Was wäre wenn es das Cannabisverbot nie gegeben hätte - ein Gedankenexperiment
Re: Was wäre wenn es das Cannabisverbot nie gegeben hätte - ein Gedankenexperiment
In meinem "Gedankenspiel" über eine Welt ohne Cannabis-Verbot war es für mich wichtig, wann dieses Gedankenspiel eigentlich einzusetzen hätte. Ich muß Cookie nochmals dafür danken, meinen diesbezüglichen Irrtum korrigiert zu haben - aber ich glaube kaum, daß das 1929 in Kraft getretene Cannabis-Verbot in Deutschland noch irgendeine gesamtgesellschaftliche, gar historische Relevanz gehabt haben könne. Ich bin 1965 geboren, meine Eltern gehörten zur "Flakhelfergeneration", die den II. Weltkrieg und den Faschismus "live" erlebt hatten und in meinem Leben hatte ich viele intensive Kontakte zu weiteren Angehörigen jener "Flakhelfergeneration". Die Welt sah damals anders aus. Für Cannabis als psychotrope Substanz interessierten sich Intellektuelle wie Walter Benjamin - "Über Haschisch" - aber das erreichte keinerlei Breitenwirkung. Gewiss wurde "Knaster" nach wie vor geraucht - aber eigentlich nur noch in den ländlichen Gegenden, wo man Nutzhanf anbaute. Der "gute Tabak" hatte den Knaster weitgehend verdrängt gehabt.
Aber zurück zu dem Gedankenexperiment: es ist deswegen für mich interessant, weil sich dahinter die Frage aufstellt, welche Wirkung Cannabis als psychotrope Substanz eigentlich hat - vor allem auf gesamtgesellschaftlicher Ebene.
Im psychoanalytischen Strukturmodell der Psyche nach S. Freud besteht diese aus 3 Instanzen: dem Ich - dem aktuellen Bewußtsein über sich selbst, dem Über-Ich als moralischer Instanz: so soll ich sein, so will ich sein - und dem Es als Sitz der Triebe in ihren jeweiligen "Triebschicksalen". Normalerweise befindet sich der Schwerpunkt dieser Instanzen zwischen "Ich" und "Über-Ich", sogar näher am "Über-Ich", als am "Ich" - denn unser Verhalten ist größtenteils vom Unbewußten bestimmt. Wir handeln zumeist "aus dem Bauch heraus", weil "nachdenken" nicht nur viel zu anstrengend, sondern auch zu zeitaufwendig ist. Man versuche nur mal, eine Pizza "voll bewußt" zu essen - am Ende steht einem der Schweiß auf der Stirn.
Cannabis verlagert den Schwerpunkt nun vom Über-Ich weg in Richtung von Ich und Es - zum aktuellen Bewußtsein und zu den Trieben. Anstatt moralischer Imperative aus dem Über-Ich werden Triebregungen, Realitätsempfindungen und Umweltbeziehungen bedeutsamer. An einem düsteren Spätherbsttag aus dem Fenster in den Regen zu schauen ist für gewöhnlich banal und eher unangenehm - unter Cannabis-Einfluß kann es ein wundervolles, "lustvolles" Erlebnis sein.
(to be continued irgendwann)
Aber zurück zu dem Gedankenexperiment: es ist deswegen für mich interessant, weil sich dahinter die Frage aufstellt, welche Wirkung Cannabis als psychotrope Substanz eigentlich hat - vor allem auf gesamtgesellschaftlicher Ebene.
Im psychoanalytischen Strukturmodell der Psyche nach S. Freud besteht diese aus 3 Instanzen: dem Ich - dem aktuellen Bewußtsein über sich selbst, dem Über-Ich als moralischer Instanz: so soll ich sein, so will ich sein - und dem Es als Sitz der Triebe in ihren jeweiligen "Triebschicksalen". Normalerweise befindet sich der Schwerpunkt dieser Instanzen zwischen "Ich" und "Über-Ich", sogar näher am "Über-Ich", als am "Ich" - denn unser Verhalten ist größtenteils vom Unbewußten bestimmt. Wir handeln zumeist "aus dem Bauch heraus", weil "nachdenken" nicht nur viel zu anstrengend, sondern auch zu zeitaufwendig ist. Man versuche nur mal, eine Pizza "voll bewußt" zu essen - am Ende steht einem der Schweiß auf der Stirn.
Cannabis verlagert den Schwerpunkt nun vom Über-Ich weg in Richtung von Ich und Es - zum aktuellen Bewußtsein und zu den Trieben. Anstatt moralischer Imperative aus dem Über-Ich werden Triebregungen, Realitätsempfindungen und Umweltbeziehungen bedeutsamer. An einem düsteren Spätherbsttag aus dem Fenster in den Regen zu schauen ist für gewöhnlich banal und eher unangenehm - unter Cannabis-Einfluß kann es ein wundervolles, "lustvolles" Erlebnis sein.
(to be continued irgendwann)
Re: Was wäre wenn es das Cannabisverbot nie gegeben hätte - ein Gedankenexperiment
Wie wäre die Weltgeschichte weiter gegangen, wenn Adolf Hitler nicht beschlossen hätte, Politiker, sondern vielmehr Kiffer zu werden ?
Re: Was wäre wenn es das Cannabisverbot nie gegeben hätte - ein Gedankenexperiment
Wenn er früh genug damit begonnen hätte, wäre vielleicht was aus ihm geworden... vielleicht sage ich, weil es unter Kiffern wie im "ganz normalen Leben" leider auch AL und geistig ver(w)irrte Seelen gibt. Abgesehen davon war er ja abhängig von Meth, da hätte ihm Cannabis sicher auch nicht helfen können.
