Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Gesundheitliche Aspekte und Risiken durch den Konsum inkl. Streckmittelproblematik.
Benutzeravatar
Vape67
Beiträge: 52
Registriert: So 31. Okt 2021, 06:04

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Vape67 »

Hallo Pogo407

Mir geht es zur Zeit ähnlich wie Dir. Nur das ich kein Gedanken Karusel habe und nur wenig Gras konsumiert habe. Mit 13 Jahren hab ich Damals Angefangen Gras zu Rauchen. Es folgten dann fast alle anderen Drogen und Alkohol. Bis auf Opium und Heroin, Crack oder Synthetische Drogen, hab ich alles konsumiert. Es folgten dann zwei Therapien und nach der zweiten Therapie, war ich 15 Jahre Trocken. Kein Alkohol und mit dem Tabak hab ich auch aufgehört. Nun vor drei Jahren traf ich einen früheren Arbeitskollegen und dieser hat nun eine Private Cannabis Zucht. Von Ihm bekam ich dann wieder etwas Gras. Im ersten Jahr beschränkte sich der Konsum nur auf die Urlaubszeit und es waren Monate zwischen dem Konsum von Gras. Im zweiten Jahr wurde es dann öfter, bis ich heute zum Schluss jeden Abend eine kleine Menge gedampft habe. Was passt in so einen Vape Pen rein ? etwa 0,5 Gramm ? Durch das Abendliche Dampfen bekam ich aber im Januar diesen Jahres, plötzlich Magenbeschwerden.
Mir wurde schlecht am nächsten Tag. Also nicht nach dem Dampfen, da war alles Ok. Sondern erst Tags darauf, schon kurz nach dem Aufstehen. Zuerst schob ich das auf ein Magengeschwür, etwas schlechtes gegessen usw. Auch hier im Forum hatte ich das schon beschrieben und zuerst gedacht es liegt an der Vape Temperatur. Nun wurde mir die Ganze Sache aber zu Blöd. Immer wieder Probleme mit Durchfall und Übelkeit. Mittlerweile hatte ich auch eine Magen und Darm Spiegelung, allerdings ohne Befund.
Seit einer Woche hab ich nun nichts mehr konsumiert. Die Entzugserscheinungen sind dieselben wie bei Dir. Schwitzen in der Nacht, dann wieder Frieren, Kopfschmerzen und Magenbeschwerden. Zum Glück heute seit Tag 7, geht es mir wieder um einiges besser. Ich habe zwar noch leichte Kopfschmerzen im Hinterkopf, aber die Übelkeit ist fast weg. Durschlafprobleme hab ich trotzdem noch. Heute Nacht um 3 Uhr wachgeworden und nicht mehr schlafen können. Ich werde jetzt erstmal 2 Wochen (oder mehr) Pause einlegen und dann nur noch 2 mal im Monat was konsumieren. Zum Glück habe ich kein Verlangen etwas zu konsumieren. Gras hab ich genug im Haus, das ist nicht das Problem. Es triggert mich auch nicht das ich jederzeit was Vapen könnte.

Ich Denke das Hauptproblem ist die Hohe THC Konzentration im heutigen Gras. Mein Arbeitskollege züchtet leider nur Hochprozentiges Weed und ich hätte nicht gedacht, das es mir so viele Probleme Bereitet. Wenn die Legalisierung Endlich kommen würde, könnte ich Gras mit weniger THC kaufen und müsste keine Angst vor solchen Nebenwirkungen haben. Wie gesagt ich kenne das genau so wie bei Dir. Jeder der sagt das Gras keine Entzugs Symptome macht, kann ich nur sagen, damit liegst Du falsch. Klar die Symptome sind gering im vergleich zu anderen Harten Drogen, aber trotzdem vorhanden. Wer zusätzlich noch Nikotin dazu mischt, also der Übliche Joint, sieht das Nochmal ganz anders aus. Wenn ich daran Denke das mich die Tabak Entwöhnung drei Wochen gekostet hat, in denen ich Aggressiv und Unausstehlich war, oh Mann das möchte ich nicht nochmal mitmachen. Der Tabak Entzug war wesentlich schwieriger als jetzt auf Gras zu verzichten. Damals hab ich den Entzug von Nikotin auch ohne Hilfsmittel geschafft, worauf ich heute noch Stolz bin.

Jedenfalls wünsche ich Dir alles Gute und mach weiter so. Ich werde nun auch wieder viel Vorsichtiger mit dem Gras sein.

Grüße
Benutzeravatar
Vape67
Beiträge: 52
Registriert: So 31. Okt 2021, 06:04

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Vape67 »

Hallo

Heute ist Tag 9 ohne Cannabis. Ich bin wieder um 3 Uhr in der Nacht aufgewacht und mir war Kalt, obwohl es im Zimmer mindestens 18 Grad waren. Meine Magenprobleme sind immer noch nicht ganz weg, aber schon besser. Gestern Abend hab ich gut gegessen und hatte auch richtig Hunger. Aber eine Stunde später war es als ob ein Stein im Magen liegen würde. Darauf hab ich Magen Darm Tee getrunken. Um 22 Uhr bin ich schlafen gegangen und um 3 Uhr wieder wach gewesen. Richtig Übel war es mir nicht, aber trotzdem komisch in der Magengegend.
In den letzten Tagen hatte ich Stimmungsschwankungen und wenn ich etwas Rührseliges sehe, bin ich gleich am Heulen. Sogar wenn ein Trauriges Lied im Radio läuft, könnte ich manchmal losflennen. Die Gefühle gehen kurz zeitig hoch und runter. Klar könnte ich es Unterdrücken, aber das will ich nicht und wenn ich alleine im Auto bin, dann ist es eh Egal ob mich jemand sieht. Es stimmt also wirklich das ein Cannabis Entzug 14 Tage dauert. Ich dachte nach ein paar Tagen oder einer Woche ist alles gegessen. Dem ist aber nicht so. Ich habe immer noch keinen Suchtdruck und will nichts Konsumieren. Wenigstens ist die Psychische Komponente bei mir, wenig Ausgeprägt und meine Gedanken kreisen nicht um das Gras und den Konsum. Das macht mir Hoffnung das ich es unter Kontrolle habe und später ab und zu mal etwas Konsumieren kann. Sollte ich den Gedanken weiter Verfolgen, dann wird sich der Konsum auf Maximal zweimal im Monat beschränken. Vielleicht auch weniger. Das wird sich noch zeigen. Jedenfalls will ich diese Entzugs Geschichte nicht nochmal mitmachen.

Es geht wieder Aufwärts
Greenoklast
Beiträge: 14
Registriert: Do 28. Jul 2022, 11:39

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Greenoklast »

super, dass du es schon bis Tag 9 geschafft hast. Der Rest sollte ja ein Kinderspiel sein. :) Darfst dich nur von deiner Psyche nicht ärgern lassen.

Bin schon seit 2 monaten von dem Kraut weg. Hatte vorher eine Homebox und mein Konsum lag teilweise täglich bei einem Gramm Homegrow. Letzte Sorte war Super Bud mit 92 Blütetagen. Dann kam ein Ereignis und ich musste sofort alles entsorgen. Tja und dann sitzt man da ohne Kraut. :)

Schlafprobleme und am Abend so ein Gefühl von Hummeln im Bauch hatte ich und hab dann angefangen wieder mehr Sport zu treiben und einfach random mit dem Fahrrad raus, wenn der Druck sich abzuschießen zu stark wurde. Auch habe ich nach 16Uhr nichts deftiges mehr gegessen. Bissel Joghurt, Obst und Tee zum Abendbrot. Das hat ganz gut gegen die Schlafprobleme geholfen.

