nichts...da war mir eine Mortler noch lieber die konnte wenigestens zur Wahrheit stehen und sagte ganz deutlich: CANNABIS IST NICHT LEGAL WEIL ES VERBOTEN IST...das neue Blondchen checkt nicht mal das... :mrgreen:

Ich habe ihr heute eine Email geschrieben und hoffe das tun ein paar tausend Leute mehr...:

Sehr geehrte Frau Ludwig,

als Drogenbeauftragte der Bundesregierung fordere ich sie hiermit auf nicht weiterhin Unwahrheiten zu verbreiten.

In mehreren Artikeln der deutschen Presse der letzten Tage werden sie des öfteren zitiert und sprechen von „einer legalen Menge Cannabis zum Eigengebrauch“. Sie unterstellen damit es gäbe eine Regelung einer legalen, also erlaubten Menge Cannabis die Bürger zum Eigengebrauch besitzen dürfen.

Meine Nachfrage bei der Polizei ergab aber dass keinerlei Cannabis legal besessen werden darf. Es ist verboten.

Ich bitte um Ihre Stellungnahme und gerne öffentlich, es ist höchst irreführend was sie für Informationen veröffentlichen lassen.

Da agierte ja selbst Ihre Vorgängerin noch intelligenter und besser informiert. Die wusste zumindest das Cannabis in Deutschland nicht erlaubt ist weil es verboten ist.

Das ich als deutscher Bürger nicht mehr nachvollziehen kann warum sie solche Aussagen als eigentlich verantwortliche Politikerin treffen dürfen sollte sie nicht wundern. Ich persönlich denke sie würden unserem Land mit mit einem sofortigen Rücktritt von der Politik am besten dienen.


Mit freundlichen Grüssen

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Re: Drogenbeauftragte (2019) Daniela Ludwig (CSU)

Beitrag von Cookie » Do 19. Dez 2019, 12:39

HansE hat geschrieben:
Do 19. Dez 2019, 12:15
Ich kann aber nicht nachvollziehen das öffentlich behauptet wird es gäbe eine “legale Menge”.
Ja, das hatte ich hier schon kritisiert: https://hanfverband-forum.de/viewtopic. ... =40#p78880

Den Brief finde ich ganz passend :mrgreen:, ich hätte nur darauf verzichtet, ihr auch noch einen "geeigneteren Berufsweg" zu wünschen ;).
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Re: Drogenbeauftragte (2019) Daniela Ludwig (CSU)

Beitrag von Wurlitzer1920 » Mo 30. Dez 2019, 12:17

Drogenbeauftragte Daniela Ludwig: Cannabis wird in Deutschland auch in zehn Jahren noch verboten sein

In diesem Teil geht es darum, wie sich der Konsum von legalen und illegalen Drogen verändern wird. Darüber haben wir mit der Bundesdrogenbeauftragten Daniela Ludwig gesprochen.
Im Interview sagt sie, welchen Wandel sie in der Drogenpolitik erwartet – und warum sie glaubt, dass Cannabis auch im Jahr 2030 noch verboten sein wird......

https://www.businessinsider.de/politik/ ... oten-sein/

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Re: Drogenbeauftragte (2019) Daniela Ludwig (CSU)

Beitrag von Hans Dampf » Mo 30. Dez 2019, 16:24

Wurlitzer1920 hat geschrieben:
Mo 30. Dez 2019, 12:17
Drogenbeauftragte Daniela Ludwig: Cannabis wird in Deutschland auch in zehn Jahren noch verboten sein

In diesem Teil geht es darum, wie sich der Konsum von legalen und illegalen Drogen verändern wird. Darüber haben wir mit der Bundesdrogenbeauftragten Daniela Ludwig gesprochen.
Im Interview sagt sie, welchen Wandel sie in der Drogenpolitik erwartet – und warum sie glaubt, dass Cannabis auch im Jahr 2030 noch verboten sein wird......

https://www.businessinsider.de/politik/ ... oten-sein/
Mich stört, dass diese Debatten emotional aufgeladen und ideologisch geführt werden
Dann soll doch mal die CxU anfangen und die Diskussion ohne Ideologie führen und zum Beispiel Modellprojekte, Studien usw. durchführen um ideologiefrei darüber reden zu können.
Wird nicht passieren also ist die Ludwig nur eine eloquentere Version von Marlene: Mortler 2.0.
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Re: Drogenbeauftragte (2019) Daniela Ludwig (CSU)

Beitrag von Martin Mainz » Mo 30. Dez 2019, 19:28

BI: Welchen Status hat Cannabis in Deutschland 2030?
Ludwig: ... Über die weiteren rechtlichen Rahmenbedingungen muss man reden.


