Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Gesundheitliche Aspekte und Risiken durch den Konsum inkl. Streckmittelproblematik.
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Martin Mainz
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Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Martin Mainz »

Schönes Wochenende auch dir und danke fürs berichten.
Tyrex122
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Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Tyrex122 »

Ich bin einfach froh zu wissen dass es irgendwann nachlässt. Ist natürlich mit viel Geduld verbunden, wenn es ungefähr 6 Monate braucht bis sich die Neuronen im Gehirn wieder normalisieren.
Lebe zum Glück am Meer und zur Zeit ist jeden Tag heftiges schwitzen angesagt, was natürlich gut für die Entgiftung ist.
Ich hab auch selten gelesen dass es bei manchen so extrem ist, aber anscheind bin ich nicht der einzige mit diesen Symptomen.
Wie gesagt wenn ich jetzt rauchen würde wäre ich am nächsten Tag wieder klar im Kopf. Total crazy. Denke das mein Gehirn sich einfach durch den jahrelangen Konsum umgestellt hat und berauscht zu sein bei mir "Klar" im Kopf bedeutet :D
An sich war ich immer intelligent,erfolgreich eigenes Online Unternehmen aufgebaut während meiner krassen Kifferzeit . Mich ins Ausland verzogen etc. Aber jetzt nach 10 Jahren hat es micht erwischt. Ich hab immer gedacht Gras ist Heilung und nicht so schlimm aber da lag ich falsch. Ich hab es übertrieben und morgens schon angefangen. Ich ging in dem Zustand nicht unter Leute, meine Persönlichkeit hat sich verändert, bin nicht mehr humorvoll und kommunikativ zu Fremden. Das war früher alles anders. Die Merkmale die man während des Kiffens hat wie Trägheit, Introvertiertheit, sich zurück ziehen von der Gesallschaft hat sich durch das lange Kiffen dann auch im nüchternen Zustand im Kopf eingebrannt. Merke aber dass es jetzt nach einer Woche langsam besser wird. Ich find nach wie vor Kiffen teilweise Bewusstseinserweiternd und für den Körper als gesundheitliche pure Entspannung, jedoch nur wenn man es 2-3 mal im Monat macht ,aber das Funktioniert bei mir nicht. Sobald was da war muss es auseinander genommen werden haha.
Naja bin froh dass man sich hier austauschen kann. Werde auch mal zwischendurch updaten wie es mir geht. Bin zwar mega verklatscht aber mein Wille ist extrem stark und deswegen jeden Tag Kraftsport, schwimmen und trotzdem Bücher lesen. Nur mein YT-Kanal steht tot weil keine Konzentration was gescheites zu schneiden aber da muss ich auch schaffen die Zähne zusammen zu beißen.
Find Alkohol unter Leuten ist am Wochenende ne gute Alternative umd abzuschalten und Spaß zu haben aber auch nur in Maßen!

Also bis dahin und schönes Restwochenende ☺
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Steckling
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Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Steckling »

Pogo407 hat geschrieben: Do 8. Jul 2021, 06:30
[...] Oder willst du mir sagen das man von Cannabis Konsum keine Konzentrationsprobleme bekommt?
Ausserdem sollte man nicht von sich auf andere schließen....
Und ausserdem sollte man nicht von sich auf andere schließen, bitte!

Ich hingegen kann so dermaßen fokussieren mit meinem Kraut, dass es anderen sogar unheimlich wird.
Meine "Drogen"-MPU hab ich total bekifft hinbekommen. Meine besten 1er Aufsätze hab ich hingelegt wenn ich in der Pause einen gebufft hab. Und mein Vergewaltigungstrauma hätte ich vermutlich oihne Cani niemals bewältigen können - Dissoziation ist ja gerade das besondere am Kraut, ginge es nur ums Breitsein, dann kannste dir auch die Leber mit Methyläther kaputtsaufen, ganz ohne Probleme mit Justiz und Gesellschaft.
Mein schlimmster Entzug war Koks: "einmal Junkie immer Junkie" das ist ein schreckliches Gefühl, und so real wie sonstwas. Aber wegen Kiffen nen Affen schieben? Blödsinn. Sowas sagen nur Leute die nie nen echten Affen hatten. Aber seid glücklich darüber.
Vom Kiffen kriegste keinen Affen. Es sei denn Du hast Dein Leben nicht im Griff. Oder hast dem Kraut viel zu viel Bedeutung beigemessen. Aber dann ist das nicht die Schuld vom Cani, sondern die Schuld Deiner Eltern die Dir nicht gezeigt haben wie man mit sich selbst in schwierigen Situationen umgeht.