Heute an Tag 70 oder so(habe nicht mitgezählt) ist eigentlich alles vorbei. Das einzige was mir im Herz schmerzt ist, dass ich keine Pflanzen mehr ziehen kann. Das schmerzt viel mehr als der Verzicht etwas davon zu konsumieren.

Viele Grüße :)
Benutzeravatar
Vape67
Beiträge: 52
Registriert: So 31. Okt 2021, 06:04

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Vape67 »

Greenoklast hat geschrieben: Do 18. Aug 2022, 09:23 super, dass du es schon bis Tag 9 geschafft hast. Der Rest sollte ja ein Kinderspiel sein. :) Darfst dich nur von deiner Psyche nicht ärgern lassen. ...
Danke für Deinen Zuspruch.

Heute Tag 12 ohne Kraut. Hatte Gestern immer noch Durchfall und ich bemerke wie mein Körper sich Reinigt. Heute Nacht schon bis um 4 Uhr schlafen können. Ich fühle mich Geistig wieder viel viel Fitter und es ist toll zu Erleben wie man sich wieder bei kleinen Sachen viel mehr freuen kann. Man ist nicht mehr so wie soll ichs sagen, Null Linie, sondern man hat wieder mehr auf und Ab Kurven. :D Das Erleben ist wieder Bewusster. Wenn man auf dem Kraut ist, meint man alles ist Normal, aber erst wenn man wieder Entzieht, sieht man wie sehr es einen vereinnahmt hat. Hätte das nie gedacht. Aber es ist leider ein schleichender Prozess, so das man es nicht mitbekommt.
Meine Übelkeit ist seit drei Tagen völlig weg und ich Esse wieder Normal. Kein Sodbrennen mehr und keine Magenbeschwerden. Im Kopf fühle ich es immer noch und ich gebe mir jetzt Richtig viel Zeit, den Körper zu Entgiften. Gestern war ich im Garten Körperlich Arbeiten und hab Geschwitzt wie Blöd. Klar es ist Sommer, aber trotzdem war ich mehr Nass als sonst. :P

Das ich Gras Zuhause habe und ich jederzeit etwas Vapen könnte, macht mir immer noch nichts aus. Tagsüber Denke ich nur ganz selten daran und wenn dann nur ganz kurz. Aber die Positiven Effekte sind mir Wichtiger als wieder verklatscht zu sein. In Zukunft viel weniger und mehr Zeit zwischen dem Konsum. :mrgreen:

Ich hoffe das es den ein oder anderen der hier mitliest, auch dazu Anregt seinen Konsum mal zu Überdenken und eine Pause Einzulegen.

Grüße :P
Benutzeravatar
Steckling
Beiträge: 239
Registriert: So 14. Jul 2019, 06:03

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Steckling »

Mal eine Frage zwischendurch: der Thread wurde vor anderthalb Jahren aufgemacht - und immer noch leidet ihr unter Cannabis-Entzug?
Man kann sich ne Psychose auch herbeireden.
GOOD PEOPLE
CHANGE
BAD LAWS
Benutzeravatar
Martin Mainz
Board-Administration
Beiträge: 4667
Registriert: Di 22. Mär 2016, 18:39

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Martin Mainz »

Lieber Steckling, wie du sicher auch selbst lesen kannst, schreiben hier verschiedene Leute zu ihren Erfahrungen mit dem Entzug, von daher wird der Strang auch weiter geführt werden.

Eine Psychose kann man sich vielleicht einreden ohne das wirklich eine vorhanden ist, aber nicht wirklich herbeireden.
Ehrenamtlicher Foren-Putzer

Wenn ich einen Fehler gemacht habe, bitte einfach eine PN an mich :mrgreen:
Bitte seid nett zueinander - die Welt da draußen ist schlimm genug
Pogo407
Beiträge: 102
Registriert: Mi 21. Apr 2021, 10:52

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Pogo407 »

also wenn ich den Beitrag nach der langen Zeit betrachte wo ich ihn geschrieben habe, kann ich irgendwo schon sagen das es mit Entzug zu tun hat. Zwar jetzt nicht direkt mit Schlafproblemen oder Schwitzen / Unruhe sondern eher dieses "nüchtern sein" einfach.

Ich weiß nicht ich hab seit ich 18 bin eigentlich täglich gekifft und das bis ich 36 / 37 Jahre alt war. Also war ich in meinem erwachsenen Leben nie bei klaren Verstand. Dazu noch eine Menge anderer Drogen.

Ich bin es quasi gewohnt jedes Ereignis in meinem Leben "benebelt" zu erleben. Sei es Freude, Trauer, Liebeskummer oder Liebe. Dazu die ganzen negativen Sachen die man einfach verdrängt in dem man sich nen Joint anzündet.

Meine persönliche Erfahrung ist jetzt das man sich einfach Zeit lassen muss. Klar als ich den Beitrag schrieb, wusste ich nicht wo mir der Kopf steht und hatte Zwangsgedanken + dazu nen alten "Kumpel" der sich als Narzisst rausgestellt hat und sich auch mit voller Absicht in den Kopf eingenistet hat - und sich dazu noch den Arsch ablacht. Er hat hald freude dabei wenn er Menschen Psychisch schaden kann. Diese Schäden sieht man nicht sofort und so ist er aus dem Schneider. Zumindest denkt dieser Mensch so.

Jetzt nach der langen Zeit kann ich sagen ist viel passiert. Ich hab echt Spass daran mein Leben nüchtern zu leben. Mir fehlt nichts wenn ich nicht kiffe. Jetzt am WE hab ich mal wieder geraucht weil ich Bday hatte. Und dann ist aber auch wieder gut. Ich weiß nicht mich schränkt es zu sehr ein, hauptsächlich liegt es am Auto fahren. Früher war es mir egal dicht zu fahren. Heute ist das nicht mehr so.

Das sind halt jetzt alles Sachen die ich PERSÖNLICH für mich neu erlernen muss -> Freude am nüchtern sein... und ich kann euch sagen diese Freude verblasst irgendwann. Auch damit muss man umgehen.

Negative Erlebnisse nüchtern verarbeiten und auch Standhaft bleiben.

Und meine Persönliche Meinung ist auch das dies nicht auf 1 Jahr alles wieder hergestellt ist.

Ich habe viele Jahre Drogen genommen und jetzt entwickle ich mich zu einer Person die ohne Drogen lebt und leben kann. Da muss man sich einfach die Zeit geben.

Bin auch jetzt ein ganz anderer Mensch als zu der Zeit wo ich den Beitrag verfasst habe.

Also bei mir ist es die Drogenentwöhnung oder anders gesagt die Zeit vom Drogenheini zum Normalo

Und damit Steckling auch zufrieden ist: Es hat nichts mit direktem Cannabisentzug zu tun ;)

Es ist die Zeit danach

PS. Ansonsten muss ich sogar sagen das ich mit meinem Leben völlig zufrieden sein könnte / kann. Ich stehe echt gut da und mit beiden Beinen voll im Leben. Ich bin on my way meinen nächsten großen Traum zu realisieren (der mir aber auch verdammt viel abverlangt - also ist nicht einfach) Verbringe viel Zeit mit mir alleine und komme auch gut klar. Ich unternehme relativ viel und habe auch Spass dabei (alleine). Kann auch auf ein Leben zurück blicken wo ich sagen kann ich habe alle meine Ziele erreicht und das nächste ist in Griffweite. Hab nen guten Job, verdiene nicht zu gut und nicht zu schlecht, tolle Arbeitszeiten, schöne Wohnung, schönes Auto, verstehe mich mit meiner Familie. Hab gute und schlechte Tage - eigentlich alles vollkommen normal. Zumindest wenn man bedenkt das schlechte Tage / Phasen etwas normales sind und genau so wie die guten mit dazu gehören.