Das kann ja alles bedeuten.
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Re: Drogenbeauftragte (2019) Daniela Ludwig (CSU)

Beitrag von bushdoctor » Di 28. Jan 2020, 21:25

Wenn alles klappt, dann werde ich nächste Woche mal mit der Dame persönlich reden... und evtl hier berichten, was von ihr zu erwarten ist!

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Martin Mainz
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Re: Drogenbeauftragte (2019) Daniela Ludwig (CSU)

Beitrag von Martin Mainz » Mi 29. Jan 2020, 09:17

Hey bushdoctor, lange nicht gelesen.
bushdoctor hat geschrieben:
Di 28. Jan 2020, 21:25
Wenn alles klappt, dann werde ich nächste Woche mal mit der Dame persönlich reden
Wie kommt du zu der Ehre?
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Re: Drogenbeauftragte (2019) Daniela Ludwig (CSU)

Beitrag von k3k3 » Mi 29. Jan 2020, 11:25

bushdoctor hat geschrieben:
Di 28. Jan 2020, 21:25
Wenn alles klappt, dann werde ich nächste Woche mal mit der Dame persönlich reden... und evtl hier berichten, was von ihr zu erwarten ist!
Nichts ist zu erwarten von ihr.
Die Bayern haben von Söder anscheinend den Auftrag, Cannabis im neuen Jahrzehnt verstärkt zu bekämpfen. Waren die Bösen Cannabis News der letzten Tage nicht von den Bayern?

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Re: Drogenbeauftragte (2019) Daniela Ludwig (CSU)

Beitrag von bushdoctor » Do 30. Jan 2020, 21:18

Martin Mainz hat geschrieben:
Mi 29. Jan 2020, 09:17
Wie kommt du zu der Ehre?
Ein Freund von mir hat als Bewohner ihres Wahlkreises (Rosenheim) einen Termin mit ihr vereinbart und mich gebeten, mitzugehen... Es ist (auch in Bayern) guter, demokratischer Brauch, dass den eigenen (potentiellen) Wählern eine "Audienz" gewährt wird, Manchmal wartet man halt ein wenig länger. In diesem Falle waren es aber nichtmal 100 Tage.

Wir werden die Lage rund um das Thema "Nutzhanf" (Hanfbar-Urteil!) und die Entkriminalisierung thematisieren... Medizin wird evtl. auch noch ein Thema sein.
Wir haben 1,5 Stunden für unser Gespräch... mal sehen, wie die Dame so "tickt"...

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Re: Drogenbeauftragte (2019) Daniela Ludwig (CSU)

Beitrag von Hans Dampf » Do 30. Jan 2020, 23:06

bushdoctor hat geschrieben:
Do 30. Jan 2020, 21:18
Martin Mainz hat geschrieben:
Mi 29. Jan 2020, 09:17
Wie kommt du zu der Ehre?
Ein Freund von mir hat als Bewohner ihres Wahlkreises (Rosenheim) einen Termin mit ihr vereinbart und mich gebeten, mitzugehen... Es ist (auch in Bayern) guter, demokratischer Brauch, dass den eigenen (potentiellen) Wählern eine "Audienz" gewährt wird, Manchmal wartet man halt ein wenig länger. In diesem Falle waren es aber nichtmal 100 Tage.

Wir werden die Lage rund um das Thema "Nutzhanf" (Hanfbar-Urteil!) und die Entkriminalisierung thematisieren... Medizin wird evtl. auch noch ein Thema sein.
Wir haben 1,5 Stunden für unser Gespräch... mal sehen, wie die Dame so "tickt"...
Krass geil!
Wie lange hat der Georg Wurth mit ihr gesprochen?
Kann die euch, wenn ihr das Thema nicht gefällt, ohne triftigen Grund die Weiterführung des Gespräches versagen?
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Re: Drogenbeauftragte (2019) Daniela Ludwig (CSU)

Beitrag von Wurlitzer1920 » Fr 31. Jan 2020, 14:45

Daniela Ludwig hat nichts verstanden

Cannabispolitischer Kurs lässt keine Vernunft erkennen

Auf der einen Seite spricht sie zwar davon, dass Drogenkonsumenten nicht stigmatisiert werden sollen, auf der anderen macht sie keinen einzigen Schritt in Richtung vernünftiger Cannabispolitik. Daniela Ludwig präsentiert sich derzeit geradezu irrational der Öffentlichkeit. In Gesprächen mit der Deutschen Polizei Gewerkschaft (DPolG) stellt sie klar, dass keinerlei Lockerungen im Umgang mit Cannabiskonsumenten erfolgen sollen. Sie versucht sogar juristische Konsequenzen als präventive Maßnahmen zu verkaufen, was absurd ist. Sie spricht von Jugend- und Gesundheitsschutz, doch die dafür wirklich notwendigen und wirksamen Schritte der Legalisierung und Regulierung von Cannabis will sie nicht gehen. Diese wenig durchdachte Inkonsequenz sorgt für massive Kritik. Doch auch mit der kann Daniela Ludwig nicht umgehen........