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Re: Was wäre wenn es das Cannabisverbot nie gegeben hätte - ein Gedankenexperiment
Ich finde das Gedankenexperiment so erfrischend, weil es das Normal als Schwachsinn entlarvt.
Wenn es nie verboten worden wäre, gäbe es heute weniger Konsumentem, aber wohl auch mehr kriminelle Energie in andere illegale Drogen bzw. mafiöse Strukturen. Es gäbe weniger Probleme mit dem Konsum von Cannabis als Droge und viel mehr Gewinn mit seinem Nutzen als Kulturpflanze.
Eine kleine Gruppe von Menschen würde regelmäßig in ganz spannenden Lokalitäten und Kulturstücken ihren Konsum pflegen, und genau diese möchte ich gerne jetzt planen für die kommende Legalisierung.
Ideen?
Wenn es nie verboten worden wäre, gäbe es heute weniger Konsumentem, aber wohl auch mehr kriminelle Energie in andere illegale Drogen bzw. mafiöse Strukturen. Es gäbe weniger Probleme mit dem Konsum von Cannabis als Droge und viel mehr Gewinn mit seinem Nutzen als Kulturpflanze.
Eine kleine Gruppe von Menschen würde regelmäßig in ganz spannenden Lokalitäten und Kulturstücken ihren Konsum pflegen, und genau diese möchte ich gerne jetzt planen für die kommende Legalisierung.
Ideen?
Re: Was wäre wenn es das Cannabisverbot nie gegeben hätte - ein Gedankenexperiment
Jupp, die gehören hier aber nicht her: in viewtopic.php?f=28&t=18829 oder viewtopic.php?f=28&t=19065 passt das besser und findest Du Ideen!
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Re: Was wäre wenn es das Cannabisverbot nie gegeben hätte - ein Gedankenexperiment
Das glaube ich dir! Da spielte sich viel in der Vorstellung des Herren ab. Wünsche und Phantasien verschmelzen in der Vorstellung des Gehirns. Er dachte wahrscheinlich, dass Haschisch ein wahnsinnig verruchtes Zeug ist. Etwas wildes, dass man kaum bändigen kann.Freno hat geschrieben: Do 9. Dez 2021, 20:42
Er bekam - ohne Witz ! - Stielaugen, Schweiß trat ihm auf die Stirn, seine Hände zitterten und seine Frau wollte mit alledem nichts ze tun haben und ging "nach oben" ...
Rauch gehört nicht in die Lunge. Rauchen ist die schlechteste Art Cannabis zu konsumieren. Vapen ist da wesentlich besser geeignet. Maximal 200°C
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Re: Was wäre wenn es das Cannabisverbot nie gegeben hätte - ein Gedankenexperiment
Also, wäre es nie verboten worden, gäbe es zu heute 3 wesentliche Unterschiede:
1. Viele Blues und Jazzmusiker wären nicht inhaftiert worden. Und wir müssten uns heute nicht mit Schlager und seichter Pop-Musik herumschlagen!
2. Wir hätten heute keine Diskussion über Plastikmüll, weil man bis heute Stoffe nicht aus Plastik, sondern aus Hanffasern machen würde, Kleidung wäre heute zwar teurer, aber durch längere Tragezeiten wesentlich efizienter!
3. Wir würden uns heute nicht im Zeitalter des dritten Weltkrieges befinden, weil es schon die ersten 2 nicht gegeben hätte! Man stelle sich nur mal einen "Blitzkrieg" mit 5 Millionen bekiffter Soldaten vor: "Jaja, natürlich stehe ich morgen früh um 5 Uhr auf um ein Nachbarland zu überfallen" Gefolgt von: "Ach soo als Du gestern gesagt hast: Morgen, hast Du heute gemeint? Aber kein Problem, sobald ich fertiggeraucht habe stehe ich bestimmt sofort auf um 1 000 km, queer durch Europa zu laufen um unseren Nachbarn zu überfallen!! Gaanz sicher, lass mich nur nochmal ziehen, dann habe ich betimmt Lust dazu..."
Also, ich glaube ich könnte mich gut an eine Welt gewöhnen, in der es kein Cannabisverbot gegeben hätte.
Ach ja, und ein Adolf hätte evtl. besser gemalt und wäre statt Führer ein halbwegs aktzeptabler Künstler geworden.

1. Viele Blues und Jazzmusiker wären nicht inhaftiert worden. Und wir müssten uns heute nicht mit Schlager und seichter Pop-Musik herumschlagen!
2. Wir hätten heute keine Diskussion über Plastikmüll, weil man bis heute Stoffe nicht aus Plastik, sondern aus Hanffasern machen würde, Kleidung wäre heute zwar teurer, aber durch längere Tragezeiten wesentlich efizienter!
3. Wir würden uns heute nicht im Zeitalter des dritten Weltkrieges befinden, weil es schon die ersten 2 nicht gegeben hätte! Man stelle sich nur mal einen "Blitzkrieg" mit 5 Millionen bekiffter Soldaten vor: "Jaja, natürlich stehe ich morgen früh um 5 Uhr auf um ein Nachbarland zu überfallen" Gefolgt von: "Ach soo als Du gestern gesagt hast: Morgen, hast Du heute gemeint? Aber kein Problem, sobald ich fertiggeraucht habe stehe ich bestimmt sofort auf um 1 000 km, queer durch Europa zu laufen um unseren Nachbarn zu überfallen!! Gaanz sicher, lass mich nur nochmal ziehen, dann habe ich betimmt Lust dazu..."
