Kiffen im Eigenheim, Grasgeruch - Stress mit Nachbarin und der Polizei

Seit dem CanG keine Probleme mehr? Von wegen! "Geruchsbelästigungen" durch Anbau und Konsum können zur Kündigung von Mietverträgen führen.
Benutzeravatar
Cookie
Beiträge: 5024
Registriert: Sa 27. Aug 2016, 14:20

Re: Grasgeruch - Stress mit Nachbarin und der Polizei

Beitrag von Cookie »

Also ich dachte erst auch Vapo, aber ehrlich gesagt "stinkt" auch das - zumindest am Anfang - ganz schön. Je nach Sorte mehr oder weniger. Klar riecht es nicht verbrannt und irgendwie anders, aber ein "Schnuppernäschen" riecht das locker raus.
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa
Benutzeravatar
Martin Mainz
Board-Administration
Beiträge: 4667
Registriert: Di 22. Mär 2016, 18:39

Re: Grasgeruch - Stress mit Nachbarin und der Polizei

Beitrag von Martin Mainz »

Das macht nen riesen Unterschied! Mein Bekannter hat so genau dieses Nachbar-Problem gelöst und hat seither seine Ruhe. Und so nen Ballon kann man auch rumreichen und manche haben sogar extra Munstücke.
Ehrenamtlicher Foren-Putzer

Wenn ich einen Fehler gemacht habe, bitte einfach eine PN an mich :mrgreen:
Bitte seid nett zueinander - die Welt da draußen ist schlimm genug
Kaninchen
Beiträge: 7
Registriert: Mo 26. Jul 2021, 00:48

Re: Grasgeruch - Stress mit Nachbarin und der Polizei

Beitrag von Kaninchen »

Vielen Dank für eure Antworten. 🙏🏼 Vapen kommt für uns leider nicht in Frage. Ich freunde mich immer mehr mit dem Gedanken an, den 420 Purifier anzuschaffen. Vielleicht gibt es ja den ein oder anderen Erfahrungsbericht. :)
Kaninchen
Beiträge: 7
Registriert: Mo 26. Jul 2021, 00:48

Re: Grasgeruch - Stress mit Nachbarin und der Polizei

Beitrag von Kaninchen »

Achso - wir sind die Einzigen, die als Verursacher des Geruchs in Frage kommen. :D Der Mann von unserer netten Nachbarin raucht auch manchmal, aber nie in der Wohnung.
moepens
Beiträge: 1177
Registriert: Fr 16. Jun 2017, 07:45

Re: Grasgeruch - Stress mit Nachbarin und der Polizei

Beitrag von moepens »

Durch Kippstellung kann der Rauch bei ungünstigen Bedingungen schon nach oben ziehen...
Wenn ihr eine Küche mit Dunstabzug habt, dann wäre das auch eine Möglichkeit, sofern die Abluft nicht jemandem in die Nase steigen kann. Oder etwas Stinkiges finden, was den Geruch überdeckt :)
Bernd Stromberg
Beiträge: 30
Registriert: Mi 25. Jun 2014, 12:00

Re: Grasgeruch - Stress mit Nachbarin und der Polizei

Beitrag von Bernd Stromberg »

Würde mir eine Abluftanlage mit Aktivkohlefilter kaufen und entweder verdeckt verbauen oder in große Ikea Tüte und beim rauchen grad "aufstellen"

In Richtung Filter ausatmen, Schlauch solange ans gekippte Fenster oder auf den Balkon, Problem gelöst.
Kaninchen
Beiträge: 7
Registriert: Mo 26. Jul 2021, 00:48

Kündigung wegen Cannabiskonsum?