https://www.hanf-magazin.com/kolumnen/s ... erstanden/

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Re: Drogenbeauftragte (2019) Daniela Ludwig (CSU)

Beitrag von bushdoctor » Di 4. Feb 2020, 18:58

bushdoctor hat geschrieben:
Do 30. Jan 2020, 21:18
Wir werden die Lage rund um das Thema "Nutzhanf" (Hanfbar-Urteil!) und die Entkriminalisierung thematisieren... Medizin wird evtl. auch noch ein Thema sein.
Wir haben 1,5 Stunden für unser Gespräch... mal sehen, wie die Dame so "tickt"...
Hier, wie versprochen, nun mein kleiner Bericht über das persönliche Gespräch mit unserer Drogenbeauftragten:

Leider verlief das Gespräch nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt haben... nicht weil Frau Ludwig nicht freundlich oder gar auf Konfrontation gebürstet gewesen wäre... nein, wir hatten schlicht und ergreifend kaum Zeit, in ein konstruktives Gespräch zu kommen!
Ursprünglich war ja der Zeitkorridor 1-1,5 Stunden, nur leider musste Frau Ludwig wohl ziemlich eilig nach München in den Landtag und somit blieb uns mit knapp 45 Minuten extrem wenig Zeit für alle Punkte.

Grundsätzlich macht sie auf mich durchaus einen aufgeschlossenen Eindruck, ist aber aktuell ziemlich "beleidigt", weil die "Cannabis-Community" sie so stark anfeindet wegen ihrer neulichen Aussagen... Da wurde wohl teils heftigst unter der Gürtellinie "argumentiert" von Seiten der Community. Thematisiert haben wir das aber nicht weiter... Meine Bitte für Verständnis für die "Community" stieß auf taube Ohren. Sie ist ziemlich beleidigt und möchte aktuell auch nichts mehr mit dem Hanfverband zu tun haben... :(

Hier nun in Kürze die Zusammenfassung unserer Gesprächspunkte:
Nutzhanf / CBD
Die Rechtslage rund um dieses Thema war ihr nicht geläufig. (!) Wir haben ihr klar machen können, das hier dringender Nachregelungsbedarf besteht. Die Formulierungen im BtmG (...oder, und, gewerbliche oder wissenschaftliche Zwecke) erschienen ihr ebenfalls als sehr missverständlich und unklar. Sie versprach sich dafür einzusetzen, dass klarere Richtlinien für legale Nutzhanfprodukte erstellt werden. Dieses Thema hat sie sehr interessiert.

Cannabis als Medizin
Hier sieht Frau Ludwig keinen Bedarf etwas zu reformieren. Ihr gegenüber sei von Seiten der Ärzteschaft signalisiert worden, dass alles prima laufe und es genügend Ärzte gebe, die bereit wären Cannabis zu verschreiben. (!!!) Sollte es aber dennoch in Einzelfällen dazu kommen, dass Patienten entweder keinen Arzt finden oder die Krankenkassen nicht zahlen wollen, dann ist sie gerne Bereit - im Einzelfall - "ein gutes Wort" bei den beteiligten Stellen einzulegen. Sie bearbeite durchaus persönlich solche Fälle. Man müsse sich nur schriftlich an sie wenden...

Entkriminalisierung
Dieses Thema ist bei ihr erstmal "vom Tisch". Die Community hat sie so sehr beleidigt, dass sie hier (vorerst?) nicht weiter tätig werden wird. Vor ein paar Wochen war sie den Hanfreunden gegenüber nach eigenen Worten noch aufgeschlossen und hat es ehrlich gemeint mit ihrer Gesprächsbereitschaft. Das ist nun vorbei und sie verachtet nun die "Community" fast ebenso stark wie es Frau Mortler damals geäußert hat... Auch auf den Hanfverband sei sie nun nicht mehr gut zu sprechen.
Woran sie auf alle Fälle festhalten wird ist die grundsätzliche Kriminalisierung des nicht-medizinischen Gebrauchs von Hanf. Hier ist sie - leider - eine Hardcore-Prohibitions-Vertreterin, in bester CSU-Manier. Im Bundestag gebe es keine Mehrheit, was sie hauptsächlich der SPD anlastet.
Was aber interessant war: Sie signalisierte Bereitschaft für eine Entkriminalisierung, falls es eine Mehrheit dafür im Bundestag gebe! Auch in der CDU-CSU gebe ist bereits viele Kollegen, die dem Thema aufgeschlossen gegenüber stünden.