Eigentlich hätte ich sogar nen Grund für Luftsprünge - eben weil ich bisher alles in meinem Leben gemeistert habe. Auch alle schwierigen Phasen. Vielleicht sehe ich das im moment noch nicht so aber in ein paar Jahren werde ich auch auf diese Zeit hier lächelnd zurück blicken. Bin ich mir fast sicher 8-)
JoMedic 64658
Beiträge: 60
Registriert: Sa 26. Feb 2022, 05:29

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von JoMedic 64658 »

"Dazu noch eine Menge anderer Drogen.

Ich bin es quasi gewohnt jedes Ereignis in meinem Leben "benebelt" zu erleben. "

Du bist dir schon klar darüber das dein Glücksbotenstoffsystem/Anandamidsystem mitunter nachhaltig geschädigt sein kann, durch die anderen Drogen?
Mir sind Fälle von Amphetamin und Fälle von E Kippen DMT Konsumenten bekannt die sich nachhaltig geschädigt haben und natürlich die Cannabinoid RCs welche langfristig den Magen kaputt zu machen scheinen, dort gibt es besonders viele Rezeptoren.
Die Upperkonsumenten(Levoamph.Pep) leiden unter Schlafrhythmusstörungen (Innere Uhr) sowie unter Neurologischen Schäden wie Zuckungen Krampfen Persöhnlichkeitsveränderungen.Die DMT Leute hatten Realitätsverlustanzeichen und Persöhnlichkeitsveränderungen mit Psychotischen Anzeichen.
Alleine Hanf selber, macht nach spätstens 3Monaten garnix messbares mehr, daran Nüchtern zu sein gewöhnt man sich aber, die Serotoninspeicher müssen sich eben regenerieren.Bei Hanf ist es eher Gewohnheit als ein Entzug.
Schwerer ist das Paranoide Verhalten was von der Kriminalisierung her rührt abzugewöhnen, ich schau nun über 12Jahre später immernoch in den Rückspiegel um zu checken ob nicht Bullen hinter mir fahren und kann nach wie vor die KFZ Typen anhand der Scheinwerfersilhouettte erkennen und ich gehe auch bestimmte Wege noch immer nicht weil ich da vor 15Jahren mal kontrolliert wurde, zwar ohne rechtl.Folgen aber dies Diskriminierende Erblebniss brennt sich leider fest.
Zum Entwöhnen:
Es hilft Spassiges zu tun, geh Achterbahn fahren oder Vögel deine Freundin, halt was dich bockt.Dies regt deinen Körper an dein System zu normalisieren ansonsten.
https://www.youtube.com/watch?v=rodXC1iC_0o
Vielen hilft auch ein Umstieg auf Antidepressive Heilkräuter, z.Bsp.Hypericum Tee, Kava Kava oder Kratom Tee, je nach dem von was man runter will gibt es das Beste Mittel. Es ist leichter auf weniger Schädliches umzusteigen als ein Cut auf 0.
Pogo407
Beiträge: 102
Registriert: Mi 21. Apr 2021, 10:52

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Pogo407 »

Also ich muss sagen das es mir so verdammt gut geht. Ich habe hald etwas was mich bedrückt im Leben, ja. Bzw wurd ich von meiner alten "Clique" sehr enttäuscht. Es war an nem Punkt wo ich ihnen nicht mehr gut genug war und dann wurde ich benutzt wie ein Gegenstand den man sich aus den Schubladen holt und wieder zurück legt wie es einem gerade passt. Und seit dem ich das nicht mehr mit mir machen lasse und ich auch keine Drogen mehr nehme und sonst nichts mit ihnen zu tun haben will herrscht KRIEG. Krieg von ihrer Seite aus nicht von meiner. Ich versuche nur mein Leben weiter zu Leben und Glücklich zu sein. Aber vielleicht ist es genau das was ihnen nicht passt?!?!


Bis auf das gehts mir eigentlich super. Naja bin etwas viel alleine und das schon längere Zeit. Warum das alles so ist? Ich weiß es nicht. Vielleicht um daran zu wachsen. Ich denke mal ja.

Ansonste würde ich sagen bin ich sehr gut von den Drogen weg gekommen.

Bin gesund und muss keine Medikamente nehmen -> das ist doch schon verdammt viel Wert ;)

Heute ist ein Tag an dem ich Bäume ausreißen könnte, bin Happy obwohl mich das oben geschriebene noch irgendwo bedrückt.

Schade das Menschen so sind und noch nachtreten müssen, denken sie hätten irgendwas im Leben anderer zu bestimmen. Aber das vielleicht auch nur weil man eben nichts zu sagen hat. Da sucht man sich eben ein leichtes Opfer. Aber das geht auch nur von der Ferne. Spätestens wenn man sich mal direkt über den Weg läuft sieht die Sache anders aus.

Glaub ich sollte mir da mal etwas Respekt verschaffen und "jemanden über die Straße helfen" - bin so ein sehr friedlicher Mensch aber auch ist bei mir irgendwann die Gedult zu Ende. (das ist jetzt aber mehr nur so dahergesagt)
JoMedic 64658
Beiträge: 60
Registriert: Sa 26. Feb 2022, 05:29

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von JoMedic 64658 »

Jeder hat irgendwas das ihn bedrückt, anders wäre es irrational.
So ist das Leben in einer auf Profit und Egoismus getrimmten Welt in der US Oligarchen bestimmen welcher Politiker was zu tun und zu lassen hat, das beste Beispiel sind die Grünen da wurden Früher Gegen Krieg Parolen gemacht und Heute werden Schmiergelder von der Südmetall (Rüstung,Diehl Defense,Rheinmetall/Panzer, Heckler+Koch)
angenommen oder das Klimadingens selbe Scheiß. Alles total Korrupt! Echte Demokratie von wegen, das System kollabiert und die Bürger nähren es noch mit ihrem durch Werbung generierten Konsumwahnsinn.
Und mit den Drogen ist es auch so, während die Jugend in der Schule nen Herzinfarkt von den RC Cannabinoid Liquids bekommt wiegeln Politiker ab man dürfe den Harmlosen Hanf(Harmlos weil nicht tödlich/Keine LD bekannt) nicht Entkriminalisieren weil das ein Falsches Signal wäre LOL.
Ich bin auch Überfordert mit dem was man uns so vorsetzt.Die Generationen vor uns haben auf unsere Kosten über ihre Verhältnisse gelebt.!!!!
Das ist die Traurige Realität.
Kopf Hoch du bist nicht allein.--D Deine komischen Cliquenleute sind nur zu schwach und besitzen niocht genug Charakterstärke darum versuchen sie dich reinzureiten oder zu stressen.Ich bin vor 10Jahren auch aus dem Sumpf der Szene ausgestiegen,aber wegen Richtiger harter Drogen nicht wegen Hanfkonsum, habe Facebook und alle anderen Socials gelöscht und war jeden Tag in Selbsthilfegruppen, bin umgezogen und das nach 3erfolgslosen Stationären Therapien, nun lebe ich auf dem Land bekomme meinen Führerschein auch nach 3MPU s nicht und bin Wirtschaftlich ohne Perspektive. Illegal Geld machen kommt nicht in Frage denn ich weiß von Früher sehr gut (Beschaffungskriminalität+Gewalt war normal ) was das heißt und warum ich das nimmer will.
Lieber bankrott mit Familie auf dem Land leben und keine Freunde als diese Heuchler/Alles Zweckfreundschaften, Echt so.
Nur die Harten stehen das durch. Wer kann schon von sich sagen, das er weiß wie man sich problemlos div.Drogen synthetisiert+distributioniert und macht es als
Exsüchtiger aus Ideal +Moral+ Verantwortung nicht obwohl er dringend Geld braucht! Ehrlich gesagt kenne ich bisher niemand der so wie ich lebt.Es kommt die Zeit wo man weißer wird und Priritäten setzt, ich wäre mehrfach fast gestorben, wurde schon angeschossen und bin fast an Überdosis Etizolam (Legales SuperpotentesBenzo)gestorben und lag 4Mal im Krankenhaus. Ohne Arzt wäre ich nicht da um zu dir zu schreiben.Die CDU/CSU ist die MAFIA macht euch nichts vor, guckt mal überall Geldwäsche(Streamingdienste,Casinos,Autohandel,Restaurants,Zollfreilager,Immobiliensektor...)
Unser Staat wurde in den letzte 200Jahren offensichtlich vollständig unterminiert, die Frage ist: Was tun mir nun?
Zum über die Straße helfen: Mach dich nicht Juristisch angreifbar, sabotiere und organisiere zu deinen Gunsten.Gewalt ist nur zu Notwehrzwecken geeignet.
Pogo407
Beiträge: 102
Registriert: Mi 21. Apr 2021, 10:52