Beitrag von Kaninchen »

Hallo, ihr Lieben - ich mal wieder. :D

Wir leben seit circa zweieinhalb Jahren in einer Mietwohnung. Innerhalb dieses Zeitraums gab es zwei Briefe und zwei darauf folgende Gespräche mit dem Vermieter, da sich Nachbar:innen darüber beschwert haben, dass wir kiffen. Kann sein, dass einer dieser Briefe sogar eine Abmahnung war, aber da bin ich mir gerade nicht ganz sicher. Lange Zeit war alles gut, letztens stand dann die Polizei vor der Tür - die Nachbarin hatte die Cops gerufen, weil es aus unserer Wohnung wohl nach Gras roch. Die Polizisten betraten unsere Wohnung - ich sagte, sie bräuchten entweder einen konkreten Tatverdacht oder einen Durchsuchungsbeschluss, um unsere Wohnung betreten zu dürfen. Laut Aussage der Polizisten sei der Geruch nach Marihuana Tatverdacht genug - ist das überhaupt rechtens? Übrigens konnten die Polizisten in unserer Wohnung weder den besagten Geruch feststellen noch Gras finden.

Nun nimmt die Geschichte ihren Lauf… Heute fand eine Nachbegehung zwecks Mängelbeseitigung statt (da ging es um andere Dinge, nicht ums Kiffen). Normalerweise schickt unser Vermieter, mehrfacher Millionär, auch „der Kaiser“ genannt, seine Sekretärin vor. „Der Kaiser“ und seine „Gehilfin“ sind menschlich wirklich die schlimmste Kandidat:innen, die ihr euch vorstellen könnt und heute war „der Kaiser“ sogar selbst vor Ort. Hat mal wieder versucht mich einzuschüchtern: „Wenn das so weitergeht, kommt bald die Kündigung!“ - „Wenn WAS so weitergeht?“ - „Sie wissen genau, was ich meine.“ - „Nein, daher frage ich Sie ja.“ - „Der ständige Drogenkonsum!“ … Und dann ging diese Unterhaltung noch etwas weiter; ich verzichte jetzt mal auf nähere Details. Nun frage ich mich: Kann der Vermieter uns wegen Cannabiskonsum kündigen? Zumal uns seitens der Polizei ja nichts nachgewiesen wurde! Reichen Beschwerden von Nachbar:innen aus?

Liebe Grüße
Benutzeravatar
Martin Mainz
Board-Administration
Beiträge: 4667
Registriert: Di 22. Mär 2016, 18:39

Re: Kündigung wegen Cannabiskonsum?

Beitrag von Martin Mainz »

Es gab auf jeden Fall schon Kündigungen wegen Konsum, aber der war jeweils nach einer HD und entsprechendem Fund. Ohne Beweis geht das nicht. Trotzdem ne Sch..Situation, wenn er dich raus haben will, findet er früher oder später ne Gelegenheit.

PS: Ich würde das in den schon vorhandenen Thread verschieben, wenns recht ist
Ehrenamtlicher Foren-Putzer

Wenn ich einen Fehler gemacht habe, bitte einfach eine PN an mich :mrgreen:
Bitte seid nett zueinander - die Welt da draußen ist schlimm genug
Benutzeravatar
FraFraFrankenstein
Beiträge: 1006
Registriert: Fr 27. Sep 2019, 18:00

Re: Kündigung wegen Cannabiskonsum?

Beitrag von FraFraFrankenstein »

Ich bin kein Anwalt, aber ich denke es geht deinen Vermieter nichts an, was du tust oder nicht tust. Er ist nur ein Vermieter. Die Schreiben würde ich nochmal genauer ansehen. Wenn da schon Kündigung stand, könnte er fristgerecht kündigen. Es gibt Mietervereine oder sowas da könntest du dir Hilfe und guten Rat holen.

Tut mir echt leid, was für einen Vermieter du da hast.

Vielleicht solltest du mal mit deinen Nachbarinnen reden, da die scheinbar irgend ein Problem haben und dann den Vermieter vorschicken.

Hanfige Grüße

FraFra
Rauch gehört nicht in die Lunge. Rauchen ist die schlechteste Art Cannabis zu konsumieren. Vapen ist da wesentlich besser geeignet. Maximal 200°C
Kaninchen
Beiträge: 7
Registriert: Mo 26. Jul 2021, 00:48

Re: Kündigung wegen Cannabiskonsum?