Lieber Pogo, ich bin Deinem Lebensabschnitt hier im Forum gerne gefolgt, und ich hab mich gerne in Dich und Deine Probleme eingefühlt. Aber irgendwo ist für mich genug. 6 Monate "Entzug" und Lebensdrama wegen nicht Kiffen?
Wenn Kiffen Dein Leben zerstören kann, dann hast Du viel schlimmere Probleme als die Wirkung meiner Heilpflanze.
Diggi, reiß Dich einfach mal zusammen und such Dir ne Freundin.
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M. Nice
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Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von M. Nice »

Steckling hat geschrieben: Sa 10. Jul 2021, 20:48 Aber wegen Kiffen nen Affen schieben? Blödsinn. Sowas sagen nur Leute die nie nen echten Affen hatten. Aber seid glücklich darüber.
Vom Kiffen kriegste keinen Affen. 6 Monate "Entzug" und Lebensdrama wegen nicht Kiffen?
Wenn Kiffen Dein Leben zerstören kann, dann hast Du viel schlimmere Probleme als die Wirkung meiner Heilpflanze.
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Steckling
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Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Steckling »

Danke für den Link, aber weiter als die Werbung gucken komm ich da nicht.
Will mir auch nicht ne US Serie in Fremdsprache reinziehen wo ich nur die Hälfte verstehe. Sag doch lieber einfach in drei Sätzen was Du mir/uns mitteilen möchtest.
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Steckling
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Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Steckling »

An dieser Stelle möchte ich auch mal ein offenes Wort richten an Markus von der grow!
Moin!
Da regt ihr euch Ausgabe für Ausgabe über Framing und billige Klickbaits auf, und kommt dann mit diesem Artikel von "Steve Davis" in dem ihr alle nur denkbaren Entzugssymptome aufzählt, und erst dann ganz am Ende in einem Nebensatz erklärt dass es ja nicht bei Jedem so sein muss... Alter! Frau Ludwig hat inseriert?
Da ist einer der absolut nicht klar kommt mit seinem Kraut. Aber das bedeutet nicht dass ALLE so abschmieren wenn ihnen mal der Brösel ausgeht. Das ist ne Haltungsfrage: wie man Herr seines Lebens ist, und nicht die böse Pflanze.
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Pogo407
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Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Pogo407 »

Steckling hat geschrieben: Sa 10. Jul 2021, 20:48
Lieber Pogo, ich bin Deinem Lebensabschnitt hier im Forum gerne gefolgt, und ich hab mich gerne in Dich und Deine Probleme eingefühlt. Aber irgendwo ist für mich genug. 6 Monate "Entzug" und Lebensdrama wegen nicht Kiffen?
Wenn Kiffen Dein Leben zerstören kann, dann hast Du viel schlimmere Probleme als die Wirkung meiner Heilpflanze.
Diggi, reiß Dich einfach mal zusammen und such Dir ne Freundin.
1x freut mich das du den Beitrag gerne verfolgst. Aber wenn dann auch bitte Richtig. Ich habe die letzten Beiträge schon geschrieben das aus dem "Entzug" / Entwöhnung mittlerweile eine Vergangenheitsbewältigung geworden ist. Ich durlaufe gerade eine Art Heilungsprozess. Ich war vor 3 Jahren noch schwer auf Opiaten (Highdose 600mg Oxycodon / Tag) Dachte eigentlich schon ich komme nie mehr davon los. Mittlerweile bin ich seit knapp 4 Monaten oder sinds sogar schon 4 Monate... komplett clean. Von 6 Monaten Cannabis-Entzug wirst du hier nichts lesen. Also ich habe das nirgends geschriebn. Von den Opiaten bin ich über 2 Jahre stabil weg und war davor 4 Jahre gut drauf ^^ so by the way.

Und wenn ich 15 Jahre Drogen nehmen gewohnt war, darf ich auch 6 Monate oder 1 Jahr brauchen um mich davon wieder zu erholen. Oder steht das irgendwo geschrieben wie lange das dauern darf. 1 Woche - 1 Monat und ich muss komplett fit sein?

Dazu kommen private Probleme. Alte Drogenfreunde die mir mein neues, cleanes Leben schwer machen wollen. Ja sowas nagt an der substanz. Ich muss einfach noch das ein oder andere verarbeiten. Mich mit mir selbst versöhnen... mir und anderen verzeihen.

Ich dachte einfach Anfangs das kommt viel vom Cannabis-Entzug... was ja teilweise auch stimmt.

Ich bin jetzt das erste mal Nüchtern in meinem Erwachsenen Leben. Und will es auch bleiben.

Also nur die Ruhe und alles Stück für Stück. Alles kommt zur richtigen Zeit - keine Sorge ;)

PS. Ich konnte mich auf Cannabis auch immer Super konzentrieren. Machte sogar meinen Führerschein mit bravour - obwohl ich am Vorabend noch ordenlich kiffte. "so schön ist schon lange keiner mehr gefahren" sagte der Prüfer :D
Konsumpausen fielen mir früher immer verdammt schwer und genau in denen kamen dann auch die Konzentrationsprobleme oder das Kurzzeitgedächtnis. Während ich kiffte konnte ich mir immer alles super merken.