Also, ich glaube ich könnte mich gut an eine Welt gewöhnen, in der es kein Cannabisverbot gegeben hätte.
Ach ja, und ein Adolf hätte evtl. besser gemalt und wäre statt Führer ein halbwegs aktzeptabler Künstler geworden.
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Re: Was wäre wenn es das Cannabisverbot nie gegeben hätte - ein Gedankenexperiment
1) "Leicht OT": Zur Abhängigkeit des Führers von psychotropen Substanzen ist viel geschrieben worden. Das erhellenste statement dazu habe ich den Memoiren von Heinz Guderian "Erinnerungen eines Soldaten" entnommen. Guderian war der Schöpfer einer "Wunderwaffe", der Panzerwaffe, des Gefechts mit verbundenen Waffen und der "Führung von vorne", zuletzt - ab dem Stauffenberg-Attentat - Generalsstabschef des Heeres, das Hitler bekanntlich selbst kommandierte. Guderian schreibt, daß Hitler, als er 1941 neben dem Oberbefehl der Wehrmacht auch noch den Oberbefehl des Heeres übernahm, in sich 4 "Posten" vereinigte, von denen jeder schon in Friedenszeiten ein 60-h-Job ist: 1) Staatsoberhaupt 2) Regierungsschef 3) Oberbefehlshaber der Wehrmacht 4) Oberkommandierender des Heeres. Zudem widersprechen sich diese Funktionen großenteils: der Oberkommandierende eines Wehrmachtsteils hat diesen gegenüber den anderen Wehrmachtsteilen und dem Oberbefehl zu vertreten, dieser die Wehrmacht insgesamt gegenüber "der Politik".
Und dazu kommt noch, wovon man bei Guderian allerdings nichts liest: seine Haupttäterschaft als Millionenfacher Massenmörder, obschon ihm auch dabei das Alltagsgeschäft durch Himmler und die SS abgenommen worden war.
Der Führer hatte sich also heillos überlastet und ertrug diese Überlast nur durch einen tagtäglichen Wechsel von Aufputschmitteln und Sedativa des "Reichsspritzenmeisters" (Göring) Morell, die ihn - zusammen mit der Überlastung - in 3 Jahren um 20 Jahre altern ließen. Vor dem Winter 1941 war Hitler keineswegs ein abhängiges Wrack, sondern für einen Mann von Anfang 50 in hervorragend gutem Gesundheitszustand.
2) Es gibt eine Erzählung von Norman Spinrad, einem international hoch angesehenen SF-Autor aus den USA: "The iron dream", die eine solche alternative Geschichte zu Gegenstand hat: Hitler ist nach dem 1. Weltkrieg in die USA ausgewandert und dort zu einem erfolgreichen SF-Autor geworden - "The iron dream" besteht im wesentlichen in der fiktiven Rezension von Hitlers neuestem Bestseller durch einen fiktiven Rezensenten. In der BRD in den 1980ern haben die Gutmenschen und Antifas schon damals 1 Riesen-Faß draus gemacht: Verbote, Klagen, Bundesverfassungsgericht, Indizierungen, tonnenweise Leitartikels und Feuilletongs drüber ... pffft.
3) "Der Alte vom Berge" von Philip K. Dick beschreibt eine Welt in Nordamerika, wie sie aussieht, nachdem das III. Reich und dasjenige der aufgehenden Sonne den II. Weltkrieg gewonnen haben. Die "Westcoast" gehört den Japanern, die "Eastcoast" dem Deutschen Reich. Feldmarschall Rommel als Gouverneuer des arischen Amerika ist gerade in Pension gegangen. Der greise Hitler dämmert in einem Luxus-Pflegeheim vor sich hin, ein Machtkampf zwischen Bormann und Heydrich tobt. Nur in der Mitte, im "Desert Belt" Nordamerikas gibt es ein Niemandsland, weil die Sieger kein Interesse daran haben.
"Alternativgeschichte" hat schon ihren Reiz !
Und dazu kommt noch, wovon man bei Guderian allerdings nichts liest: seine Haupttäterschaft als Millionenfacher Massenmörder, obschon ihm auch dabei das Alltagsgeschäft durch Himmler und die SS abgenommen worden war.
Der Führer hatte sich also heillos überlastet und ertrug diese Überlast nur durch einen tagtäglichen Wechsel von Aufputschmitteln und Sedativa des "Reichsspritzenmeisters" (Göring) Morell, die ihn - zusammen mit der Überlastung - in 3 Jahren um 20 Jahre altern ließen. Vor dem Winter 1941 war Hitler keineswegs ein abhängiges Wrack, sondern für einen Mann von Anfang 50 in hervorragend gutem Gesundheitszustand.
2) Es gibt eine Erzählung von Norman Spinrad, einem international hoch angesehenen SF-Autor aus den USA: "The iron dream", die eine solche alternative Geschichte zu Gegenstand hat: Hitler ist nach dem 1. Weltkrieg in die USA ausgewandert und dort zu einem erfolgreichen SF-Autor geworden - "The iron dream" besteht im wesentlichen in der fiktiven Rezension von Hitlers neuestem Bestseller durch einen fiktiven Rezensenten. In der BRD in den 1980ern haben die Gutmenschen und Antifas schon damals 1 Riesen-Faß draus gemacht: Verbote, Klagen, Bundesverfassungsgericht, Indizierungen, tonnenweise Leitartikels und Feuilletongs drüber ... pffft.