Beitrag von Kaninchen »

@Martin Mainz Das wäre klasse - ich bin noch etwas überfordert mit den unterschiedlichen Threads. 🙈 Es gab ja weder eine richtige HD noch wurde ansonsten was gefunden oder so. Mit 17, 18 wurde ich zwei, drei mal von Polizisten mit nem Joint erwischt, aber das dürfte nichts zur Sache tun, oder? Das wohnten wir ja noch nicht in der Wohnung und unsere Führungszeugnisse sind leer. :)
Kaninchen
Beiträge: 7
Registriert: Mo 26. Jul 2021, 00:48

Re: Kündigung wegen Cannabiskonsum?

Beitrag von Kaninchen »

@FraFraFrankenstein Danke für deine lieben Worte! 🙏🏼 Der Vermieter ist der typische Prototyp reicher Haifisch, der für Geld über Leichen geht und sich dank seiner Millionen für was Besseres hält… Seitdem er weiß, dass wir kiffen, hält er uns für Abschaum, asozial und was weiß ich nicht noch alles. Wenn er wüsste, dass ich einen Bachelor hab, mit gerade mal 24 mein eigenes Business führe und ein Putzteufel bin, würde er vom Glauben abfallen. 😂 Mit der besagten Nachbarin lässt sich leider nicht reden. Sie ist ebenfalls stinkreich (dank Eltern), ging zwei Jahre mit mir in eine Klasse und hat mit mir Abi gemacht - seitdem sie festgestellt hat, dass es bei mir scheinbar besser läuft als bei ihr (sie hat das Studium noch nicht beendet) will sie mir das Leben schwer machen - anders kann ich es mir nicht erklären.
Freno
Beiträge: 820
Registriert: Do 7. Jan 2021, 17:00

Re: Kündigung wegen Cannabiskonsum?

Beitrag von Freno »

https://www.anwalt.de/rechtstipps/kuend ... 60629.html

Das hat Frau Google als einer der ersten links ausgespuckt ... "Es kommt also darauf" an, wie Juristen gerne jede Frage nicht beantworten: Überschreitung der Geringfügigkeitsmengen nach den jeweils einschlägigen Verordnungen der Bundesländer ? Beweislage ? Evtl. privatrechtliches "Drogenverbot" im Mietvertrag ? Dazu kann man hier nichts sagen - ausser der bisherigen Beweislage: Cannabiskonsum ist nach der erfolglosen Durchsuchung erstmal nicht nachzuweisen. Ob diese Durchsuchung rechtmässsig war (ich würde sagen: ja - Verdacht auf fortgesetzte Begehung von Straftaten) oder nicht - sie ist hier für das Kaninchen ein Vorteil: der Schuß ging nach hinten los. Es wäre vielleicht hilfreich, die Namen der Polizisten in Erfahrung zu bringen und zu notieren. Solche Vorkommnisse werden bei der Polizei im Tagebuch recht genau festgehalten - alleine wegen der Hausdurchsuchung. Vielleicht mal bei der Polizei anrufen, ob man ein Protokoll bekommen kann ?

Was die Störung des Hausfriedens anbelangt, so wissen wir hier erstmal nur von einer Nachbarin, die aufgrund früherer sozialer Beziehung wohl eine Animosität hegt. Auch dafür sollte man sich um Nachweise bemühen, zB Klassenfotos. Immerhin kann man die Schule und den Besuchszeitraum angeben, gegebenenfalls Lehrer als Zeugen benennen. Streitigkeiten unter Mietnachbarn kommen nun mal vor, aber soweit sie im Rahmen des Legalen ausgetragen werden und in ihrer Bedeutung nicht über die "Streitparteien" hinausreichen, dürfte eine "Störung des Hausfriedens" wohl noch nicht vorliegen. Auch hier "kommt es drauf an", wie das Verhältnis zu den übrigen Mietparteien ist (wenn es welche gibt- wenn es nur 2 Parteien in dem Anwesen gibt, sieht es mit dem Hausfrieden allerdings eher bedenklich aus!).

