Debatte THC Grenzwerte im Straßenverkehr

Alles was legal online verfügbar ist, darf hier in Form von Links gesammelt werden. Presse, TV und Szeneartikel
Freno
Beiträge: 820
Registriert: Do 7. Jan 2021, 17:00

Re: Verkehrsgerichtstag Sept. 2021

Beitrag von Freno »

Ich finde die Argumentation nachvollziehbar: wenn man Alkohol trinkt, weiß man regelmässig, wieviel Alkohol man zu sich nimmt. Es steht auf den Flaschen drauf und auch wenn man Ausschankgetränke etwa in der Gastronomie "konsumiert" (ich hasse dieses langzähnige Wort!) hat man zumindest Annäherungswerte: Pilsbier hat 5-6%, Whisky 40% usw. Beim illegalen Cannabis weiß man nüschdt - nur wir Patienten wissen, wieviel THC und CBD unser Kraut enthält, aber wir wissen nichts oder fast nichts von anderen Wirkstoffen. Erst recht weiß man nüschdt, wenn man zum "mitrauchen" eingeladen wird. Man bleibt, was die "Alltagstauglichkeit" anbelangt, auf die subjektive Selbsteinschätzung angewiesen und daß diese durchaus falsch sein kann, weiß wohl fast jeder mit Cannabiserfahrung.

Man kann diesen Spieß aber auch umdrehen: es ist durchaus ein Argument für die Legalisierung, daß die Kiffer dann wissen, wie "hochprozentig" das Zeug ist, was sie da rauchen.
Benutzeravatar
Martin Mainz
Board-Administration
Beiträge: 4667
Registriert: Di 22. Mär 2016, 18:39

Re: Verkehrsgerichtstag Sept. 2021

Beitrag von Martin Mainz »

Netter Kollege.. :roll:
Mercedes190
Beiträge: 5
Registriert: Sa 13. Nov 2021, 20:53

Grenzwert im Straßenverkehr

Beitrag von Mercedes190 »

Hallo liebes Forum,
cool, dass es euch alle gibt und wir vielleicht schon kurz vor dem Ziel der Legalisierung sind.

Hat sich schonmal jemand Gedanken darüber gemacht, wie das im Falle einer Legalisierung im Straßenverkehr aussehen wird? Wenn man dann beispielsweise jeden Abend konsumieren würde, wäre der Wert je nach Mensch bestimmt noch zwischen 5-10 Ng/ml am nächsten Tag..

Vielleicht weiß ja jemand was oder hat irgendwelche Vorstellungen, wie sowas aussehen könnte :)
Benutzeravatar
M. Nice
Beiträge: 838
Registriert: Sa 31. Mär 2012, 14:28
Wohnort: FreiStatt Bayern

Re: Grenzwert im Straßenverkehr

Beitrag von M. Nice »

Ein tägliches Bier/Stamperl/Glaserl Wein, ist auch konform. Dann geht Abends auch ne Entspannungstüte. Ob das gesund ist, sei mal dahin gestellt.

Das mit dem Grenzwert, bei täglichem Konsum, wird ein Problem bleiben.

Als ich das erste mal einen Joint geraucht habe, bin ich danach auch nicht mehr gefahren. Aber nach dem, im Laufe der Zeit, ~10g getestet wurden, habe ich schon fahren können, bzw. nach einem 3g Kaba gewußt, dass das nicht mehr geht!

Es kommt immer darauf an, wie man es gewohnt ist und auch verträgt, das ist eben sehr individuell.
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!
Benutzeravatar
FraFraFrankenstein
Beiträge: 1006
Registriert: Fr 27. Sep 2019, 18:00

Re: Grenzwert im Straßenverkehr

Beitrag von FraFraFrankenstein »

Täglich ein Bier oder ein Glas Wein sind auch sehr Schädlich für den Körper. Ich verstehe nicht warum täglich konsumiert werden muss. Dann ist es nichts besonderes mehr und dann kannst du es auch gleich ganz sein lassen.