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Pogo407 »

Bei mir geht es da größtenteils auch um harte Drogen bzw Kokain. Die Leute von früher die Probleme machen/machten sind komischerweise nur die Kokser.

Ich bin heilfroh da weg zu sein und wenn ich zurück denke ekelt es mich richtig an. Waaah

Das alles zu verdauen und die Einsicht an was ich da geraten bin ist schon hart. Letztendlich wurde mir jahrelang der best friend vorgemacht.... Gab auch schöne Zeiten aber war hald alles Fake.

Ich will auch nicht sagen das ich immer perfekt war, nein war auch ziemlich verballert. Aber ich habe Leuten nie irgend was schlechtes gewollt. Mich dagegen wollten die beziehungsunfähig machen und immer weiter in den Drogensumpf mit rein ziehen. Sieht nach aussen nach heiter Sonnenschein aus - ist es aber nicht. Kokain ist eine Teufelsdroge und meiner Meinung nach schlimmer als Heroin.

Wie gesagt das muss ich alles verdauen. Aber ich habe es ja davon weg geschafft. Bin Drogenfrei und Glücklich im großen und ganzen.

Ja ich war bei Leuten die dir das Messer in den Rücken rammen und dann fragen was los ist du blutest ja.... - zum Glück bin ich nicht so. Habe ich nicht nötig.


Das ganze wäre nicht mal so schlimm. schlimm ist nur das ich nach Jahren nicht so richtig von den Leuten weg komme. Ich werde in gewisser Art und Weise verfolgt bzw gestaklt. Das ist es was es für mich richtig schlimm machte aber mittlerweile ist auch das besser geworden. Muss man sich mal geben das sind 5-6 Leute die alle älter sind und größer. Und sich gegen mich gestellt haben. Und auf einmal zack hört man nix mehr.

Irgendwas war da und es würde mich nicht wundern wenn sie sich auf einmal in die Hosen machen vor mir. Große Klappe nix hahinter ;)

Ich wünsche dir jedenfalls alles gute bei deinem Land leben.
JoMedic 64658
Beiträge: 60
Registriert: Sa 26. Feb 2022, 05:29

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von JoMedic 64658 »

Jeder Rückfällige ist ein gutes Geschäft, daher wird Proaktiv versucht über z.Bsp.Socialmedia zu arbeiten.
Bei mir waren es rund 350Euro pro Woche für die Dealer, entsprechend wurde ich bei meinem Ausstieg bearbeitet und bin noch Heute in einer Sozialen Isolation gefangen weil, Aussenstehende es einfach nicht verstehen und die Anderen Bekannten mich abhängig machen und zurückholen wollen.
Darüber reden geht nicht, geh ich irgendwo aus , wird gesoffen dann muss man sich nicht rechtfertigen und wird akzeptiert, bestellt man Alkoholfrei oder lehnt Alkohol ab muss man sich rechtfertigen und wird komisch behandelt und über andere Rauschmittel zu sprechen ist absolut inakzeptabel und danach behandelt einen das ganze Dorf wie einen Aussätzigen Leprakranken im Mitelalter.
Sociale Netzwerke wie Facebook sind der verlängerte Arm der Ndrangetha und der Bikerclubs dort werden Informationen über Personen gesammelt und auch Mädchen angeworben...
Ich wurde öfters bedroht und von der Polizei eingeschüchtert mit Bikerclubshirts die mir Beamte in Wießbaden gezeigt haben die sie unter der Bullenkleidung tragen während ich in Arrest gesperrt wurde weil ich zu denen gegangen bin nachdem ich eine Massenvergewaltigung miterleben musste einer mir nahestehenden Frau durch knapp 70Leute des Clubs über 3Tage auf einem Privatgelände bei einer Goaparty.
Mir wurde KO Tropfen in ein Getränk getan und ich wollte dies anzeigen dann hat man mich festgehalten, echt krankes Zeug. Rotlichtmillieu, diesselben Leute die mich Kokainabhängig machten. Zum Glück ist das lange her , aber Spuren in der Seele und im Gemüt bleiben, Glaub mir ich würde alle zur Hölle fahren lassen wenn ich eine Waffe oder Möglichkeit hätte die das ermöglichen würde.Ich bin aus der Kirche ausgetreten und habe meinen Glauben verloren.
Als Verantwortlicher Familienvater bin ich schon sehr am Grübeln wie ich in so einer Welt mein Kind resilient erziehe und auf diese Organisierte sch***e gegen die Menschlichkeit vorbereiten soll damit ein friedliches und glückliches Leben möglich ist.
Pogo407
Beiträge: 102
Registriert: Mi 21. Apr 2021, 10:52

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Pogo407 »

so gibt es von mir mal wieder was zu berichten...

Also mir gehts super. Bis auf das ich mir ein Hohlkreuz antrainiert habe. Aber auch da gehe ich schon bald zur Krankengymnastik.

Was kann ich positives Berichten? Ich habe mir im Mai ca 7g Cannabis geholt und gut die hälfte davon liegt immer noch im Schubladen + Papers. Ich bräuchte mir eigentlich nur schnell einen drehen... - Hab aber absolut keine Lust drauf. Und eben genau so erging es mir die letzte Zeit. Das Zeug liegt einfach rum und alle 6 Wochen oder 2 Monate habe ich mal Lust einen zu rauchen. Die ersten 2-3 Stunden ist das auch echt schön aber es endet im Fressflash und irgendwann ist mir so langweilig das weder essen noch TV noch Musik spass machen. So war es zumindest das letzte mal als ich kiffte.

Jedenfalls habe ich das knapp 20 Jahre nicht gebacken bekommen wenn ich was hatte das ich das liegen ließ. Aber jetzt klappt es ja.

Weiß nicht kiffen ist irgendwie langweilig fast schon kindisch geworden.

Ansonsten mein Ziel mir über die Festivalsaison ne Frau zu zu legen hat nicht geklappt. So ehrlich bin ich dann schon. Leider - Warum? Keine Ahnung. Ich hatte die ein oder andere Möglichkeit aber es war nie so die Frau die ich haben wollte bzw es war nicht das was ich wollte. Entweder passte das drum herum nicht oder ich fühlte mich dann doch nicht so hingezogen zu der Frau das ich meinen Weg lieber alleine weiter ging.