3) "Der Alte vom Berge" von Philip K. Dick beschreibt eine Welt in Nordamerika, wie sie aussieht, nachdem das III. Reich und dasjenige der aufgehenden Sonne den II. Weltkrieg gewonnen haben. Die "Westcoast" gehört den Japanern, die "Eastcoast" dem Deutschen Reich. Feldmarschall Rommel als Gouverneuer des arischen Amerika ist gerade in Pension gegangen. Der greise Hitler dämmert in einem Luxus-Pflegeheim vor sich hin, ein Machtkampf zwischen Bormann und Heydrich tobt. Nur in der Mitte, im "Desert Belt" Nordamerikas gibt es ein Niemandsland, weil die Sieger kein Interesse daran haben.
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- Martin Mainz
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Re: Was wäre wenn es das Cannabisverbot nie gegeben hätte - ein Gedankenexperiment
Das "Orakel vom Berge" von Philip K. Dick aus dem Jahr 1962. Weis ich auch nur, weil ich grad die Serie dazu gesehen habe (The Man in the High Castle).
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Der Irre Jug
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Re: Was wäre wenn es das Cannabisverbot nie gegeben hätte - ein Gedankenexperiment
Tja, wir wollten Asimov erleben, bekommen aber immer wieder Phillip K. .....
MIST.
Aber BTT:
Ich denke im Endeffekt wäre nicht viel anders, aber ein grössere Aspekt wäre:
keine PetroeChemie, sondern eine CannaChemie. Man denke an Öl durch Hanfsamen. Soweit ich weiss kann Hanf von allen Pflanzen, das meiste Öl pro qm produzieren, dazu noch die Fasern um Nicht-Wegwerfjeans zu produzieren. OK, es würde sich doch etwas mehr ändern, keine OPEC, kein Irakkrieg und auf jedem Balkon 1--2 Grasspflanzen um den eigenen Diesel fürs Auto herzustellen.
Ach ja und wenn die Milchkühe mit den restlichen Pflanzenteile füttert, könnte man z.B. sagen:
--------------------Die Milch machts! --------------------
P.S.Wie hoch war eigentlich der THC-Gehalt bei der Einführung der Prohibition?
MIST.
Aber BTT:
Ich denke im Endeffekt wäre nicht viel anders, aber ein grössere Aspekt wäre:
keine PetroeChemie, sondern eine CannaChemie. Man denke an Öl durch Hanfsamen. Soweit ich weiss kann Hanf von allen Pflanzen, das meiste Öl pro qm produzieren, dazu noch die Fasern um Nicht-Wegwerfjeans zu produzieren. OK, es würde sich doch etwas mehr ändern, keine OPEC, kein Irakkrieg und auf jedem Balkon 1--2 Grasspflanzen um den eigenen Diesel fürs Auto herzustellen.
Ach ja und wenn die Milchkühe mit den restlichen Pflanzenteile füttert, könnte man z.B. sagen:
--------------------Die Milch machts! --------------------
P.S.Wie hoch war eigentlich der THC-Gehalt bei der Einführung der Prohibition?
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Re: Was wäre wenn es das Cannabisverbot nie gegeben hätte - ein Gedankenexperiment
Zunächst einmal Martin ein herzliches Dankeschön für die Korrektur meines Fehlers des Titels von Ph. K. Dick wegen !
Ich bin mir nicht so sicher, ob die Weltkriege durch ein legal gebliebenes Cannabis verhindert worden wären - der 1. Weltkrieg jedenfalls nicht und der Marschall Foch, der ihn ganz maßgeblich mitgewonnen hatte, sagte so schön prophetisch, als man ihm den "Friedensvertrag von Versailles" präsentierte: "Das ist kein Friedensvertrag, das ist ein Waffenstillstand auf 20 Jahre!" Die große Weltkrise von 1914-1945 wäre also wohl auch ohne das Cannabis-Verbot in den 1930er Jahren eingetreten.
Ich bin mir aber ganz sicher, daß man mit 2,3 Cannabis-Pflanzen auf'm Balkon keinesfalls genug Bio-Sprit produzieren kann, um mit seinem Heizöl-Maserati zur Arbeit fahren zu können. Das reicht allenfalls, um sich 1x im Jahr 1 Esspresso auf so 1 Hanföl-Flämmchen zu brutzeln. Ich glaube auch nicht daran, daß synthetische Textilien durch das Cannabis-Verbot wesentlich gepusht worden sind - Cannabis konnte relativ leicht und schnell auf "THC-frei" gezüchtet werden, aber VEB Leuna, Ludwigshafen & Leverkusen sind halt billiger und einfacher zu verarbeiten, als dieses gläbbrische Bio-Zeux. Die Haltbarkeit spielt sowieso keine Rolle bei Textilien für Klamotten - sie müssen alle Jahre weggeschmissen werden, weil "man sich damit nicht mehr sehen lassen kann", der schnellebigen Mode wegen.