Schon mal was von Konsumpause gehört? Das macht man so. Nennt sich auch ganz neu jetzt Kiffpause. :lol:

Hanfige Grüße
FraFra
Rauch gehört nicht in die Lunge. Rauchen ist die schlechteste Art Cannabis zu konsumieren. Vapen ist da wesentlich besser geeignet. Maximal 200°C
Benutzeravatar
Vape67
Beiträge: 52
Registriert: So 31. Okt 2021, 06:04

Re: Grenzwert im Straßenverkehr

Beitrag von Vape67 »

Hallo

Da kann ich nur immer wieder zum Vapen raten. Erstens braucht man keinen Tabak. Rauche seit fast 20 Jahren keinen Tabak mehr. Zweitens braucht man sehr viel weniger Gras. Ich Vape Abends und nehme etwa 0,5 g (vermutlich weniger) Gras zum Vapen. Das reicht den ganzen Abend völlig aus und ich kann am Nächsten Abend wieder dieselbe Menge Vapen und bin schön Entspannt. Tagsüber finde ich es gar nicht mehr schön, etwas zu Konsumieren. Es hindert mich Eher in meiner Arbeit und ich müsste mich zusammenreißen um zu Funktionieren.
Die Zeiten sind lange vorbei, als ich den ganzen Tag Dicht in der Gegend rumgelaufen bin.
Mit dieser geringen Dosis, finde ich es am Nächsten Tag überhaupt nicht Schlimm, Auto zu fahren. Die Wirkung ist verflogen und nur die Abbau Stoffe wären im Urin zu finden. Aber Beeinträchtigt fühle ich mich nicht. Wenn ich Arbeite (zurzeit Kurzarbeit) dann mach ich auch drei Tage Abstinent in der Woche. Manchmal auch eine Ganze Woche.
Ganz anders wenn ich zwei, drei Bier im Kopf habe. Damit würde ich jetzt kein Auto mehr fahren.

Aber es muss ein Test her, der nicht die Abbaustoffe testet, sondern die Aktive Wirkung zeigt. Die heutigen schnell tests, sind total Ungeeignet. Wenn die Entkriminalisierung kommt, dann muss ein Neues Test Verfahren Eingeführt werden.
Mercedes190
Beiträge: 5
Registriert: Sa 13. Nov 2021, 20:53

Re: Debatte THC Grenzwerte im Straßenverkehr

Beitrag von Mercedes190 »

Mahlzeit,

also erstmal werde ich bestimmt nicht jeden Tag dauerkonsumieren. Es sollte aber meiner Meinung nach trotzdem möglich sein, ohne den Schein abgeben zu müssen wenn man am nächsten Tag fährt. Vorallem nach einer Legalisierung. Der Vorschlag mit den geänderten Tests finde ich gut, bleibt nur noch die Frage welcher Grenzwert dann herrscht. Ist ja leider nicht so wie bei Alkohol, sondern beim einen vielleicht 7 und beim anderen 4 Ng/ml am nächsten Tag. Wenn die grenze bei 5 ist, hat der mit 7 Pech gehabt, obwohl gleiches Verhalten. Das sehe ich als Problem.
Benutzeravatar
Cookie
Beiträge: 5024
Registriert: Sa 27. Aug 2016, 14:20

Re: Debatte THC Grenzwerte im Straßenverkehr

Beitrag von Cookie »

Das ist bei Alkohol genau so... Frauen haben dort im allgemeinen ggü. Männern "ausgeschissen", trainierte Frauen und Männer haben es ggü. Untrainierten (Nicht-Dauerkonsumenten) schwerer, schlanke ggü. fetten usw. Ich wäre bzgl. Cannabis auch eher für einen Grenzwert von 10 ng, aber bei 5 ng ist auch schon viel gewonnen. Dann kann eigentlich jeder ohne Sorge am nächsten Tag fahren, AUCH die Dauerkonsumenten ;).

Entscheidender als die Frage nach dem Grenzwert ist eigentlich der Umgang mit dem Thema an sich, also ob bspw. ein Fußgänger mit Führerschein diesen verlieren kann oder darf.
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa
Mercedes190
Beiträge: 5
Registriert: Sa 13. Nov 2021, 20:53

Re: Debatte THC Grenzwerte im Straßenverkehr

Beitrag von Mercedes190 »

Ich bin mal gespannt wann sie uns endlich mal was verraten, von ihren Verhandlungen über die Legalisierung.. :)
Benutzeravatar
M. Nice
Beiträge: 838
Registriert: Sa 31. Mär 2012, 14:28
Wohnort: FreiStatt Bayern

Re: Debatte THC Grenzwerte im Straßenverkehr

Beitrag von M. Nice »

Cookie hat geschrieben: So 14. Nov 2021, 11:24 Ich wäre bzgl. Cannabis auch eher für einen Grenzwert von 10 ng, aber bei 5 ng ist auch schon viel gewonnen. Dann kann eigentlich jeder ohne Sorge am nächsten Tag fahren, AUCH die Dauerkonsumenten ;).
Ich hab mal nachgeschaut, denn im Zuge meiner Cannabislegalisierung (Patient, 1g/Tag), wurde damals ein Drogentest gemacht. Zu der Zeit war Mangel an med. Cannabis. Darum wurde >24 H vorher kein Cannabis eingenommen und der THC Wert war trotzdem noch 9,8 ng/ml.