Manchmal frage ich mich dann schon warum ? Aber ich bin hald anscheinend so. Vielleicht halte ich zu sehr nach Perfektion Ausschau? Vielleicht bin ich nach den letzten 3 Jahren auch noch gar nicht bereit dafür.

Dafür bin ich jetzt ausgefeiert. Muss nicht mehr unbedingt hier hin und da hin. Von dem her sehe ich das Positiv das ich mich auch mal mit ner Frau zu Hause hinsetzten kann und dann nicht ständig nach der nächsten Party ausschau halten muss.

Ja ich hab viele kleine Steps gemacht über den Sommer. Das auf jeden Fall.

Und immer noch Spass am Leben und auch daran den Weg alleine weiter zu gehen.

Woran ich zum Beispiel überhaupt nicht denke ist das ich mal wieder Opiate anfasse.

Auch auf Party vermisste ich kein einziges mal Chemische Drogen.

Und auch wenn ich immer meine 2-3 Bier auf Party trank und das fast jedes WE, sitz ich momentan nüchtern zu Hause. Jetzt am WE drückte mich ein Bierchen aber ich ließ es bleiben. Und ich beschränke mich dabei auf "Partytrinken"

so long

PS.

was mir noch aufgefallen ist das viele Menschen ein Problem damit haben wenn man einfach nur Glücklich ist bzw viele haben Spass daran anderen das Glück zu sabotieren damit es ihnen besser geht. Traurig aber so ist die Menschheit eben. Ich glaube das muss man akzeptieren.

Dazu wenn ich mich jetzt frage ob ich glücklich bin und dabei umsehe und auch auf mein Leben zurück Blicke: JA zu 80%

wie schon mal geschrieben ich hab meine Ziele alle erreicht. Stehe mit beiden Beinen fest im Leben. Das i Tüpfelchen fehlt mir noch aber darauf arbeite ich gerade hin.

Und von dem ganzen Mist über meinen alten Freundeskreis den ich hier schrieb frag ich mich langsam ob es das wert ist sich davon runter ziehen zu lassen. Weil eben genau das wollen sie ja.

Irgendwie schon heftig auf was für Fake-Leute ich da reingefallen bin, die einem im Nachhinein noch die schöne Zeit der letzten Jahre schlecht machen wollen, reingefallen bin.

Die erkentniss daraus ist das ich einfach nur froh bin nicht selbst so zu sein und es auch nicht nötig habe.

Ich war selbst viel zu dicht, zu verpeilt, hab Filme auf Drogen geschoben, war so dicht das ich nicht mehr reden kontne - streite ich alles nicht ab. Aber dafür habe ich nie versucht leben/Familien zu zerstören und habe es auch nicht nötig.

Glaub da bin ich sogar noch ziemlich gut weg gekommen von diesen Leuten. Habe mir alles was ich erreicht habe mit Fleiß und ehrlicher Arbeit erarbeitet. Musste nie klauen oder sonst die Leute abziehen.

Und vor allem ein ich muss nicht mit dem Finger auf andere zeigen und nach Karma rufen

bin Stolz auf mich
Pogo407
Beiträge: 102
Registriert: Mi 21. Apr 2021, 10:52

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Pogo407 »

So muss ich mal wieder nen Beitrag verfassen :)

Also mittlerweile bin ich an nem Punkt angelangt wo ich sagen kann ich kann nicht mehr. Nicht wegen Drogen oder weil es mir nicht gut geht sondern weil ich mein Ziel nicht erreiche.

Ziel war ja vor Corona und nach meiner Opiatgeschichte mir nen Lebenspartner zu suchen und natürlich auch Familie zu gründen.

Es kam dann corona dazwischen und ich nutzte die Zeit als lebenspause und um mich von den Drogen zu erholen, sprich normal zu werden.

Da ich in meinem Leben schon ziemlich verrückte Sachen gemacht hab, beschloß ich meinen Partner in der nächsten Millionenstadt zu suchen die ich auch noch sehr gerne mag. Es wäre quasi meine größter Lebenstraum. Nebenbei muss ich sagen ich wohne hier auf dem Land und habe hier nicht so viele Möglichkeiten also kann ich gleich in die Stadt fahren. Ist also gar nicht so verwerflich.

Ich gehe ja gerne auf techno weg und so begann ich vor über nen Jahr als feiern wieder offiziell war auch mit der partnersuche. Wie ich schon mal schrieb passte es leider nie so ganz. Es war immer nicht ganz was ich wollte. Und genau das zog sich eben bis jetzt.

Ich habe sogar schon meinen Traum aufgegeben und bin in andere Städte feiern gewesen aber leider auch nix weil das Publikum viel zu jung ist und es auch nicht so viele Möglichkeiten gibt. Einerseits gut weil ich wieder an meinen eigentlichen Ziel bzw Weg weiter gehen kann. Andererseits bin ich an nem Punkt wo ich sage ich kann nicht mehr.

Ich weiß noch letztes Jahr um diese Zeit war ich noch voll motiviert und sah mir motivationsvideos auf YT an.

Dont give up on your dreams

Dont quit

When live gets hard


Damals sah ich die Videos nur an und sie motivierten mich auch. HEUTE geht es mir genauso wie in den Videos..

Ich würde am liebsten das Handtuch werfen, langsam kann man auch sagen mir rennt die Zeit davon weil ich ja auch nicht jünger werde. Ist echt schwierig gerade, mir macht auch nix Spaß hab niemanden zum reden so richtig. Bin an nem low point momentan. Zum Glück ist bald Urlaub und ich plane auch schon ein schönes Kiffer Wochenende :) hab sehr leckeres Hasch bekommen freu.


Ach ja und da fällt mir gerade ein..

Kobe Bryant hielt mal ne rede über Träume und sie zu leben. Er spielte bei den LA Lakers....

Er meinte wenn dein Traum nicht wahr wird, wenn du am Boden bist und keine Kraft mehr hast, du müde bist und trotzdem weiter machst. Das ist schließlich der Traum. Es ist also nicht das erreichte Ziel sondern die Zeit davor. Die Zeit in der ich mich jetzt befinde. Eigentlich lebe ich meinen Traum jedes Wochenende wenn ich in diese Stadt fahre ich habe nur mein Ziel noch nicht erreicht. Ist mir gar nicht so bewusst.

Und ja das motiviert mich gerade wieder weiter zu machen.

Kurz um: es sieht nicht so aus als ob es schaffen würde, mir bleibt aber nichts anderes übrig als weiter zu machen.

Verlink später noch zwei Videos weil die sehr interessant sind falls sich jemand mal in ner ähnlichen Situation befindet

Hier noch die Videos. Das erste ist von Steve Harvey. Sehr interessante Person. Er hatte als kleiner Junge den einfachen Traum mal im TV zu sein. Irgendwie ließ ihn das nie wirklich in Ruhe und so arbeitete und arbeitete er daran. Er hat alles verloren, Jobs aufgegeben, Familie weg und sogar 3 Jahre nur in seinem Auto gelebt. Bis er es letztendlich ins Fernsehen schaffte. Heute hat er einige TV-Shows und ist sehr reich geworden.

https://www.youtube.com/shorts/yysIWvRilHE

wie gesagt mir gehts eigentlich genau so wie in dem Video

Und hier noch das von Kobe Bryant

https://www.youtube.com/watch?v=pKak9F73D3Q
Purple-Hoover
Beiträge: 26
Registriert: Fr 25. Nov 2022, 21:53

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Purple-Hoover »

Danke für das Kobe Bryant Video- eine wertvolle Inspiration ...