Kurz und knapp: ich bin auf dem richtigen Weg. Wusste nur die erste Zeit absolut nicht wo mir der Kopf steht. Und wie gesagt alte Drogenfreunde nutzen diese Situation aus als sie davon Wind bekamen. Ich nenne es mal geistige Nötigung. Dreschen zu 4/5 auf mich ein - aber eben Geistig. Psychoterror

PPS: War am WE in den Bergen und gestern hoch oben auf 1800m auf ner Alm und habe mich dort schön vollaufen lassen. Und es hat verdammt gut getan. Jetzt ist aber auch wieder schluss ^^
Pippilotta
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Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Pippilotta »

Hallo Pogo und alle Anderen!Bin das erste Mal in so einem Forum angemeldet ,aber nicht das erste Mal mit Aufhören und Kiffen konfrontiert .
Bin 39Jahre und habe 20jahre lang gekifft,eigentlich nur Joints,kleineren und größeren Pausen(Schwangerschaft+Stillzeit)z.B.,hab auch schon andere Sachen konsumiert bzw eher ausprobiert, aber Kiff war immer meins.Ich hänge so gern in meinen Gedanken und Traumwelt...
Was ich eigentlich sagen wollte ist das ich Deine Beiträge und die der anderen mit Spannung verfolge,ich kenn das,auch mit dieser langen Zeit aufhören...
Nun gut mal zum Anfang.
Wie gesagt,bin 41,habe ein Kind und Mann,Häuschen,einen 40Std.Job.
Ich würde es mal so beschreiben kiffen ist meine kleine Scheinwelt in die ich mich flüchten kann mit der ich aber nicht richtig umgehen kann da ich mit dem Konsum übertreibe.
Ich rauche überwiegend allein zu Hause,Mann weiss davon und toleriert es,mein Umfeld zum Teil.
Naja um es mal kurz zu machen habe ich letztes Jahr ,es war der 17März 20,ich weiss es noch ,einen Cut gemacht mit dem Kiffen und komplett Kontaktabbruch mit Kiffern/Dealern und den Entzug gestartet.
Es ging mir die ersten 2 Wochen sch***e,von körperlich(kopf)technisch natürlich ,antriebslos,hab viel geheult sehr wenig oder gar nicht geschlafen und hatte wenig Appetit.
Du hast Deinen Entzug sehr gut kompensiert mit Sport usw ich kam wirklich manchmal nicht aus dem Bett,wie eine Depression.
Das schlimmste war nach insgesamt 6Monaten eigentlich vorbei,Gedanken an manchmal rauchen kam mir schon noch wenn ich halt mal zuviel Langeweile hatte oder so......
Naja,bis ich November wieder durch Feiern mit ner Freundin beim Dealer saß...und das Unglück nahm seinen Lauf...
Seitdem kiffe ich leider wieder tgl.
Bin aber seid 2Tagen clean bzw hab die Nase wieder gestrichen voll davon.....Das Gedankenkreisen was du hier beschreibst habe ich überwiegend vom Kiffen,ohne auch sehr,auch letztes Jahr viel und doll gehabt.
Ich finde das kann einen schon verrückt machen wenn man dagegen nicht wirklich weiß was man machen soll,nicht schlafen kann und sich so nicht groß ablenken kann weil man irgendwie das Gefühl hat kein Bock auf nichts zu haben.
.Deswegen tröstet es mich wenn Du schreibst es wird besser bzw es aus der Perspektive eines Heilungsprozesses zu betrachten, das macht durchaus Sinn und mir Mut für die nächste Zeit,es so zu betrachten. Ich hab in dem letzten halben Jahr viel Mist gebaut und war teilweise nicht ich selber,schiebe mein Verhalten und Gleichgültigkeit in dieser Zeit mit aufs Kiffen und freu mich auf "die klare"Zeit....
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Martin Mainz
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Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Martin Mainz »

Hallo Pipilotta, herzlich willkommen im Forum und Danke für deinen Beitrag!
Pippilotta hat geschrieben: Mo 19. Jul 2021, 20:03 Bin 39Jahre
Pippilotta hat geschrieben: Mo 19. Jul 2021, 20:03 Wie gesagt,bin 41
Was denn nun? :mrgreen:
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Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Pogo407 »

Pippilotta hat geschrieben: Mo 19. Jul 2021, 20:03 Hallo Pogo und alle Anderen
Freut mich echt das der Beitrag bei dem ein oder anderen so gut ankommt. Aber das ist auch mit der Grund warum ich ihn geschrieben habe... - eben weil ich, als es mir die ersten Wochen ohne Cannabis wirklich überhaupt nicht gut ging und ich nicht wusste wo mir der Kopf steht, nichts dazu im Netz gefunden habe. Somit werde ich fleißig weiter schreiben und hin und wieder berichten wie es mir geht. Auch wenn es langsam am Thema und Forum vorbei geht. Da der ein oder andere aber nach seiner Cannabis Zeit sicher ähnliches durchmachen wird, machts des aber durchaus Sinn - meiner Meinung nach. Den Rest sollen die Mod´s entscheiden -> also hätte mich auch nicht gewundert wenn der Beitrag schon gesperrt gewesen wäre.