MfG
M. Nice
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!
Benutzeravatar
Cookie
Beiträge: 5024
Registriert: Sa 27. Aug 2016, 14:20

Re: Debatte THC Grenzwerte im Straßenverkehr

Beitrag von Cookie »

Ja, okay, dann eben 10 ng oder mehr... aber Patienten sind ja ohnehin eine Stufe höher anzusetzen als "Freizeitkonsumenten". Das heißt, ich weiß es nicht, wie's bei mir ist. Aber ich weiß, dass ich jetzt gerade nicht fahren würde / könnte.
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa
Benutzeravatar
M. Nice
Beiträge: 838
Registriert: Sa 31. Mär 2012, 14:28
Wohnort: FreiStatt Bayern

Re: Debatte THC Grenzwerte im Straßenverkehr

Beitrag von M. Nice »

Es wurde schon länger als ein 3/4 Jahr, täglich ein Gramm med. Cannabis (mit ~20% THC Gehalt) eingenommen. Deshalb kann man es als Anhaltspunkt, auch für gesunde Konsumenten heranziehen.

Wie schon gesagt, >24 H vor der Blutabnahme wurde kein Cannabis eingenommen. Hier ist das Labor Ergebnis.
THC positiv.jpg
THC positiv.jpg (212.97 KiB) 13107 mal betrachtet
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!
Mercedes190
Beiträge: 5
Registriert: Sa 13. Nov 2021, 20:53

Re: Debatte THC Grenzwerte im Straßenverkehr

Beitrag von Mercedes190 »

Das ist schon krass, dann wird die eventuelle Legalisierung garnicht so viel ändern, wenn die den Wert nicht deutlich anpassen. Bin seit einem Jahr Cannabisfrei weil mir mein Führerschein wichtiger ist.. 🙈
Benutzeravatar
Cookie
Beiträge: 5024
Registriert: Sa 27. Aug 2016, 14:20

Re: Debatte THC Grenzwerte im Straßenverkehr

Beitrag von Cookie »

Übrigens auch interessant... wenn die Nachweisgrenze von THC im Blut bei 1.0 ng/ml liegt (s. o.), dann wird ja alles "zum Problem" (bei Nicht-Patienten), was nachgewiesen wird, Stand heute. Außerdem frage ich mich, wie sie dann 0.7 ng/ml "nachgewiesen" haben wollen, so wie das neulich (weiß nicht mehr genau, wann) in den DHV News gesagt wurde? Echt schräg.
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa
HabAuchNeMeinung
Beiträge: 617
Registriert: So 1. Jun 2014, 02:17

Re: Debatte THC Grenzwerte im Straßenverkehr

Beitrag von HabAuchNeMeinung »

Ein erster Schritt müsste sein, daß der Grenzwert für fehlendes Trennvermögen auf den von der Grenzwertkommision 2015! empfohlenen Wert von 3ng/ml angehoben wird. Das würde den meisten Gelegenheitskonsumenten schonmal die Fahrerlaubnis retten. Das Problem das ich dabei sehe ist allerdings, daß die Polizei dagegen Sturm laufen wird, da ja die Kosten für eine Blutentnahme bei weniger als 3ng/ml bei den Dienststellen auflaufen werden. Das werden die nicht besonders gut finden. :roll:
Benutzeravatar
Cookie
Beiträge: 5024
Registriert: Sa 27. Aug 2016, 14:20

Re: Debatte THC Grenzwerte im Straßenverkehr

Beitrag von Cookie »

So lange sie sogar Werte unterhalb des Grenzwerts / der "Nachweisgrenze" zur Anzeige bringen, spielt das doch offensichtlich keine Rolle ;). Die Kosten für die Justiz oder Führerscheinstellen sind höher als die Kosten der Blutentnahme und Untersuchung.
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa
Mercedes190
Beiträge: 5
Registriert: Sa 13. Nov 2021, 20:53

Re: Debatte THC Grenzwerte im Straßenverkehr

Beitrag von Mercedes190 »