Grüße,
Purple
Meiner Meinung nach hat die Einnahme berauschender Substanzen einen positiven Anteil an der Evolution der Lebewesen.
privacc
Beiträge: 43
Registriert: Do 27. Mai 2021, 15:59

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von privacc »

Moin @Pogo,

wieso versuchst Du die Partnersuche nicht mal im Internet? Eines der großen Portale aussuchen, mal für 1-3 Monate Premiumaccount abschließen und auf die Suche gehen. Dort findet man ein viel breiteres Spektrum an möglichen Partnerinnen als es beim feiern in Clubs der Fall ist. Ich würde Dir das wärmstens ans Herz legen. Wenn man sich da wirklich rein hängt, kann man dort auch wirklich sein Glück finden.
Pogo407
Beiträge: 102
Registriert: Mi 21. Apr 2021, 10:52

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Pogo407 »

privacc hat geschrieben: Mi 4. Jan 2023, 08:22 Moin @Pogo,

wieso versuchst Du die Partnersuche nicht mal im Internet?
Ich habe das vor 10 Jahren schon immer mal wieder probiert im Netz. Immer mal wieder über die Jahre und es kam immer zum selben. Entweder ist es Fake von der Partnerbörse aus oder die Frau hat kein Interesse oder ich habe keines. War leider nie so wirklich was dabei.

Im Grunde habe ich aber nichts dagegen und hab mir das auch schon über Weihnachten überlegt. Zumindest werde ich die Tage noch mal paar schöne Fotos machen.


Ich weiß nicht mein letzter sehnlichster Lebenswunsch ist momentan eine Liebe auf den ersten Blick. Das ist es eigentlich schon fast mein ganzes Leben lang. Ich bin einfach so.

Mein größter Wunsch war auch einmal eine Heroinsucht voll auszuleben und so fing ich mit 29 Jahren langsam an Heroin zu probieren. Anfangs 1x pro Monat und mit der Zeit kommt man immer weiter da rein und auf einmal hat man die Mega-Conection sau guten Stoff, verdammt viel und sehr günstig. Bis ich mich versah war ich voll drauf und es sah nicht danach aus das ich da nochmal davon los komme. Ich war schon auf dem Weg zur Straße könnte man sagen weil mir das Ding mehr und mehr aus den Händen glitt.

Also zur Drogenberatung, bei den AA gewesen, paar mal bei Entgiftung angemeldet.

Zum Schluss habe ich es dann doch selbst hinbekommen und heuer an Pfingsten sind es 4 Jahre wo ich Opiatfrei bin *freu*

Auf Grund dessen werde ich wohl auch an meinem Traum festhalten. Ich bin schon größere Risiken im Leben eingegangen und es hat sich voll gelohnt.

Hätte ich damals keine Opiate genommen würde ich heute sicher immer noch Chemische Drogen konsumieren.

Auch war ich mit den Opiaten an nem Punkt wo ich sagen konnte ok es ist vorbei ich habe mir mein ganzes Leben versaut. Sah zumindest danach aus.

Also ich kann echt von mir sagen Heroin war die beste Entscheidung in meinem Leben.
So hart dies auch für manche klingen mag aber bei mir war es einfach so.

Habe mich auch sehr lange mit dieser Droge beschäftigt.. bis hald die Entscheidung viel es zu "probieren"

Das ganze gibt mir hald jetzt auch Mut meinen Weg weiter zu gehen. Ich schätze mal es wird ähnlich wie beim Heroin -> schöner als ich es mir je hätte vorstellen können.

Aber klar das mit der Partnerbörse kann nie schaden. Vielleicht finde ich ja den Partner der meinen Traum in den Schatten stellt = schöner als ich es mir hätte vorstellen können.

Purple-Hoover hat geschrieben: Di 3. Jan 2023, 23:28 Danke für das Kobe Bryant Video- eine wertvolle Inspiration ...

Sehr gerne!

Solche Videos sind aktuell mein Treibstoff um weiter zu gehen.

Das von Steve Harvey gefällt mir aber noch besser.

Noch eine Frage:

Wie war das bei euch so? Hattet ihr schon mal nen Traum den ihr erreichen wollt aber es nicht danach aussah? und habt ihr es dann doch noch geschafft?

Hat hier von euch jemand Träume aktuell? wenn ja welche?? :)


PS: Ich glaube fast so wie auf dem Bild geht es mir gerade

Bild
Berno
Beiträge: 2
Registriert: Mo 16. Jan 2023, 00:53

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Berno »

Hey Pogo,

Ich hab mir jetzt tatsächlich das ganze Ding bin vorne bis hinten durchgelesen :D Danke dafür!
Ich bin grad auf einer etwas längeren Reise, und da passte das grad gut. Ich hätte mir tatsächlich keine bereicherndere Beschäftigung vorstellen können.

Ich bin hier gelandet, weil ich mich selbst grade sehr schwer tue mit Entzugserscheinungen, Abstellproblematiken, oder der Wiederkehr der Normalität. Terminologie Diskussionen helfen mir da grad primär erstmal auch nicht ;) Deine großartiger Bericht über eine positive Entwicklung aber um so mehr. Großes Lob! Du hast echt sehr hartnäckig daran gearbeitet und ein paar dicke Nüsse geknackt (bei mir läg das Zeug nicht so lang in der Schublade) :mrgreen:

Ich finds gut, dass es zum Ende immer gelassener geworden ist. Ich glaube das ist der Schlüssel zu den verbleibenden Dingen. Manche Dinge muss man auch einfach lassen wie sie sind und manchmal dann trotzdem noch einen Zugang dazu finden. Ich persönlich glaube zum Beispiel du solltest deinem ehemaligen Freund(eskreis) nicht mehr mit Wut begegnen. Das könnte vielleicht nochmal ein Level weiter führen.

Ich glaube auch du solltest dir keine Sorgen wegen der Partnersuche machen. "Suchen" ist eh schwierig. Wenn man aktiv etwas tun möchte, glaub ich man kann nur die Wahrscheinlichkeit erhöhen. Da geht mehr als nur die Clubs. Ist wahrscheinlich auch irgendwie ne "Gewohnheit" zu denken die passende müsste ja wahrscheinlich dann dort sein. Es gibt da glaub noch mehr, vor allem kommunikativere Sachen - online und offline. Dinner bei fremden Leuten? :D

Ich bin mir jedenfalls sicher, dass du nicht alleine bleibst, so wie ich das jetzt beurteilen würde. Deine Art wie du schreibst zeigt mir, dass du ein sehr offener und starker Charakter bist mit der guten Portion Demut, und eines bestimmt nicht bist - langweilig. Zu erzählen hast du ja einiges, ich habs jedenfalls gern gelesen.

Mit einer schönen portion Gelassenheit wird das noch ne Runde Sache ;)
Pogo407
Beiträge: 102
Registriert: Mi 21. Apr 2021, 10:52

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Pogo407 »

Berno hat geschrieben: Mo 16. Jan 2023, 01:47 Hey Pogo,


Ich bin hier gelandet, weil ich mich selbst grade sehr schwer tue mit Entzugserscheinungen, Abstellproblematiken, oder der Wiederkehr der Normalität. Terminologie Diskussionen helfen mir da grad primär erstmal auch nicht ;) Deine großartiger Bericht über eine positive Entwicklung aber um so mehr. Großes Lob! Du hast echt sehr hartnäckig daran gearbeitet und ein paar dicke Nüsse geknackt (bei mir läg das Zeug nicht so lang in der Schublade) :mrgreen:
Hey freut mich natürlich sehr wenn dir mein Bericht so gut gefallen hat und dir auch weiter hilft. War nicht immer einfach aber mir blieb auch nichts anderes übrig.