Mitgliedschaft im Mieterschutzbund ist für jeden Mieter Pflicht, der keine Rechtsschutzversicherung für Miete hat oder aufgrund besonderer Verhältnisse "rechtlich geschützt" ist. Rechtsstreite über Kündigung von Mietobjekten können sehr schnell sehr teuer werden - der für die Gebühren der Anwälte und das Gericht maßgebliche Streitwert ist, wenn sich in den letzten 10 Jahren nix geändert hat, 1 Jahresmiete und wenn es noch um Räumung geht, kommt nochmal viel dazu ... das kann ruinös werden.

Aber Obacht: bei Rechtsschutzversicherungen - und wahrscheinlich auch dem Mieterschutzbund - gibt es "Karenzzeiten" von normalerweise den letzten 3 Monaten vor Beginn des Versicherungsverhältnisses. Maßgeblich ist der 1. Verstoß gegen eine Pflicht aus dem Mietvertrag, auch wenn dieser Verstoß nur behauptet und möglicherweise nie bewiesen wird.

Last not least: Ruhe bewahren ! Man sollte sich auf "worst case" in gewisser Weise vorbereiten, was auch schon sehr beruhigend wirken kann - aber so eine Kündigung bedeutet auch für den Vermieter Stress und Kosten: wahrscheinlich Mietprozess, evtl. Räumung, Renovierung, evtl. nochmal Prozeß um Renovierungskosten, Aufwand für Neuvermietung (Makler?) usw usw. Solange die Miete pünktlich bezahlt wird und nix Ernsthaftes passiert, kündigen Vermieter nur ungerne, auch wenn sie mitunter leichtfertig damit drohen.
Benutzeravatar
FraFraFrankenstein
Beiträge: 1006
Registriert: Fr 27. Sep 2019, 18:00

Re: Kündigung wegen Cannabiskonsum?

Beitrag von FraFraFrankenstein »

Ach so ist das. Na dann sehe ich nur zwei Möglichkeiten.

Heirate deine Nachbarin.
oder
Suche dir schnellstmöglich am anderen Ende der Stadt eine neue Wohnung. Sonst wird dein Leben schlimm werden.

Ich kann mich auch irren, dafür ist der Tipp kostenlos.

Hanfige Grüße

FraFra :lol:
Rauch gehört nicht in die Lunge. Rauchen ist die schlechteste Art Cannabis zu konsumieren. Vapen ist da wesentlich besser geeignet. Maximal 200°C
Freno
Beiträge: 820
Registriert: Do 7. Jan 2021, 17:00

Re: Kündigung wegen Cannabiskonsum?

Beitrag von Freno »

Vielleicht noch ein Nachsatz zur psychosozialen Seite des "Kaisers". Immobilienbewirtschaftung ist eine knallharte Branche, für die man gusseiserne Nerven braucht - ich hatte mit dieser Branche in meiner aktiven Zeit als Anwalt relativ viel zu tun, war lange Jahre mit einem Makler und Hausverwalter, den ich durch die Insolvenz gebracht hatte, auch privat befreundet. Nicht umsonst geben die meisten Immobilienbesitzer diese hochgradig nervige Verwaltung an die Profis ab. Aber man kann es auch selbst machen - eine "Mietverwaltung" kostet so 80 € / Monat aufwärts pro Wohnung und die kann man sich doch sparen ? "Der Kaiser" könnte ein solcher Eigentümer sein, der seine psychische Belastbarkeit möglicherweise überschätzt hat und nun dazu tendiert, den Stress und Frust, dem ihm die Verwaltung seines Immoblienvermögens tagtäglich beschert, in manchen Fällen durch Überreaktionen abzulassen. Das macht solche Leute aus Mietersicht auch irgendwo gefährlich.
Benutzeravatar
FraFraFrankenstein
Beiträge: 1006
Registriert: Fr 27. Sep 2019, 18:00

Re: Kündigung wegen Cannabiskonsum?

Beitrag von FraFraFrankenstein »

Danke Freno, für die Erleuchtung der Psychosozialen Seite dieses Falls. Ich bin für Bildung und schätze andere Ansichten aus fremden Fachbereichen. Alles was uns klüger macht ist hier erwünscht. ;)

Hanfige Grüße

FraFra
Rauch gehört nicht in die Lunge. Rauchen ist die schlechteste Art Cannabis zu konsumieren. Vapen ist da wesentlich besser geeignet. Maximal 200°C
Freno
Beiträge: 820
Registriert: Do 7. Jan 2021, 17:00

Re: Kündigung wegen Cannabiskonsum?