Cookie hat geschrieben: Mo 15. Nov 2021, 10:53 Übrigens auch interessant... wenn die Nachweisgrenze von THC im Blut bei 1.0 ng/ml liegt (s. o.), dann wird ja alles "zum Problem" (bei Nicht-Patienten), was nachgewiesen wird, Stand heute. Außerdem frage ich mich, wie sie dann 0.7 ng/ml "nachgewiesen" haben wollen, so wie das neulich (weiß nicht mehr genau, wann) in den DHV News gesagt wurde? Echt schräg.
Soweit ich weiß liegt ab 1 Ng/ml eine Ordnungswidrigkeit vor. 500€, 1 (?) Punkt und 4 Wochen Bus fahren. Dann kommt die Führerscheinstelle mit dem Führerscheinentzug und der MPU. Alles was unter dem Wert von 1,0 Ng/ml liegt ( was auch messbar ist ), wird von der Polizei nicht mehr verfolgt, allerdings besteht trotzdem die Gefahr, dass die Führerscheinstelle die Fahrerlaubnis entzieht und eine MPU fordert.
HabAuchNeMeinung
Beiträge: 617
Registriert: So 1. Jun 2014, 02:17

Re: Debatte THC Grenzwerte im Straßenverkehr

Beitrag von HabAuchNeMeinung »

Mercedes190 hat geschrieben: Mo 15. Nov 2021, 19:48 Soweit ich weiß liegt ab 1 Ng/ml eine Ordnungswidrigkeit vor. 500€, 1 (?) Punkt und 4 Wochen Bus fahren. Dann kommt die Führerscheinstelle mit dem Führerscheinentzug und der MPU. Alles was unter dem Wert von 1,0 Ng/ml liegt ( was auch messbar ist ), wird von der Polizei nicht mehr verfolgt, allerdings besteht trotzdem die Gefahr, dass die Führerscheinstelle die Fahrerlaubnis entzieht und eine MPU fordert.
Bei weniger als 1,0 kann keine MPU angeordnet werden und auch keine Fahrerlaubnis entzogen werden, da im Sinne des Gesetzes Trennvermögen vorliegt.
Sollte es trotzdem gemacht werden ist dies rechtswidrig und man kann sich auf dem Klageweg entsprechend wehren. Allerdings hat die Klage gegen die Anordnung ,auch wenn sie rechtswidrig ist, keine aufschiebende Wirkung mit der Konsequenz das die Fahrerlaubnis erstmal weg ist.
Was allerdings ab und zu "versucht" wird ist die Anordnung eines fachärzlichen Gutachtens. Auch hier kann man sich zwar auf dem Klageweg wehren aber mit den gleichen Konsquenzen wie oben beschrieben (die Klage hat keine aufschiebende Wirkung, somit ist die FE erstmal weg)

https://fuehrerscheinkampagne.de/betrof ... esthauser/
https://www.zeit.de/wissen/2014-10/mari ... ettansicht
Benutzeravatar
Martin Mainz
Board-Administration
Beiträge: 4667
Registriert: Di 22. Mär 2016, 18:39

Re: Debatte THC Grenzwerte im Straßenverkehr

Beitrag von Martin Mainz »

Studie zu Cannabis und Verkehr:

"No significant relationship between blood THC concentration and driving performance was observed for ‘regular’ (weekly or more often) cannabis users."

„Bei ‚normalen‘ (wöchentlich oder häufiger) Cannabiskonsumenten wurde kein signifikanter Zusammenhang zwischen der THC-Konzentration im Blut und der Fahrleistung beobachtet.“


Quelle: https://www.sciencedirect.com/science/a ... ub#bib0145
Ehrenamtlicher Foren-Putzer

Wenn ich einen Fehler gemacht habe, bitte einfach eine PN an mich :mrgreen:
Bitte seid nett zueinander - die Welt da draußen ist schlimm genug
HabAuchNeMeinung
Beiträge: 617
Registriert: So 1. Jun 2014, 02:17

Re: Grenzwert im Straßenverkehr

Beitrag von HabAuchNeMeinung »

Straßenverkehr
:
Experten fordern höheren THC-Grenzwert fürs Autofahren
Die Regeln für Autofahren unter Cannabiseinfluss sind bislang extrem streng. Das bestrafe auch nüchterne Fahrer, sagen Verkehrsexperten und fordern neue Grenzwerte.
....
https://www.zeit.de/wissen/2022-08/thc- ... -grenzwert
Benutzeravatar
Cookie
Beiträge: 5024
Registriert: Sa 27. Aug 2016, 14:20

Re: Grenzwert im Straßenverkehr

Beitrag von Cookie »

Endlich ungestört kiffen

Die Grünenfraktion macht einen drogenpolitischen Vorstoß: Kiffen solle in vielen Fällen gar nicht mehr verfolgt werden – auch nicht pro forma.