Fazit:
Durchwachsen! Ich kann diese Frau nicht verurteilen, weil sie (noch) nicht alle Fakten kennt und grundsätzlich in gewissem Maße bereit ist (war?), sich für andere Weg zu öffnen... ich fürchte, wir als Hanffreunde haben die von ihr zaghaft ausgestreckte Hand nicht erkannt und sie durch die vielen persönlichen Beleidungungen im Internet so in ihrer "Ehre" verletzt, dass sie nun erstmal dicht macht und nicht mehr bereit ist, offen dem Thema gegenüber zu stehen.

Meine Prognose:
Mit Frau Ludwig wird es keinerlei Verbesserung an der Prohibitionsfront geben. Da müssen wir schon auf die oder den Nächste(n) warten. Die nächste Bundestagswahl wird eine Regierung aus CDU/CSU und Grünen hervorbringen. Mal sehen, was die Grünen da herausverhandeln können! Ich tippe auf eine minimale Entkriminalisierung ähnlich dem Vorschlag den Oberstaatsanwalt Patzak schon 2014 brachte

Stellen wir uns also auf mindestens sechs weitere "dunkle" Jahre ein...!

...ich wünschte, ich könnte optimistischer sein, aber dazu bin ich einfach schon zu lange dabei! In diesem System ist leider keine "Rettung" zu erwarten!

Digger
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Re: Drogenbeauftragte (2019) Daniela Ludwig (CSU)

Beitrag von Digger » Di 4. Feb 2020, 19:34

bushdoctor hat geschrieben:
Di 4. Feb 2020, 18:58

Entkriminalisierung
Dieses Thema ist bei ihr erstmal "vom Tisch". Die Community hat sie so sehr beleidigt, dass sie hier (vorerst?) nicht weiter tätig werden wird.
Also wegen beleidigt sein, millionen Menschen weiter stigmatisieren und verfolgen, ist ihrer ansicht nach eine Politisch reife Entscheidung ?

Es ist nur noch zum verzweifeln :cry:

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Hans Dampf
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Re: Drogenbeauftragte (2019) Daniela Ludwig (CSU)

Beitrag von Hans Dampf » Di 4. Feb 2020, 19:44

Fetten Dank für deinen Einsatz und den Bericht darüber.

Letztendlich sind das mit dem unfairen Umgang ihr gegenüber nur Scheinargumente. Oder sie ist charakterlich nicht geeignet für diesen Posten. Eventuell beides.
  • Erstens hätte sie die Reaktion der "Community" durchaus erwarten können, sei es wegen der Vorgeschichte mit Mortler, sei es weil einfach jedes Jahr viele ansonsten anständige Bürger völlig unnötig kriminalisiert werden.
  • Zweitens sollte eine Politikerin mit Format (im Gegensatz zum Beispiel zu Trump) über den Dingen stehen und sich von Sachargumenten leiten lassen und nicht vom persönlichen Empfinden.
  • Drittens kann ich mir nicht vorstellen, dass irgendein offizieller des DHV sie beleidigt hat. Was sagt uns das über die Fähigkeit zu differenzieren dieser Frau aus? Haben bei der alle Kinder Hausarrest bekommen, wenn einer was angestellt hat?
  • Viertens ist die Aussage, dass es in Bayern genug Ärzte gibt, die Cannabis verschreiben blanker Hohn ins Gesicht kranker Menschen. Erinnert mich irgendwie daran, dass die Mortler die Polizei gefragt hat, ob man "...lockern soll in Richtung Legalisierung ..." (Greeen - Kommisar - O-Ton-Schipsel am Ende des Liedes).

In der Summe ist ihr Verhalten weder christlich noch sozial, aber das erwartet eh kein Mensch mehr von dieser Partei.
Wie schon zuvor öfters gesagt: die sitzt da nur weil das ein schöner Posten ist um sich zu bewähren. Notfalls wird man für gutes Geld nach Brüssel entsorgt (siehe Mortler).

Sich mit der abzugeben ergibt keinen Sinn bzw. man sollte seine Energie eher auf andere Personen (Abgeordnete, Ältere Leute, etc.) lenken als auf diese Strohfrau.
Zuletzt geändert von Hans Dampf am Mi 5. Feb 2020, 08:12, insgesamt 2-mal geändert.
"Das Schöne an der Mitgliedschaft im DHV ist dass man nichts tun muss außer zahlen und die Legalisierung trotzdem voranbringt. Aktiv mit-Menschen reden und sie offen für Neues zu machen erzeugt aber die größte Wirksamkeit für eine L. hier in D."

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Re: Drogenbeauftragte (2019) Daniela Ludwig (CSU)

Beitrag von Martin Mainz » Mi 5. Feb 2020, 08:07

Gute Arbeit, Danke Bushdoctor!
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