Beitrag von Freno »

Frankensteins launiger Rat, eine andere Wohnung zu suchen, hat schon einen wahren Kern. In professionell verwalteten Wohnanlagen ist die Toleranz idR weitaus größer, als in Häusern von kleinen "Kaisern", die sich als "Herr im Haus" oder "Landlord" gerieren und zuweilen ihre sehr subjektiven Vorstellungen von "Sitte und Ordnung" zur Geltung bringen wollen. Wenn man bei Profis anruft, weil zB die Heizung streikt, dann bringen Profis das in aller Regel anstandslos in Ordnung - beim kleinen Kaiser darf man sich erst mal ein Lamento drüber anhören, was der arme Vermieter dieses Jahr schon alles hat bezahlen müssen und es sowieso so nicht mehr weiter geht ohne Mieterhöhung und der Anrufer einem gerade Recht kommt, weil er letzte Woche schon wieder Unterwäsche auf dem Balkon getrocknet hat obwohl in der Hausordnung blablabla usw usw. und dann kommt nach endlos langer Zeit so eine Firma Knibbel & Knaub, die endlos rumhamburgert ...

Und Frankenstein muß ich in noch 1 Punkt zustimmen: Bildung fetzt total ! Das habe ich schon 1983 gemerkt. Um den Friedensdienst mit der Waffe bzw die Ersatzzwangsarbeit habe ich mich haargenau so drücken können, wie ich es in den "Memoiren des Hochstaplers Felix Krull" von Thomas Mann gelesen hatte - "boah ey!"
Benutzeravatar
FraFraFrankenstein
Beiträge: 1006
Registriert: Fr 27. Sep 2019, 18:00

Re: Kündigung wegen Cannabiskonsum?

Beitrag von FraFraFrankenstein »

Ich hoffe, ich darf dich zitieren?

Bildung fetzt total! (Zitat Freno) :lol:
Rauch gehört nicht in die Lunge. Rauchen ist die schlechteste Art Cannabis zu konsumieren. Vapen ist da wesentlich besser geeignet. Maximal 200°C
Kaninchen
Beiträge: 7
Registriert: Mo 26. Jul 2021, 00:48

Re: Kündigung wegen Cannabiskonsum?

Beitrag von Kaninchen »

@Freno @FraFraFrankenstein Hallo, ihr Lieben. :) Neben der Geschichte mit dem Vermieter und der Nachbarin war echt viel bei mir los, sodass ich erst jetzt zu einer ausführlichen Antwort komme. Bitte entschuldigt! Ich danke euch vielmals für eure tollen Antworten!

Ja, zum Glück konnte uns rein gar nichts nachgewiesen werden. Diese Tatsache beruhigt mich ein wenig. Zudem ist die besagte Nachbarin die einzige, die uns nicht wohlgesonnen ist - mit den weiteren vier in dem Wohnhaus lebenden Parteien verstehen wir uns gut, was ebenfalls ein Vorteil ist. Als hätten wir es geahnt, haben wir letzten Monat eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen. :D Also ich denke und hoffe, dass es für die Nachbarin keinen Anlass zur Beschwerde mehr geben wird und dass der „Kaiser“ uns daher nicht kündigen kann und wird. Bis auf die Nachbarin und den „Kaiser“ ist unsere Wohnung wirklich super, daher würden wir echt gerne weiterhin hier leben, aber wir gucken zwischendurch auch schon nach neuen Wohnungen…

„Zu der psychosozialen Seite des „Kaisers““, wie du so schön sagtest: Als Journalistin habe ich natürlich Recherche betrieben und weiß, dass der „Kaiser“ der Geschäftsführer dreier großer Unternehmen ist, die jeweils 40 Mio. € aufwärts jährlich abwerfen. Immobilien sind nur eins seiner weiteren Standbeine. Ich glaube, er hat genug Kohle, um die Verwaltung abzugeben. :D Daher tritt normalerweise auch nur seine Sekretärin mit den Mieter:innen in Kontakt. Noch ein interessanter Fakt: Auf kununu liest man ausschließlich schlechte Bewertungen über den „Kaiser“ und seine drei Unternehmen, die seine geldgierige und unmoralische Art perfekt widerspiegeln. Ich frage mich echt, warum er so ein A****loch ist - vielleicht habt ihr ja Ideen. :D Bekanntlich macht Geld allein ja nicht glücklich…