Wenn ich heute so zurück denke, wie es mir zum Anfang diesen Beitrags ging und heute ist da schon ein gewaltiger unterschied. Heute würde ich sagen gehts mir die hälfte von der Woche gut und die andere hälfte "Schlecht" = Gedankenkreisen / wütend sein usw.

Naja es ist hald meiner Meinung nach eben ein Prozess des Nüchterns werden. Wie gesagt ich habe sehr lange gekifft und andere Drogen genommen. Teilweise jedes Wochenende, manchmal sogar unter der Woche... - und zum Schluss eben Opiate noch dazu.

Am Samstag fuhr ich nach München, gönnte mir was zum essen und ein paar Bier (auch 1-2 zu viel) und ging dannach noch auf ne Veranstaltung wo ein bekannter DJ auflegte. Nur eben ohne tanzen. Durch das viele Bier fühlte ich mich dann irgendwo unwohl und hatte wieder gut mit Gedankenkreisen zu tun. Trotzdem machte die Veranstaltung + Musik Spass. Ich blieb nicht ganz ne Stunde und fuhr dann heim zu meinen Eltern, weil meine Mom Pizza machte :) Ja und auf der Heimfahrt kam dann abends die Sonne raus :P Das Bier war auch langsam verdaut (keine Angst ich durfte wieder fahren - wenn sicher auch Grenzwertig) und auf einmal fühlte ich mich voll gut. Zuhause dann bei meinen Eltern ca ne Stunde verbracht - und die Stunde war so schön. Es war dann wirklich noch ein sehr schöner Abend der mir auch etwas ans Herz ging. Einfach weil sich auch so eine Zufriedenheit in mir breit machte. Mit den Eltern gut verstanden..., die Pizza war super lecker, in München selbst schon gut gegessen und das Bier schmeckte auch sehr sehr gut. So machte ich Abends dann noch einen Spaziergang den Sonnenuntergang entgegen und war ja einfach nur glücklich. Ganz ohne weitere Substanzen :)

Am Sonntag dann ging es mir den ganzen Tag dann so gut, als ob ich noch nie ein Problem gehabt hätte. Also alles war auf einmal wie weggeblasen. Nur als ich dann gegen 23 Uhr ins Bett ging, fing das Gedankenkreisen wieder an. Man könnte es auch Zwangsgedanken nennen. Gestern und heute gehts mir auch Super - das Gedankenkarussel ist mal da, mal wieder weg. Aber in mir ist einfach eine Zufriedenheit... - mir gehts gut, ich bin glücklich (wenn auch nicht zu 100%) und vor allem bin ich so langsam mal richtig Stolz auf mich was ich die letzten Jahre alles geschafft habe. Dazu habe ich paar Sachen gefunden, wo ich am WE jetzt was unternehmen kann. Also mit Techno-Musik verbunden. Ich freue mich echt auf die nächsten Wochen. Sport bin ich wieder voll dabei.... - momentan läuft es echt gut. Aber Gedankenkreisen ist MANCHMAL schon auch noch da. Und wenn es dann mal länger weg ist, vermisse ich es fast schon. Naja.... :lol:

Ja ich muss hald jetzt loslassen die nächste Zeit. Loslassen von meiner Drogenzeit, meiner Vergangenheit.


Also Pippilotta Kopf hoch. Es wird wieder, dauert nur seine Zeit. Sport würde ich dir sehr nahe legen. Ich habe zum Beispiel den Koran die letzte Woche durch Zufall für mich entdeck als Hörbuch. Wollte ja schon immer mal die Bibel + den Koran lesen. Nun ist ein Hörbuch daraus geworden. Und ich finde in manchen Dingen echt meinen frieden. Mag sich für andere albern anhören aber ich bin ein religiöser Mensch und interessiere mich hald dafür. Ich werde mich jetzt nicht nächste Woche den IS anschließen oder zum Islam konvertieren, keine Angst. Aber ich werde immer mal wieder reinhorchen wenn ich Zeit habe. Und komischerweise finde ich in diesem Buch gerade ein paar Antworten. Passt also


Und alles gute Pippilotta weiterhin. Wie gesagt, gib dir etwas Zeit. Es wird wieder... und bis du dich versiehst, gehts dir besser denn je.


was mich aber etwas stutzig macht: lenken dich deine Kinder und dein Mann nicht von dem Gedankenkreisen ab? Also du hast ja zumindest jemanden zum reden auch?? Kannst du das nicht weglabern?