Ich glaube auch nicht, daß die "Kriege der Nachkriegszeit" (Korea, Vietnam, Afghanistan, "Nah-Ost" usw) durch ein legal gebliebenes Cannabis verhindert worden wären. Es waren doch die GIs gewesen, die in Vietnam gekifft haben wie blöd, um diesen mörderischen Wahnsinn auszuhalten und wenn ich zB so über das Massaker von Mai Lhin (Schreibweise?) nachdenke ... da hat eine Einheit von GIs ein größeres Dorf "rauschhaft" massakriert, obwohl es dort keinerlei "Charlies" gab. Erst ein Hubschrauberpilot konnte diesem Kriegsverbrechen Einhalt gebieten, in dem er drohte, seine eigenen Kameraden zu beschießen. Waren diese Massenmörder vielleicht total zugedröhnt und auf einem "mega bad trip" ? Cannabis kann nicht nur die sexuelle Libido verstärken - "geil machen" - sondern auch die Aggressionsbereitschaft fördern.
Horribile dictu: auch den Totenkopfverbänden der SS wäre der Holocaust vielleicht leichter von der Hand gegangen, wenn sie zur Entspannung hätten kiffen können ?! Sie hätten vielleicht noch 1 paar Millionen mehr Morde schaffen können ? Himmler war ja ohnehin 1 totaler Öko-freak, pushte Mineralwasser - der "Deutsche Brunnen", welcher bis in die 1990er Jahre das Pfandflaschensystem für Mineralwasser dominierte, war ebenso 1 Erfindung der SS wie das Vollkornbrot. In jedem KZ gab es auf Himmlers Weisung einen Kräutergarten ! Auch der Führer wäre, wenn er statt der Morell'schen Spritzen und Pillen zum joint gegriffen hätte, vielleicht relaxter geblieben und hätte viele Fehlentscheidungen vermeiden können ? Aber er war ja fanatischer Nichtraucher und wollte nach dem gewonnenen Krieg das Nichtrauchen und vegetarische Ernährung überall zwangsweise einführen - Nichtrauchen und vegetarisch ist eben total faschistisch ! Das nur nebenbei.
To be continued !
Ich bin mir nicht so sicher, ob die Weltkriege durch ein legal gebliebenes Cannabis verhindert worden wären - der 1. Weltkrieg jedenfalls nicht und der Marschall Foch, der ihn ganz maßgeblich mitgewonnen hatte, sagte so schön prophetisch, als man ihm den "Friedensvertrag von Versailles" präsentierte: "Das ist kein Friedensvertrag, das ist ein Waffenstillstand auf 20 Jahre!" Die große Weltkrise von 1914-1945 wäre also wohl auch ohne das Cannabis-Verbot in den 1930er Jahren eingetreten.
Ich bin mir aber ganz sicher, daß man mit 2,3 Cannabis-Pflanzen auf'm Balkon keinesfalls genug Bio-Sprit produzieren kann, um mit seinem Heizöl-Maserati zur Arbeit fahren zu können. Das reicht allenfalls, um sich 1x im Jahr 1 Esspresso auf so 1 Hanföl-Flämmchen zu brutzeln. Ich glaube auch nicht daran, daß synthetische Textilien durch das Cannabis-Verbot wesentlich gepusht worden sind - Cannabis konnte relativ leicht und schnell auf "THC-frei" gezüchtet werden, aber VEB Leuna, Ludwigshafen & Leverkusen sind halt billiger und einfacher zu verarbeiten, als dieses gläbbrische Bio-Zeux. Die Haltbarkeit spielt sowieso keine Rolle bei Textilien für Klamotten - sie müssen alle Jahre weggeschmissen werden, weil "man sich damit nicht mehr sehen lassen kann", der schnellebigen Mode wegen.
Ich glaube auch nicht, daß die "Kriege der Nachkriegszeit" (Korea, Vietnam, Afghanistan, "Nah-Ost" usw) durch ein legal gebliebenes Cannabis verhindert worden wären. Es waren doch die GIs gewesen, die in Vietnam gekifft haben wie blöd, um diesen mörderischen Wahnsinn auszuhalten und wenn ich zB so über das Massaker von Mai Lhin (Schreibweise?) nachdenke ... da hat eine Einheit von GIs ein größeres Dorf "rauschhaft" massakriert, obwohl es dort keinerlei "Charlies" gab. Erst ein Hubschrauberpilot konnte diesem Kriegsverbrechen Einhalt gebieten, in dem er drohte, seine eigenen Kameraden zu beschießen. Waren diese Massenmörder vielleicht total zugedröhnt und auf einem "mega bad trip" ? Cannabis kann nicht nur die sexuelle Libido verstärken - "geil machen" - sondern auch die Aggressionsbereitschaft fördern.
Horribile dictu: auch den Totenkopfverbänden der SS wäre der Holocaust vielleicht leichter von der Hand gegangen, wenn sie zur Entspannung hätten kiffen können ?! Sie hätten vielleicht noch 1 paar Millionen mehr Morde schaffen können ? Himmler war ja ohnehin 1 totaler Öko-freak, pushte Mineralwasser - der "Deutsche Brunnen", welcher bis in die 1990er Jahre das Pfandflaschensystem für Mineralwasser dominierte, war ebenso 1 Erfindung der SS wie das Vollkornbrot. In jedem KZ gab es auf Himmlers Weisung einen Kräutergarten ! Auch der Führer wäre, wenn er statt der Morell'schen Spritzen und Pillen zum joint gegriffen hätte, vielleicht relaxter geblieben und hätte viele Fehlentscheidungen vermeiden können ? Aber er war ja fanatischer Nichtraucher und wollte nach dem gewonnenen Krieg das Nichtrauchen und vegetarische Ernährung überall zwangsweise einführen - Nichtrauchen und vegetarisch ist eben total faschistisch ! Das nur nebenbei.