BERLIN taz | Wenn am Samstag mal wieder die Hanfparade durch Berlin zieht, könnte man meinen, Hanf sei mittlerweile ein weitgehend geduldetes Genussmittel. Dass dem noch lange nicht so ist, darauf haben nun die Grünen im Abgeordnetenhaus aufmerksam gemacht – und einen Forderungskatalog aufgestellt, mit dem Berlin tatsächlich zum Vorreiter der Cannabis-Liberalität werden könnte.


https://taz.de/Gruener-Vorstoss-zur-Han ... /!5874199/
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa
pepre
Beiträge: 1543
Registriert: Di 19. Okt 2021, 11:31

Re: Grenzwert im Straßenverkehr

Beitrag von pepre »

https://www.tagesschau.de/inland/cannabis-193.html
Autofahren und Cannabis-Konsum: Experten fordern höhere THC-Grenzwerte

... Er plädiert für einen Grenzwert von drei Nanogramm THC pro Milliliter Blut. Studien würden belegen, dass erst ab einem THC-Wert von zwei bis vier Nanogramm von einer Beeinträchtigung gesprochen werden kann, teilte der Deutsche Anwaltverein mit. ...
Südhesse
Beiträge: 245
Registriert: Mi 3. Mär 2021, 18:48

Re: Grenzwert im Straßenverkehr

Beitrag von Südhesse »

pepre hat geschrieben: Sa 13. Aug 2022, 18:16
... Er plädiert für einen Grenzwert von drei Nanogramm THC pro Milliliter Blut. Studien würden belegen, dass erst ab einem THC-Wert von zwei bis vier Nanogramm von einer Beeinträchtigung gesprochen werden kann, teilte der Deutsche Anwaltverein mit. ...
Danke pepre. Das ist für mich immer noch eins der wichtigsten Themen momentan.
Ich lese immer wieder den Wert 2-4 Nanogramm (Vollblut oder Serum??) und dann Beeinträchtigung. Wo holen die sowas her? Selbst die 2-4 Nangramm sind doch totaler Quatsch.
Ich lese immer wieder von Leuten die Abends gut einen geraucht haben, und dann am nächsten Tag (oder sogar den übernächsten) immer noch bei um die 10 herum lagen.
Wenn der Grenzwert auf 3ng (im Serum) hochgesetzt wird, haben wir doch gar nichts gewonnen!
"Der Hauptgrund für das Verbot von Cannabis ist der Effekt auf degenerierte Rassen. Cannabis lässt nicht-Weiße glauben, sie seien gleichwertig wie Weiße"
Harry Anslinger
Benutzeravatar
Cookie
Beiträge: 5024
Registriert: Sa 27. Aug 2016, 14:20

Re: Grenzwert im Straßenverkehr

Beitrag von Cookie »

Schau mal hier rein:
https://fuehrerscheinkampagne.de/fakten ... schritten/

Ja, ich denke "im Blutserum" ist gemeint, aber "haben wir doch gar nichts gewonnen" wenn er bei 3 ng liegt würde ich auch nicht sagen. Nicht wirklich viel, aber immerhin!
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa
Benutzeravatar
Martin Mainz
Board-Administration
Beiträge: 4667
Registriert: Di 22. Mär 2016, 18:39

Re: Debatte THC Grenzwerte im Straßenverkehr

Beitrag von Martin Mainz »

Auch wenn Südhesse das hier schon mal mit einem Brief an den ADAC versehen eingestellt hat, hier der Vollständigkeithalber auch noch mal:

Cannabis im Straßenverkehr – neuer THC-Grenzwert?

Wegen der teils unklaren Dosis-Wirkung-Beziehung will der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) an der 1-Nanogramm-Grenze festhalten – unabhängig von einer möglichen Cannabis-Legalisierung. »Die Sicherheit im Straßenverkehr darf nicht zur Disposition stehen«, sagte ein ADAC-Sprecher. Eine Fahrt unter Cannabiseinfluss werde in der Regel wie eine Fahrt mit 0,5 Promille Alkohol mit 500 Euro Strafe und einem Monat Fahrverbot bestraft. Das sei angemessen, so der ADAC.

Menschen, die aus medizinischen Gründen Cannabis nehmen, sollen weiterhin mit dem Auto fahren dürfen, wenn sie sich an ärztliche Vorgaben bei der Einnahme halten. Der ADAC fordert hier zudem einen Grenzwert, ab dem davon auszugehen ist, dass ein kranker Mensch mehr als die verschriebene Menge Cannabis konsumiert hat.


Quelle: https://www.spiegel.de/auto/cannabis-ex ... 20258e50db
Ehrenamtlicher Foren-Putzer

Wenn ich einen Fehler gemacht habe, bitte einfach eine PN an mich :mrgreen:
Bitte seid nett zueinander - die Welt da draußen ist schlimm genug
Antworten

Zurück zu „Medienarchiv“