Auf jeden Fall gehen wir zum Rauchen jetzt immer raus oder rauchen bei und mit Freund:innen in der Wohnung, bei denen es dahingehend keine Probleme gibt. Wenn ich ab und zu mal alleine einen rauche, tue ich das unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen in unserer Wohnung. Vielleicht ist ja jemandem mit diesem Vorgehen geholfen: Vorher gut lüften, dann Fenster und Türen schließen, Duftkerzen an, Handtuch vor die Tür, automatischen Duftspender vor der Tür positionieren und - jetzt wird es etwas strange - beim Rauchen den Rauch nicht in den Raum, sondern in eine Flasche pusten und diese zwischendurch mit der Hand verschließen, nach dem Rauchen Deckel drauf und fertig. So ist wirklich fast kein Rauch und somit auch kaum Geruch im Raum vorhanden. Eine große Flasche mit einer großen Öffnung ist gut geeignet. Nach dem Rauchen puste ich die Duftkerzen aus (wegen des überdeckenden Geruchs), sprühe Febreze o.Ä. und wenn ich etwas gewartet habe und keine Nachbar:innen draußen sind, öffne ich alle Türen und Fenster und rauche draußen eine Zigarette (dann ist die geöffnete Tür nicht auffällig und der Zigarettenrauch überdeckt ebenfalls mögliche Gerüche).

Nun ja, so ist der aktuelle Stand und so werden wir das wohl auch weiterhin handhaben. Wenn wir eine Wohnung im selben Dorf, die mindestens so schön ist wie unsere und auch höchstens 200 € mehr Miete kostet, finden sollten, würden wir umziehen. :D Mal gucken, was sich ergibt.

Nochmals vielen Dank für eure tollen Antworten und ich freue mich, ggf. mehr von euch zu hören. :)

Liebe Grüße,
Kaninchen
Freno
Beiträge: 820
Registriert: Do 7. Jan 2021, 17:00

Re: Kündigung wegen Cannabiskonsum?

Beitrag von Freno »

Hallo Kaninchen !

Die Sorte "mittelständischer" Unternehmer ist mir aus meinem früheren Leben als Wirtschaftsanwalt recht vertraut. Sie stehen häufig sehr stark unter Strom - und neigen dazu, den Druck an solchen Stellen wie Wohnungsmietern wieder abzulassen. Relativ kleine Häuser mit wenigen "Parteien" sind natürlich schnuggeliger als "Blocks" - aber die Nachteile bekommst Du gerade auch mit. Ein einziger Nachbar kann ausreichen, das Zuhause in eine Gefechtsstellung zu verwandeln, vor allem dann, wenn er sich mit dem Vermieter zu einer "kritischen Masse" zusammenschließt. In größeren Anlagen kommt das nicht so leicht vor - aber die haben halt auch ihre Nachteile.

"Die eierlegende Wollmilchsau" gibt es eben auch auf dem Wohnungsmarkt nicht - gewisse Nachteile muß man immer in Kauf nehmen. Man muß eben definieren, was für einen wichtig ist und welche Nachteile man schlucken kann, ohne Verdauungsprobleme zu kriegen. Der wesentliche Nachteil meiner ansonsten sehr angenehmen - und auch Cannabis-toleranten - Wohnlage am Rande einer Großstadt ist ihre verkehrsungünstige Lage: 600 m zum nächsten Bus (der nur sehr selten fährt) und 2000 m zur Tram und zu den nächsten "Versorgungseinrichtungen". In der warmen Jahreszeit ist das kein Problem - aber den letzten extrem ekligen Winter, als der ÖPNV zusammenbrach, habe ich nur aufgrund meiner Vorratshaltung gut überlebt. So einige meiner Nachbarn werden ganz schön in die Röhre geguckt haben ...