PS. was bisschen mein Problem ist , dass ich niemanden habe mit dem ich direkt reden kann. Meinen Eltern brauche ich davon nicht erzählen, also von den Drogen..., alte Drogenkumpels sind nicht mehr mein Typ, und andere alte Freunde, naja die leben auch ihr eigenes Leben. Mir bleibt quasi nichts anderes übrig, als mich mit mir selbst auseinander zu setzten. Aber vielleicht gehört eben genau das zu MEINEM Selbstheilungsprozess. naja
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Martin Mainz
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Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Martin Mainz »

Pogo407 hat geschrieben: Di 20. Jul 2021, 09:39 also hätte mich auch nicht gewundert wenn der Beitrag schon gesperrt gewesen wäre.
Nicht doch, ich les das auch gerne
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Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Pogo407 »

so melde ich mich auch mal wieder...

also bei mir gibt es nichts neues.. Eigentlich nur das das Gedankenkreisen bzw die Zwangsgedanken letzten Freitrag auf einmal wieder schlimmer wurden... Keine Ahnung warum... vielleicht lags am Wetter?! Jedenfalls wurde es dann ab Dienstag Mittwoch wieder besser und heute kann ich sagen gehts mir relativ gut Gedanklich.

Letztes WE war ich wieder in München, wollte eigentlich etwas mehr machen aber habe dann doch etwas zu tief ins Glas geschaut. Naja... dafür bin ich jetzt Biertechnisch erstmal befriedigt :D genug getrunken ^^

Jetzt ist erstmal sehr viel Sport angesagt die nächste Zeit. Also Krafttraining und joggen noch dazu... muss paar Pfunde noch loswerden. Paar kleinere "Festivals" sind in aussicht

Glaube der August könnte ein toller Monat werden 8-)

was vielleicht noch ganz interessant ist: die Lust auf Cannabis ist mir erstmal vergangen... - kein Craving oder ähnliches. Ich hätte auch gar keine Lust heute oder morgen mal einen durch zu ziehen. Einfach weil ich klar im Kopf sein will...

aja und Sex hatte ich nach längerem mal wieder. Hatte etwas Panik das das Gedankenkreisen mir hier im Weg steht aber dem ist nicht so. War auch mal wieder schön :P

Schönes WE
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FraFraFrankenstein
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Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von FraFraFrankenstein »

Alkohol ist ein Lösungsmittel nicht die Lösung.

Bitte keinen Alkohol mehr trinken. Das ist die schlimmste Droge überhaupt.

Ich weiß nicht, ob die Bibel oder der Koran in deiner Verfassung die richtige Unterhaltung sein kann. Vielleicht wäre etwas einfacheres hier hilfreich.

Hanfige Grüße

FraFra
Rauch gehört nicht in die Lunge. Rauchen ist die schlechteste Art Cannabis zu konsumieren. Vapen ist da wesentlich besser geeignet. Maximal 200°C
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Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Pogo407 »

FraFraFrankenstein hat geschrieben: Sa 31. Jul 2021, 20:36 Alkohol ist ein Lösungsmittel nicht die Lösung.

Bitte keinen Alkohol mehr trinken. Das ist die schlimmste Droge überhaupt.

Ich weiß nicht, ob die Bibel oder der Koran in deiner Verfassung die richtige Unterhaltung sein kann. Vielleicht wäre etwas einfacheres hier hilfreich.

Hanfige Grüße

FraFra
Trotzdem tut es auch mal gut einen über den Durst zu trinken. Vor allem wenn es direkt im Haus der Brauerei ist. Ein paar mal im Jahr erlaube ich mir das und dabei bleibt es auch.


Warum findest du ist der Koran nichts für mich jetzt? Das kannst du doch sicher auch begründen wenn du es schon in den Raum stellst?!?

Er hilft mir etwas beim reflektieren - und ausserdem wollte ich ihn schon immer mal lesen / hören. Trifft sich einfach gerade gut. Deswegen werde ich nicht gleich zum Moslem.

Und irgendwas muss an dem Buch ja sein. Sonst würden nicht so viele Menschen ihr Leben danach richten.
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FraFraFrankenstein
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Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von FraFraFrankenstein »

Ich finde religöse Literatur nur eine etwas schwere Kost im Entzug. Du kannst natürlich machen was du willst.
Gute Besserung!
Rauch gehört nicht in die Lunge. Rauchen ist die schlechteste Art Cannabis zu konsumieren. Vapen ist da wesentlich besser geeignet. Maximal 200°C
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Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Pogo407 »

FraFraFrankenstein hat geschrieben: So 1. Aug 2021, 13:37 Ich finde religöse Literatur nur eine etwas schwere Kost im Entzug. Du kannst natürlich machen was du willst.
Gute Besserung!
Es ist ja nicht mehr direkt im Entzug sondern in einer Art Heilungsphase.