Also Augen zu und durch. Irgendwann hat es sich gelohnt und sowas wie ein Dauerkiffer könnte und möchte ich gar nicht mehr sein.
Berno hat geschrieben: Mo 16. Jan 2023, 01:47 Ich finds gut, dass es zum Ende immer gelassener geworden ist. Ich glaube das ist der Schlüssel zu den verbleibenden Dingen. Manche Dinge muss man auch einfach lassen wie sie sind und manchmal dann trotzdem noch einen Zugang dazu finden. Ich persönlich glaube zum Beispiel du solltest deinem ehemaligen Freund(eskreis) nicht mehr mit Wut begegnen. Das könnte vielleicht nochmal ein Level weiter führen.

Ich glaube auch du solltest dir keine Sorgen wegen der Partnersuche machen. "Suchen" ist eh schwierig. Wenn man aktiv etwas tun möchte, glaub ich man kann nur die Wahrscheinlichkeit erhöhen. Da geht mehr als nur die Clubs. Ist wahrscheinlich auch irgendwie ne "Gewohnheit" zu denken die passende müsste ja wahrscheinlich dann dort sein. Es gibt da glaub noch mehr, vor allem kommunikativere Sachen - online und offline. Dinner bei fremden Leuten? :D

Ich bin mir jedenfalls sicher, dass du nicht alleine bleibst, so wie ich das jetzt beurteilen würde. Deine Art wie du schreibst zeigt mir, dass du ein sehr offener und starker Charakter bist mit der guten Portion Demut, und eines bestimmt nicht bist - langweilig. Zu erzählen hast du ja einiges, ich habs jedenfalls gern gelesen.

Mit einer schönen portion Gelassenheit wird das noch ne Runde Sache ;)
An dieser Stelle vielen Dank für dein Feedback. Und mir fällt auch gerade auf bzw du zeigst mir Sachen auf die ich selbst gar nicht sehe. Ja ich habe mich echt zu ner starken Persönlichkeit entwickelt bzw tue es immer noch.

Irgendwie fühle ich mich wie ein Marathonläufer der nur das Ziel vor Augen hat dabei aber nicht den schönen Weg, die Ups and Downs usw sieht. Vielleicht sollte ich mich mehr auf die Reise konzentrieren anstatt auf das Ziel.

Aber trotzdem alles gut. Ich habe nichts verloren. Ich kann weiterhin an meinem Traum arbeiten, also das ist noch nicht vorbei. Auch wenn es alles andere danach aussieht ihn zu erreichen. Also das muss ich mir eingestehen. Aber auch nicht so schlimm. Also die Welt geht davon auch nicht unter. Auch viel mir die letzte Zeit auf das mein Weg schon richtig war das letzte Jahr über. Hab etwas über mich gelernt, habe mich weiter entwickelt, kam raus von zu Hause und vor allem viel in der Gegend rum. Hab also viel erlebt.... Jetzt geht es hald wieder von vorne los -> neues Jahr neues Glück. Meine alten "Freunde" bin ich zum Glück auch los. Gott sei Dank. Das ist mir fast viel mehr Wert.

Onlinepartnerbörse bin ich jetzt auch aber ich wusste auch gleich warum ich das zuletzt nicht machte. Es ist einfach nicht mein Ding und wenn man genau hinschaut ist auch nichts für mich dabei. Trotzdem war es ein Versuch wert und es bestärkt mich darin meinen Weg weiter zu gehen.

Eigentlich steht mir die Welt weiter offen also alles gut. Ich sollte nur mehr meinen Weg lieben lernen als mich auf das Ziel zu fokusieren.


Ja und ansonsten habe ich die letzten 4 Wochen 2x am WE wieder was geraucht. Also es tat verdammt gut, weil auch mal Ruhe im Kopf ist für ein paar Stunden. Das schätze ich schon sehr. Aber dann war auch wieder gut. Leider wurde es halt wieder langweilig nach Fressflash usw. Irgendwann macht nichts mehr Spass. Naja

Ansonsten gehts mir gut. Lerne gerade wieder positives Denken bzw negatives mit positivem zu ersetzten. Auch gut... werd mich jetzt wieder öfters im Meditieren versuchen.

Joa und freue mich natürlich auf den Frühling.
Pogo407
Beiträge: 102
Registriert: Mi 21. Apr 2021, 10:52

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Pogo407 »

so melde ich mich auch mal wieder, hab viel Positives zu berichten.

Hab gerade so ne kleine Checkliste für mich gemacht.

Also ich bin immer noch Drogenfrei und sehr Glücklich dabei (obwohl ich wohl öfter gerne mal einen durchziehen würde, was leider schlecht geht wegen Auto fahren)

Ich bringe gerade meinen Rücken wieder in Ordnung - das zog sich jetzt echt n paar Monate aber es wird momentan echt besser. Werde jetzt Regelmäßig zum Yoga gehen, was mir bei Physio auch empfohlen wurde. Es hilft, nur zur Zeit verzichte ich auf Krafttraining bis sich das alles wieder gebessert hat. Dafür gehe ich täglich laufen, was sicher auch nicht schadet.

Meinen alten Freundeskreis kann ich jetzt sagen bin ich auch los. Hab schon ewig nichts mehr gehört und auch keinen mehr gesehen. Keine Annäherungsversuche mehr, kein ankommen über dritte (Kollegen etc) Ich hoffe es bleibt dabei aber zu 100% vertraue ich darauf nicht.

Ansonsten hatte ich die letzten Jahre immer wieder Probleme mit meiner Potenz :-\ Das ging soweit das ich nur noch auf die blaue Pille zurück Griff. Irgendwann dachte ich mir das kann es doch auch nicht sein und somit probierte ich es mal wieder ohne. Und es klappte eben mal und mal nicht. Also wieder fleißig zur blauen Pille gegriffen, wieder ohne probiert und es hat eben nicht geklappt. Der Grund dürfte wohl vielseitig sein. Vielleicht ne Stunde zuvor zu viel gegessen. Schlechten Tag gehabt usw. Ich denke mal es ist irgendwo normal.

Ok das war für mich der Grund jetzt musst du wirklich mal was dagegen machen. Also bin ich erstmal zum Doc und wollte es mit Testosteron probieren aber das wollte der Doc nicht und drückte mir ne Überweisung zum Urologen in die Hand. OK Termin ausgemacht aber das wäre erst in 6 Wochen gewesen.

Also probierte ich mit allen Lebensmitteln und stellte meine Ernährung auf mehr Beeren usw um und begann täglich ein Stück Ingwer zu essen. Und -> es klappt besser als mit der blauen Pille.

Juhuuuu da ist natürlich auch ein rießen Stein der einem vom Herzen fällt.

Ansonsten treffe ich gerade die Entscheidung meinen Traum loszulassen. Ich glaube es ist besser. Das gewünschte hat sich nicht eingestellt -> weiter gehts.

Die Frau wo ich mal schrieb das ich dachte man läuft sich nochmal über den Weg, ist mir auch nicht mehr über den Weg gelaufen. Komischerweise ist mir so ziemlich jeder über den Weg gelaufen den ich letztes Jahr mal wieder irgendwo traf ausser diese Frau. Naja ich denke mal es war zu sehr Wunschdenken. Ist OK und ich muss es so akzeptieren.