Halt die Ohren steif !
MaryJaneGrashopper
Beiträge: 18
Registriert: Di 31. Jul 2018, 13:14

Re: Kiffen im Eigenheim, Grasgeruch - Stress mit Nachbarin und der Polizei

Beitrag von MaryJaneGrashopper »

Hallo Leute
Wie ist das eigentlich...?!
Ich bin Cannabis Patientin. Von meiner Ärztin verordnet und der KK genehmigt.
Leide unter schlimmen Schmerzen, weshalb ich diese Verordnung und Therapie bekomme.
Ich habe aufgehört Zigaretten zu rauchen und will generell auch vom Joint vollständig auf den Mighty umsteigen. Ich bekam ihn verschrieben und setze mich schon seit längerem mit diesem und ähnlichen Geraten auseinander. Allerdings kann ich mich irgendwie nicht daran gewöhnen. Ich muss husten, es verkrampfen sich die Bronchien und es ist irgendwie mehr Qual, als Wahl.
Trotzdem bleibe ich dran und habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Habe sämtliche Temperatur Einstellungen von 160-200° versucht. Langsames zaghaftes ziehen, etwas stärker und ich huste.
Könnte mir vorstellen, das ich mit einem Vulcano, evtl mit Schlauch, besser zurecht käme. Aber was wenn nicht? Das Gerät ist schließlich sehr teuer! Ja, klar, ich könnte es verschreiben lassen, aber ich fänd es dann sehr schade...
Nun gut. Aber da gibt es noch die Nachbarschaft im Moment, wo ich die Joints auf dem Balkon bevorzuge.
Es hat sich Gott sei Dank keiner beschwert! Aber die Frage ist doch *darf* ich denn auf dem Balkon konsumieren? Das mit dem Tabakgenuss und dem Nichtraucherschutzgesetz ist mir klar. Aber davon abgesehen raucht meine Nachbarin über mir auch Zigaretten.
Aber wie und wo ist das denn geregelt? Gibt es überhaupt eine Regel? Ich habe schließlich ein Rezept und vor allem eine Genehmigung der KK bzw MDK, das mir den Konsum ermöglicht.
Aber ist das auch auf dem Balkon erlaubt? Draußen spielen Kinder, oder laufen Leute vorbei. Ich sitze da meist mit eingezogenem Genick, sozusagen. Aber da ist immer viel los. Es gibt keine Zeit, wo es "besser" wäre. Wobei ich das eh nicht könnte. Dafür konsumiere ich zu viel, als das ich mich tatsächlich "verstecken" könnte. Das ist mir unangenehm. Weiß mir aber, außer den Vapo zu nutzen keine andere Möglichkeit.
Wäre nur gerne rechtlich auf der sicheren Seite, aber die gibt es wohl (noch) nicht.
Ich bin stark Bewegungseingeschränkt, daher ist raus gehen keine Option für mich. Das wäre 6-8x am Tag auch sehr umständlich.
Bin ich gezwungen, in dem Raum in dem ich auch schlafen muss, zu rauchen?! Habe nur eine sehr kleine Wohnung und kein extra Schlafzimmer.
Ich möchte nicht in der Wohnung rauchen.
Wie seht Ihr das?
Oh ja, bevor ich es vergesse, ich habe noch ein Thema, das mich beschäftigt.
Cannabis Konsum bzw Therapie im Krankenhaus.
Ich musste 4 Tage ohne auskommen, weil ich nicht aus dem Bett aufstehen konnte und somit auch nicht nach draußen konnte und es mir untersagt wurde.
War eine unschöne Geschichte, die ich so, als Patient, nicht mehr erleben möchte
Schreibt mir gerne Eure Meinung 🙂
Liebe Grüße ✌🏻🌻
moepens
Beiträge: 1177
Registriert: Fr 16. Jun 2017, 07:45

Re: Kiffen im Eigenheim, Grasgeruch - Stress mit Nachbarin und der Polizei

Beitrag von moepens »

Probier es doch mal mit einer Wasserkühlung. Für den Mighty/Crafty gibt es da einen sehr günstigen Adapter, eine Bong kostet auch nicht viel. Eine Luxusausführung wäre der Herborizer.