In der ersten Woche nach Cannabis war es mir nicht möglich ein Buch zu lesen. Ich wusste am Ende der Seite nicht mehr was am Anfang stand. Aber auch dies wurde schon viel besser.


Ja mittlerweile gehe ich auf die 5 Monate zu.

So lange war ich noch nie sauber seit ich mit Cannabis bzw anderen Drogen begonnen hatte.

Und soll ich euch mal was sagen? Es fühlt sich verdammt gut an. Verdammt gut... - es wurde auch zum selbstläufer. Ziel dürfte jetzt erst mal 1 Jahr Cannabis-frei sein. Ich gebe mir hier echt Zeit und mein Gehirn sollte sich mal wieder richtig erholen.

Wenn ich mal wieder in einer Beziehung bin und die Partnerin vielleicht früher auch geraucht hat, dann will ich mit ihr mal einen durchziehen. Einfach um gemeinsam dicht zu sein und wir uns kaputt lachen. Aber auch nur ein Mal.

Glaube diesmal bin ich echt durch mit dem Zeug :)
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Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von M. Nice »

Pogo407 hat geschrieben:Wenn ich mal wieder in einer Beziehung bin und die Partnerin vielleicht früher auch geraucht hat, dann will ich mit ihr mal einen durchziehen. Einfach um gemeinsam dicht zu sein und wir uns kaputt lachen. Aber auch nur ein Mal.

Glaube diesmal bin ich echt durch mit dem Zeug :)
Um Gotteswillen, mach das ja nicht!!!
Du weist doch, wie zerstörerisch und süchtig machend dieses krasse RAUSCHGIFT ist.

Nimm lieber Alkohol und, oder Opiate, das ist wesentlich gesünder und macht dich auch nicht süchtig und Bücher kannst dann auch noch lesen.

MfG
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Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Pogo407 »

M. Nice hat geschrieben: So 1. Aug 2021, 17:40Um Gotteswillen, mach das ja nicht!!!
Du weist doch, wie zerstörerisch und süchtig machend dieses krasse RAUSCHGIFT ist.

Nimm lieber Alkohol und, oder Opiate, das ist wesentlich gesünder und macht dich auch nicht süchtig und Bücher kannst dann auch noch lesen.

MfG
M. Nice
Hey Wenn dir irgendwas an meinem Beitrag nicht passt dann zieh einfach weiter und lass deine kindischen Kommentare.

Daran sieht man eigentlich sehr deutlich das dir irgendwas nicht so gut tut, wie du tust.

Was du schon für ein Fass aufmachst nur weil ich ein paar Bier getrunken habe. Oh ja die waren ja so verdammt schädlich.


Tue mir bitte einen Gefallen und kommentiere hier nicht weiter mit, klar?
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Martin Mainz
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Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Martin Mainz »

Bleibt bitte friedlich
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Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Pogo407 »

So ich glaube ich beende den Beitrag von meiner Seite aus hier. Der Grund ist ganz einfach. Alles was jetzt noch kommt oder ist, ist nichts anderes als der Heilungsprozess. Heilungsprozess von narzisstischen Missbrauch. War jahrelang in einer narzisstischen Freundschaft und habe es nicht gemerkt. Das ist aber was ganz normales. Anfangs denkt man sich nicht viel, vielleicht nur mal was ist mit dem los. Aber man sieht darüber hinweg, will ja ein guter Freund sein. Und so nimmt das Spiel seinen lauf. Werde wohl in ein dementsprechendes Forum weiter ziehen. Nur so viel kann ich noch sagen: wenn man das Spiel mal durschaut hat, kann man nur den Kopf schütteln und lachen. Es ist einfach lachhaft was das für armselige, kleine Würstchen sind. Die irgendwann auch bekommen was sie verdienen.


Zum Cannabis-Entzug kann ich noch sagen: Es war eigentlich kein richtiger Entzug. Dieses Gedankenkreisen war ja auch ein Grund warum ich damit aufhörte. Es ging aber trotzdem lange nicht weg. Cannabis verstärkte das Gedankenkreisen einfach noch... und ich dachte hald es kommt alles vom Cannabis. Dem war aber nicht so. Das ich mit Cannabis aufhörte war hald noch wie das Wasser auf die Mühlen. Was hatte ich an Entzug? Naja die erste Woche war ungewohnt, Konzentration war nicht die beste und ich war etwas sensibler als sonst. Das war es aber auch schon. Das schöne war, dass ich wieder träumte. Und so freute ich mich täglich aufs einschlafen, weil ich gespannt war was ich die Nacht wieder träumte. Also nix mit schwitzen oder craving *freu*

Rückblickend kann ich sagen, habe ich jetzt jede Drogensucht ausgelebt, bis auf Alkohol und Crack - und hab alles wieder selbst gebacken bekommen. Ohne Therapie usw. Darauf bin ich Stolz. Das war auch der Grund warum ich überhaupt die Süchte auch ausgelebt habe.