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Re: Was wäre wenn es das Cannabisverbot nie gegeben hätte - ein Gedankenexperiment
Ich weiß nicht so recht, was daran "total faschistisch" sein soll, aber sei's drum... oder ist das ein Witz? Nein, bitte keine Fortsetzung. Danke.Freno hat geschrieben: Mo 7. Feb 2022, 20:56 Nichtrauchen und vegetarisch ist eben total faschistisch ! Das nur nebenbei.
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa
Re: Was wäre wenn es das Cannabisverbot nie gegeben hätte - ein Gedankenexperiment
Ich wollte im Grunde auf die Schlussfolgerung hinaus dass die Kriminalisierung und Verfolgung von individuell konsumierenden Menschen niemals einen demokratischen Prozess durchlaufen hat.
Und die Idee dass heute vlt niemand nach einem Verbot schreien würde wenn es nicht nur verteidigt, sondern erst ersonnen und eingeführt werden müsste.
Wenn es das Verbot nie gegeben hätte - würde heute überhaupt irgend jemand ein Verbot fordern? Und auf welcher Basis überhaupt? Die etwaige Überlastung des Gesundheitssystems?
Heute, im aktuellen Vergleich, wird zurecht sehr offen und hart über die Rechtmäßigkeit von freiheitseinschränkenden Maßnahmen offen diskutiert - in den Medien wie auch im Bundestag. Ihr wisst schon: freiheitseinschränkende Maßnahmen müssen grundsätzlich Effizient, das letzte Mittel der Wahl, und der Bedrohung angemessen sein.
Dieser demokratische Prozess fand nie statt!
Es war eine Zeit von Kaiser und Führer und Krieg. Und ich sehe keinen Grund warum ich heute noch verfolgt und nachhaltig zerstört werden sollte, nur weil damals noch ein anderes Lebensgefühl vorherrschte.
Ich fordere dass dieses ganze unsägliche Verbot augenblicklich ausser Kraft zu setzen ist, bis es entweder zuerst durch den Bundestag legitimiert ist, oder aber eben an dieser demokratischen Hürde scheitert.
Die Beweislast liegt beim Gesetzgeber, nicht beim Opfer.
Ein Verbot (nebst freiheitseinschränkender Sanktionen) muss zunächst erstmal begründet werden. Und so finden wir das auch im Grundgesetz.
Ansonsten ist es ungültig! Siehe meine Sig.
Leider ist dieses Argument der grundsätzlichen Legitimität der Verfolgungsgesetze noch nicht ein einziges mal erwähnt worden.
Und die Idee dass heute vlt niemand nach einem Verbot schreien würde wenn es nicht nur verteidigt, sondern erst ersonnen und eingeführt werden müsste.
Wenn es das Verbot nie gegeben hätte - würde heute überhaupt irgend jemand ein Verbot fordern? Und auf welcher Basis überhaupt? Die etwaige Überlastung des Gesundheitssystems?
Heute, im aktuellen Vergleich, wird zurecht sehr offen und hart über die Rechtmäßigkeit von freiheitseinschränkenden Maßnahmen offen diskutiert - in den Medien wie auch im Bundestag. Ihr wisst schon: freiheitseinschränkende Maßnahmen müssen grundsätzlich Effizient, das letzte Mittel der Wahl, und der Bedrohung angemessen sein.
Dieser demokratische Prozess fand nie statt!
Es war eine Zeit von Kaiser und Führer und Krieg. Und ich sehe keinen Grund warum ich heute noch verfolgt und nachhaltig zerstört werden sollte, nur weil damals noch ein anderes Lebensgefühl vorherrschte.
Ich fordere dass dieses ganze unsägliche Verbot augenblicklich ausser Kraft zu setzen ist, bis es entweder zuerst durch den Bundestag legitimiert ist, oder aber eben an dieser demokratischen Hürde scheitert.
Die Beweislast liegt beim Gesetzgeber, nicht beim Opfer.
Ein Verbot (nebst freiheitseinschränkender Sanktionen) muss zunächst erstmal begründet werden. Und so finden wir das auch im Grundgesetz.
Ansonsten ist es ungültig! Siehe meine Sig.
Leider ist dieses Argument der grundsätzlichen Legitimität der Verfolgungsgesetze noch nicht ein einziges mal erwähnt worden.
GOOD PEOPLE
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Re: Was wäre wenn es das Cannabisverbot nie gegeben hätte - ein Gedankenexperiment
Steckling hat geschrieben: Di 15. Feb 2022, 07:16 Leider ist dieses Argument der grundsätzlichen Legitimität der Verfolgungsgesetze noch nicht ein einziges mal erwähnt worden.
Weil dieses Faß niemand aufmachen will. Da lauert ein gewaltiger Abgrund. Das wissen alle Herrschenden (Geldadel, aka Hochfinanz und ihre Lakaien in der Politik) nur zu gut. - Man sehe sich nur den extrem zähen Verlauf der Restitutions-Verhandlungen zur Kolonialgeschichte an. Jetzt generalisiere das mal, Stichwort Vermögens- und Eigentums-Verteilung: wie hat sich das alles so ergeben, wie es jetzt ist, und wer hat die Ressourcen und die Arbeitskraft dafür tatsächlich erwirtschaftet und gestellt? Die Eliten selbst bestimmt nicht.