Wenn Tabak dabei ist greift das Nichtraucherschutzgesetz, Cannabis selbst fällt nicht darunter. Also gesetzlich ist auch das Joint rauchen auf dem Balkon okay, genau wie bei Zigaretten - ganz streng genommen sollte dann auf dem Rezept nicht "zum vaporisieren" stehen sondern "zur Inhalation" o.ä., aber daran stößt sich im Alltag kaum jemand, kann nur mit manchen Ärzten und Kliniken Probleme geben und dann kann man kaum etwas dagegen machen.
Natürlich kann man auch sonst in einen Konflikt kommen wenn es jemanden stört, gerade als Mieter. Manche suchen proaktiv das Gespräch mit Mietern und Vermieter... da gibt es aber keine Verpflichtung, wenn es jemanden stört bekommt man das ja mit.
Benutzeravatar
Cookie
Beiträge: 5024
Registriert: Sa 27. Aug 2016, 14:20

Re: Kiffen im Eigenheim, Grasgeruch - Stress mit Nachbarin und der Polizei

Beitrag von Cookie »

Also ich habe auch schon große Unterschiede in der Art der Verdampfung festgestellt, die auch auf Husten wirken oder nicht / weniger. Dabei ist der Arizer Air II den ich kürzlich erworben hatte derzeit mein Beliebtester! Aber ganz ohne Husten geht es wohl nicht, vielleicht höchstens mit einem "Blubber" zum Abkühlen des Dampfes wie moepens es sagt.
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa
Benutzeravatar
M. Nice
Beiträge: 838
Registriert: Sa 31. Mär 2012, 14:28
Wohnort: FreiStatt Bayern

Re: Kiffen im Eigenheim, Grasgeruch - Stress mit Nachbarin und der Polizei

Beitrag von M. Nice »

Das ist alles Gewöhnungssache.
Nach der Umstellung von Tabak-Joints mußte ich anfangs auch husten. Jetzt dampfe ich bis 210° und muß nicht mehr husten.
Eine Wasserfilterung ist natürlich auch noch angenehmer zum inhalieren.

Ich denke, das verdampfen reinigt die Lungen und da ist abhusten ja nicht schlecht :mrgreen: .


MfG
M. Nice
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!
moepens
Beiträge: 1177
Registriert: Fr 16. Jun 2017, 07:45

Re: Kiffen im Eigenheim, Grasgeruch - Stress mit Nachbarin und der Polizei

Beitrag von moepens »

Wenn man sehr empfindliche Schleimhäute hat, dann kann man sich nicht wirklich "gewöhnen", v.a. zur kalten Jahreszeit ist das dann schlecht für die Atemwege, die werden immer gereizt, trocknen aus und man wird leichter krank.
Die Frage ist aber noch offen, ob der Volcano dann besser geeignet sein könnte, würde mich auch interessieren.
Grobschnitt
Beiträge: 1
Registriert: Sa 6. Nov 2021, 15:07

Re: Kiffen im Eigenheim, Grasgeruch - Stress mit Nachbarin und der Polizei

Beitrag von Grobschnitt »

Mal ein Tipp zum Volcano;
hab das Teil schon länger, habe Asthma und kann/konnte Tabakmischungen nicht wirklich rauchen.

1 Tropfen Wasser über die Messerspitze, das kleine spitze, auf das "Verdampfgut" langt mir um
hustenfrei verdampfen zu können. 2 Tropfen sind auch OK, darüber verdampft es nicht mehr so toll
wie gewünscht.
Das hält min. 2 Ballons. Danach wiederholen.
Ich fange bei der Einstellung 6 an und höre bei 8 auf.
Insgesamt hält ein Köppchen etwa 5-6 Ballons. Bei mir verteilt auf 2-3 Tage.
Füllmenge etwa 0,3 g. Mit relativ schwachem Material.
Was besseres als den Volcano kenne ich nicht.

Grüße Grobschnitt
Antworten

Zurück zu „Wohnen & Mietrecht“