Heute kann ich mit großem Stolz sagen, ich bin glücklich - und zwar ganz ohne zufuhr von Substanzen. Ich brauche keinen Feierabendjoint und auch keinen um schlafen zu können. Ein schönes erholsames Wochenende verbinde ich mit ner Runde Sport, irgend ner Unternehmung und nem gutem Essen. Wenn dann noch ein schöner Sonnenuntergang oder Aufgang ist -> bin ich wunschlos Glücklich.

Rauchen werde ich so schnell noch nichts... aber sicher irgendwann mal wieder einen. Erstmal ist Abstinez bei mir das oberste Gebot. Hin und wieder mal ein Bierchen, aber das auch nur um die Geschehnisse der letzten Jahre auf mich wirken zu lassen. Ich finde da ein Bier gar nicht so schlecht. Wie gesagt ein Bier und nicht Schnaps oder 5-6 Bier. Da ist eigentlich nichts falsches daran.

Also machts Gut und Danke das ich hier Berichten durfte, auch wenn es zum Schluss hin schon sehr am Thema vorbei ging. Der ein oder andere wird sicher mal auf dem Beitrag stoßen wenn es ihm ähnlich geht. Deswegen habe ich ihn geschrieben, weil ich zu meiner Zeit absolut nichts dazu im Netz fang. Was mich eher gewundert hat.

Werde aber sicher hin und wieder mal im Forum vorbei schauen

Peace
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Martin Mainz
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Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Martin Mainz »

Danke Pogo und thanks for all the fish! Man liest sich :D
Pogo407
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Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Pogo407 »

So nach knapp 2 Monaten melde ich mich doch mal wieder.

Bei mir ist alles beim alten 8-)

Sprich ich habe seit dem keinen joint mehr angefasst. Jetzt im September wo es noch mal richtig schön war hat es mich öfters gedrückt aber ich bin standhaft geblieben und im Nachhinein bin ich sogar froh. Jetzt kann ich nämlich sagen ich habe über ein halbes Jahr durchgezogen. Naja vielleicht an Weihnachten mal aber so weit will ich gar nicht denken.

War jetzt öfter mal auf open airs das hat mir verdammt viel Spaß gemacht. Lokation Sound und Leute waren super... Somit hatte ich ein dauergrinsen bis zu den Ohren.

So ne Freude hatte ich schon lange nicht mehr. Vor allem auch ohne Drogen. Wenn man von den 2 Bier mal absieht.

Insgesamt hat es sich voll rentiert damit aufzuhören. Für mich jedenfalls...


Mittlerweile habe ich auch den Koran schon als Buch gelesen. Habe ja geschrieben das ich ihn mir als Hörbuch reinziehen... Aber das war mir dann zu wenig. Kann echt ein kleiner Lebenshelfer in schwierigen Zeiten sein.


Psychisch geht es mir auch gut aber noch lange nicht perfekt. Immer noch im Heilungsprozess würde ich mal sagen. Aber mit Cannabis hat das nix mehr zu tun.

Jetzt geht es dann ins Training, davor noch ein paar Sachen erledigen.
Morgen machen die Clubs wieder auf, da werde ich auch gleich am Start sein.

Hab eigentlich gut zu tun und dazu noch Urlaub. Wetter passt

Läuft eigentlich ganz gut zur Zeit
Chrizzle
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Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Chrizzle »

Moin erstmal!

Erstmal DANKE für deine Geschichte. Du gibts mir wirklich Hoffnung!. Stehe im Moment mitten im Canna Entzug und bestätige dich komplett.

Erstmal zu mir: Ich bin 31 Jahre alt und habe bestimmt 10 Jahre konsumiert. Auch ich hatte eine wilde Jugend und hab in mit Anfang 20 einiges ausprobiert. Koks, PeP , Pilze, E‘s und LSD. Alles war nur kurz oder einfach mal zum probieren. Cannabis jedoch war ein ständiger Dauerbegleiter und hat mir ständig über schwierige Zeiten hinweg geholfen. Ich bin Hauptberuflich Mechaniker in Leitungspositionen, nebenbei Selbstständig und „versuche“ gerade meinen Meister zu machen. Zudem ist ein Familienmitglied in diesem Jahr gestorben und Stress ist ein täglicher Berufsbegleiter. Ich habe mich nahezu aufgerieben um die Position, welche ich jetzt bekleide, zu erreichen.