Gleiche Baustelle: das Hanfverbot fiel in die Zeit, als mittelalterliche Eliten ihre Pfründe in die Neuzeit retteten. Die wachsende Pharma-Industrie wollte Naturmedizin, die auf jedem Acker wächst, weg haben, damit die Leute gezwungen sind ihre Produkte zu kaufen. Der Deal Hanfverbot gegen Heroin-Lieferungen spricht dahingehend als treffliches Beispiel Bände. Oder sieh dir die tabuisierte Forschung zu Halluzinogenen an. Psylos sind der Gamechanger in Sachen Depression, aka Schwermut. Dieses Wissen findest du als völlige Selbstverständlichkeit in mittelalterlichen Heilkunde-Schriften. Problem: wächst auf jeder Kuhweide! Damit lässt sich kein Profit machen. Nur aus diesem Grund wurden viele Naturheilmittel verboten und gebrandmarkt. - Jetzt, da die allermeisten Leute es gar nicht mehr anders kennen als in Pillenform ("hochwirksame Medizin von Acker und Wiese = lächerlich"), da holt man es langsam und sachte wieder raus und verkauft es anschließend für teuer Geld.
So, jetzt reg' ich mich wieder ab...
Re: Was wäre wenn es das Cannabisverbot nie gegeben hätte - ein Gedankenexperiment
*sic* genau das ist es eben. Wenn man erst einmal am Faden zieht...
dann wollen sie auf einmal Alle Gerechtigkeit und eine zeitgemäße Gesetzgebung haben.
Edit: und keine Atombomben
GOOD PEOPLE
CHANGE
BAD LAWS
CHANGE
BAD LAWS
Re: Was wäre wenn es das Cannabisverbot nie gegeben hätte - ein Gedankenexperiment
Nachdem meine Gedankenspiele zum Thema "Cannabis im Faschismus" nicht so große Zustimmung genossen haben, versuche ich es mal annersrum:
"Berlin - Hauptstadt der DDR: Der Vorsitzende des Staatsrats der DDR und Generalsekretär des Zentralkomitees der SED - - - Erich Honecker - - - bekräftigte, daß die Versorchungsla-che stabil is. Jeder Bürcha erhält zu Ferienbeginn 200g Gannabis ! Urlaubsreisende innerhalb der DDR sind nach wie vor berechticht, ihre Urlaubs-Sonderzuteilung am Ferienort unter Vorlage ihrer Ferienplatz-Zuweisungs-Bescheinigung des FDGB in Empfang zu nehmen. Urlaubsreisende im sozialistischen Ausland erhalten ihre Urlaubs-Sonderzuteilung unter Vorlage ihres Visums an den Grenzübergangsstellen. Der Vorsitzende des Zentralkomitees der DDR und Generalsekretär des Staatsrats der SED - - - Erich ... äh (blätterblätterraschelraschel) ... Honegga - - - betonte, daß die Urlaubs-Sonnersudeilung für Ferienreisende ausschlichlich zum Gerauch am Ferienort bestimmt ist und eine illegale Verbringung über die Bezirksgrenzen des Ferienortes bzw aus dem sossialistischen Ausland in die DDR auf das allaschdrenggschde geahndet werden wird un ausm nichsossialisdischn Ausland sowieso !"
Wäre die DDR dann wirklich untergegangen ?
"Berlin - Hauptstadt der DDR: Der Vorsitzende des Staatsrats der DDR und Generalsekretär des Zentralkomitees der SED - - - Erich Honecker - - - bekräftigte, daß die Versorchungsla-che stabil is. Jeder Bürcha erhält zu Ferienbeginn 200g Gannabis ! Urlaubsreisende innerhalb der DDR sind nach wie vor berechticht, ihre Urlaubs-Sonderzuteilung am Ferienort unter Vorlage ihrer Ferienplatz-Zuweisungs-Bescheinigung des FDGB in Empfang zu nehmen. Urlaubsreisende im sozialistischen Ausland erhalten ihre Urlaubs-Sonderzuteilung unter Vorlage ihres Visums an den Grenzübergangsstellen. Der Vorsitzende des Zentralkomitees der DDR und Generalsekretär des Staatsrats der SED - - - Erich ... äh (blätterblätterraschelraschel) ... Honegga - - - betonte, daß die Urlaubs-Sonnersudeilung für Ferienreisende ausschlichlich zum Gerauch am Ferienort bestimmt ist und eine illegale Verbringung über die Bezirksgrenzen des Ferienortes bzw aus dem sossialistischen Ausland in die DDR auf das allaschdrenggschde geahndet werden wird un ausm nichsossialisdischn Ausland sowieso !"
Wäre die DDR dann wirklich untergegangen ?
Re: Was wäre wenn es das Cannabisverbot nie gegeben hätte - ein Gedankenexperiment
Heute bekäme niemand mehr ein Cannabis Verbot gegen das Volk durchgepeitscht. Denn im Gegensatz zu damals wäre man heute gezwungen die massive Aussetzung der Freiheitsrechte zunächstmal zu begründen.
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Re: Was wäre wenn es das Cannabisverbot nie gegeben hätte - ein Gedankenexperiment
Das bezweifel ich mittlerweile.Steckling hat geschrieben: Do 10. Mär 2022, 06:13 Heute bekäme niemand mehr ein Cannabis Verbot gegen das Volk durchgepeitscht.
In Dauerschleife in Medien wiederholt läßt sich auch heute vieles "durchpeitschen" - wer das kritisiert oder anzweifelt ist out
Re: Was wäre wenn es das Cannabisverbot nie gegeben hätte - ein Gedankenexperiment
Das ist nüschdt besonderes. Die höchste Freiheitstrafe "lebenslänglich" für Mord wird nach einer Vorschrift verhängt, die - wenn ich mich recht erinnere - 1943 aufgrund des Ermächtigungsgesetzes von 1933 durch den Reichsjustizminister und den Reichsinnenminister erlassen worden war. (Der Führer war damals anderweitig beschäftigt gewesen.) Eingefügt wurde damals insbesondere das "Mordmerkmal" der "Heimtücke" - dafür gab es, ausserhalb der Tötungsdelikte - ein extra Nazi-Gesetz über "Heimtücke" Einfach mal googlen oder in Wiki gucken !Steckling hat geschrieben: Di 15. Feb 2022, 07:16 Ich wollte im Grunde auf die Schlussfolgerung hinaus dass die Kriminalisierung und Verfolgung von individuell konsumierenden Menschen niemals einen demokratischen Prozess durchlaufen hat.
(...)
Dieses Nazi-Gesetz also über Mord ist, nach der Rechtssprechung des BGH, niemals aufgehoben worden, auch nicht durch das Kontrollratsgesetz, daß alle Vorschriften nazistischen Inhalts aufgehoben hatte. "Heimtücke" hätte sich bewährt, meinte der BGH. Nur die Todesstrafe ist durch "lebenslänglich" ersetzt worden.
Wemma also Leute "lebenslänglich" (faktisch sind es ja zumeist "nur" 15 Jahre) in den Knast schmeissen kann aufgrund eines Gesetzes von den Nazis, dann kammer doch auch Cannabis einfach so verbieten, ohne "demokratischen Prozeß" ? Oder ?
Das BGB, daß unser Wirtschaftsleben bis heute bestimmt, ist 1900 in Kraft getreten, beschlossen durch einen Kaiserlichen Reichstag, wo Frauen, Neger und Schwule nicht wahlberechtigt waren und von Wilhelm II. verkündet worden. Den hat auch keiner gewählt gehabt. Gleiches gilt übrigens für das Handelsgesetzbuch (HGB), die Zivilprozeßordnung (ZPO), das Strafgesetzbuch (StGB) und die Strafprozeßordnung (StPO) und noch viele andere Gesetze mehr.
Der Gesamtsozialversicherungsbeitrag der Arbeitnehmer, der durch den Arbeitgeber an die Krankenkasse als Einzugsstelle abzuführen ist, beruht auf einer persönlichen Initiative von Hermann Göring - auch so 1 Nazi-Gesetz. Auch das 1. deutsche Naturschutzgesetz ist von den Nazis erlassen worden und die Reichskanzlei Adolf Hitlers war die erste deutsche Behörde, in der Nichtraucherschutz verwirklicht worden war und es regelmässig vegetarische Mahlzeiten gab im "Restaurant zum fröhlichen Reichskanzler" (Adolf Hitler) !
Ich würde also auf "demokratische Prozesse" nicht unbedingt zu großen Wert legen wollen.
Re: Was wäre wenn es das Cannabisverbot nie gegeben hätte - ein Gedankenexperiment
Nein. Denn dann könnten wir alles verbieten, was "Spaß macht"... das wäre - oder ist - aber das Gegenteil eines demokratischen Staates!Freno hat geschrieben: Sa 12. Mär 2022, 22:28 ... dann kammer doch auch Cannabis einfach so verbieten, ohne "demokratischen Prozeß" ? Oder ?
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Re: Was wäre wenn es das Cannabisverbot nie gegeben hätte - ein Gedankenexperiment
Lieber Freno, ich denke es ist viel Klüger, dir nicht, auf deine Frage, zu antworten.Freno hat geschrieben: Do 3. Mär 2022, 20:45 Nachdem meine Gedankenspiele zum Thema "Cannabis im Faschismus" nicht so große Zustimmung genossen haben, versuche ich es mal annersrum:
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Wäre die DDR dann wirklich untergegangen ?
Rauch gehört nicht in die Lunge. Rauchen ist die schlechteste Art Cannabis zu konsumieren. Vapen ist da wesentlich besser geeignet. Maximal 200°C
Re: Was wäre wenn es das Cannabisverbot nie gegeben hätte - ein Gedankenexperiment
Wer schweigt, kann Philosoph bleiben !FraFraFrankenstein hat geschrieben: Mo 14. Mär 2022, 13:10Lieber Freno, ich denke es ist viel Klüger, dir nicht, auf deine Frage, zu antworten.Freno hat geschrieben: Do 3. Mär 2022, 20:45 Nachdem meine Gedankenspiele zum Thema "Cannabis im Faschismus" nicht so große Zustimmung genossen haben, versuche ich es mal annersrum:
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Wäre die DDR dann wirklich untergegangen ?![]()
Re: Was wäre wenn es das Cannabisverbot nie gegeben hätte - ein Gedankenexperiment
Sind die Regierungen der Welt (völlig egal ob demokratischer, sozialistischer, kommunistischer oder monarchischer Prägung) nicht eher Plutokratien oder gar Kleptokratien? Oder bewegen wir uns bereits im Bereich von institutionalisierten, oligarchischen Theokratien, die das Kapital und "die Wirtschaft" zur Gottheit erhoben haben? - Das sind die grundsätzlichen Fragen, die beantwortet werden müssen. Erst gaaaanz lange danach kann man sich mit "was wäre wenn"-Spielchen vergnügen... 