Oft war ich beim Arzt mit Rücken Problemen und immer habe ich mich selber therapiert mit Cannabis. Warum auch nicht? Kopf aus Sorgen los… jetzt kam es aber dazu das ich auf der Arbeit zusammengeklappt bin. Stechen im Rückenbereich beim einatmen. Ab ins Krankenhaus: Alles gecheckt, Organe Top Verdacht liegt bei der Bandscheibe der Brustwirbel. Samstag Nacht wach geworden nächste Panikattacke. Direkt wieder ins Krankenhaus nochmal alles gecheckt (anderes Krankenhaus) ( Röntgen, Ultraschall, Sauerstoff etc. Alles ohne Befund. Nach Schilderung meiner Symptome und meiner aktuellen Situation -> Befund massiver Stress stolpernd ins Burn Out.

In kürzester Zeit habe ich bemerkt das ich alle Symptome bewusst selbst therapiert habe anstatt mich zu öffnen und den Stress zu bewältigen. Was nun?! KALTER ENTZUG von heute auf morgen keine Joint mehr und dann ging’s richtig los als würde die Erde auf mich nieder stürzen. Habe ich mir vielleicht etwas kaputt gemacht? Habe ich vielleicht etwas habe es nur nicht richtig gemerkt? Erstmal Arzt Marathon: Orthopäde, HNO, Internist alles ohne Befund bist auf den Orthopäde. November erstmal MRT. Lungenfacharzt und Kardiologe folgen noch. Klar mittlerweile haben mir 5 Ärzte gesagt das alles gut ist aber dennoch denke ich: DU MUSST WAS HABEN! Die Psyche spielt im Moment Riesen Streiche mit mir. Ständig räusper ich und erzwinge Husten, das sogar Blut mit kam was die Sache natürlich schwerer macht zu verstehen das wirklich alles gut sein soll.

Körperlich kann ich sagen das während des Entzug Hustenreiz, Kurzatmigkeit und Schwindel mich begleiten, mal mehr mal weniger. Meine größten Begleiter sind die Panikattacken sobald ich über die ganzen Sachen nachdenke. Mich trifft dieser Entzug schon Heavy und das hätte ich mir nie ausgemalt. Jetzt zu verstehen das mein Körper sich wieder einpendeln muss, will meine Psyche nicht ganz verstehen weil: nach dem Joint war stets alles gut… Was ich sagen kann: die Quälerei durchlebe ich jetzt einmal und ich habe mir geschworen nie wieder einen Joint anzufassen. Das Leben ist so schnell an mir vorbei gezogen weil ich jeden Abend das gleiche Ritual hatte: Arbeiten, Kiffen, Netflix and repeat.

Bin mal gespannt wie es weitergeht bin mittlerweile in Tag 7 und fest entschlossen: Cannabis? Nie wieder! Generell bin ich das Thema Drogen leid. Warum habe ich nicht früher die Reißleine gezogen? Richtig weil im Kiff stets alles gut war. Auch die Kommentare: es gibt keine Entzugserscheinung ist einfach falsch. Jeder reagiert anders… was mich am Leben hält? Meine Freundin ist bei mir und durchlebt mit mir diese Zeit und hilft mir voran zu kommen. Jetzt liegt es an mir Sie nicht zu enttäuschen und das werde ich schaffen da bin ich mir sicher.

Danke das du deine Geschichte hier nieder schreibst, wirklich es hilft. Im Moment spaziere ich viel und versuche zu meditieren das hilft schon. Morgens bin ich zurzeit noch vor dem Wecker wach und hoffe einfach das ich bald wieder erholsam schlafen kann. Morgen gehts zum ersten Mal wieder los joggen. Ernährung ist eigentlich generell gut dank Hello Fresh :). Zudem esse ich im Moment viel Obst und hoffe das bei mir alles gut ist. Lass dich hören wie es dir geht, liebe grüße
Zuletzt geändert von Martin Mainz am Fr 1. Okt 2021, 20:40, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit ergänzt
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Martin Mainz
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Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Martin Mainz »

Ich finde das gut, daß auch diese Seite hier im Forum gezeigt wird. Bitte diskutiert weiter mit Respekt.

Und dir Chrizzle ein herzliches Willkommen hier im Forum!
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JulianP.
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Registriert: Di 7. Sep 2021, 16:34

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von JulianP. »

Respekt!
Ich denke es ist ein langer Prozess. Du wirst sicher Aufs- und Abs erleben, wie in jedem Verarbeitungsprozess. Am Besten ist es deinen persönlichen Weg zu akzeptieren und mit positiver Energie an die Sache ran zu gehen. Versuch dich zu erinnern wie du es geschafft hast dich vor der Zeit des Konsums zu kozentrieren. Vllt kannst du Wege erlernen, die dich wieder dabei unterstützen.

Ich drücke dir die Daumen!
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