Sonst ist momentan das viele alleine sein eine echte Qual. Sind jetzt bald 4 Jahre wo ich komplett alleine bin, eben seit meinem Opiatentzug. Keine Freunde, meine Gedanken werde ich nur im Forum bisschen los. Niemanden womit ich über meine Probs reden kann. Aber ich lasse mich davon natürlich auch nicht unterkriegen.

Mir bleibt nichts anderes übrig als meinen Weg weiter zu gehen. Ein Schritt vor den anderen

Viele Grüße
Baywatch
Beiträge: 2
Registriert: Do 6. Jul 2023, 19:30

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Baywatch »

Servus,

Erstmal danke an Pogo407..mega Beitrag und sehr hilfreich!
Ich bin gerade bei Woche 9 (wahrscheinlich im "Heilungsprozess") mit Cannabis Entzug und dauer Abstinenz ist das Ziel. Will einfach ein "neu start" im Leben.
Ich brauche dennoch Tipps und da es mein "erstes Mal" in einem Forum ist zu schreiben bin unsicher ob ich überhaupt schreiben soll..was soll's..ich tue es einfach..
Ich habe die letzten 7 Jahre geraucht ohne Limit..hab die letzten 3 Jahre nicht gearbeitet und wirklich "Klischee" mäßig bekifft abgehangen mit meinen 10 Drogen "Freunde".. Nun irgendwie den "Mut" gefunden um endlich mit 31 Jahre endlich Mal war zu erreichen und zu Leben. Bin im Mai 2023 in einer komplett neue Gegend umgezogen, wo mich keiner kennt um einfach bei 0 zu starten.
So..nun meine Fragen und vielleicht einfach mir Mut zu machen, weiter durchzuhalten!
1. Diese "Verklatschheit" ist dass was mir an meisten Angst macht! Vielleicht kann (Pogo407) mir persönlich nochmal sagen, wann es besser wird und ich endlich Mal mich konzentrieren kann und mir "einfache" Wörter einfallen und ich kein Gedankenkarussell habe (weiß gar nicht was ich denke...kann es nicht stoppen)..
2. Antriebslosigkeit los werden und meine Ziele (Sport machen, Alltagsaufgaben wie essen machen, aufräumen,) und vor allem bin ich körperlich brutal müde... unfassbar müde..war beim Konsum zwar kopfmäßig auch so, aber nicht körperlich (obwohl ich die letzten Jahre kaum etwas gegessen habe und nun seit ich umgezogen bin jeden Tag ausreichend essen tue)..bin nach paar Stunden am Tag wieder bereit mich schlafen zu legen..
Wie lange geht das so? Wann habe ich mehr Energie?
3. Da ich umgezogen bin und mit alle alte Kontakte komplett abgeschlossen habe, wie schaffe ich es neue Kontakte aufzubauen. Bin brutal schüchtern und ohne Selbstvertrauen. Wie werde ich "mutiger"..macht mir Angst, dass ich mein Leben alleine verbringen muss..vor allem mit Frauen hab ich Probleme Kontakt aufzunehmen..hab es die letzten Jahre null gehabt.. das macht mir mega Angst und bin brutal einsam und werde brutal depressive..
Jeder braucht "liebe" und Bestätigung... bekomme ich nicht wenn ich zu schüchtern bin eine Frau anzusprechen und mich spricht keine von selbst an..
4. Mein "Lebenslauf" ist eigentlich leer..hab zwar ne Ausbildung gemacht und 2 Jahre gearbeitet..aber sonst steht nichts drin..und nun weiß ich nicht was ich jobmäßig machen soll..ich habe für nichts Interesse oder es vergessen/verlernt..und in meinen gelernten Beruf als Zerspanungsmechaniker will ich nicht zurück..hat mich schonmal im Alkohol sucht gebracht (vor 8 Jahre..war schwer Alkoholiker und hab es irgendwie alleine raus geschafft und seitdem kein Tropfen mehr getrunken)...
Wie bekomme ich überhaupt eine Chance wieder Arbeit zu finden und wie soll ich mit meinen wenig Selbstvertrauen und vor allem bin ich ein Mensch, der geregelt und stressfreien Tag braucht sonst Dreh ich durch, arbeit finden...
Ich habe keine Ahnung mehr, was und wie die normale Welt funktioniert...
5. Mein Suchtgedächtnis versucht mich zu verarschen und meint jetzt ich bin doch auf einen guten Weg und was macht schon 1 Joint (und ich weiß genau, dass ich brutal schnell in alte Verhaltensmuster zurück Falle)..wie schaffe ich es nicht nachzugeben..denn ich weiß und merke, dass es besser ist wenn ich Abstinenz bleibe, aber irgendwie "kenne" ich mich nicht mehr als "nüchternen" Menschen und habe alles verdrängt oder betäubt die letzten Jahre..und nun "wache ich nach und nach auf und es ist anstrengend..mit mir selbst klar zu kommen und vor allem nicht zu Verzweifeln, was ich die letzten Jahre alles verloren habe oder einfach verpasst habe, weil ich lieber im Park abgehangen bin und mich betäubt habe.. wie soll ich damit umgehen?
6. Ich weiß, dass alles "Zeit" braucht und es ein langer Weg wird um alles zu erreichen was ich mir wünsche...ich bin aber ungeduldig oder bis jetzt habe ich schnell immer aufgegeben wenn nicht schnell Ergebnisse kommen...
Wie schaffe ich es "bei der Stange" zu bleiben?
Geduldig zu werden.. Ziele zu erreichen auch wenn es noch Monate dauert dies zu erreichen?

Sorry für den langen Text...ich musste es irgendwie "raus" lassen... sorry..
Für Tipps und gute Worte bin ich dankbar..
moepens
Beiträge: 1177
Registriert: Fr 16. Jun 2017, 07:45

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von moepens »

Hört sich anstrengend an. Vielleicht ist eine Verhaltenstherapie ratsam. Warst du mal in ärztl. Behandlung?
Aufmerksamkeitslenkung wäre ein Stichwort für mögliche Techniken. Versuche dich deinen Gefühlen zuzuwenden, aber nur in positiver Art und Weise. Schau was dich aus negativen "Gedankenkreisen" rausbringt. Vielen hilft dabei Sport oder Kunst. Viel Erfolg!
Pogo407
Beiträge: 102
Registriert: Mi 21. Apr 2021, 10:52

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Pogo407 »

Hey Baywatch

freut mich das auch dir mein Beitrag gefallen / geholfen hat.

Was soll ich sagen? ich glaube du bist auf dem richtigen Weg. Du musst dir nur einfach die Zeit geben. Das kann schon mal insgesamt n Jahr oder vielleicht auch länger dauern.

Nun versuche ich mal deine Fragen zu beantworten.

Zu 1
Wenn ich ehrlich bin habe ich das heute zum Teil auch noch. Auch dieses Gedankenkreisen. Am besten würde helfen wenn du jemanden zum reden hast. Ansonsten lerne aus deinen Gedanken. Also ich würde sagen es ist nicht ganz umsonst. Und ansonsten einfach nicht beachten ;)

2
Die Antriebslosigkeit sollte von selbst weggehen. Aber das dauert eben. Versuche vielleicht täglich ne Runde laufen zu gehen. Musst ja nicht gleich ne Stunde... aber so 20 mins und das langsam steigern sollte dir auf dauer schon enorm helfen ;)

3
Versuche doch langsam Leute anzusprechen zum Beispiel im Park beim spazieren gehen oder so. Und wenn du nur einfach nach der Uhrzeit frägst. Ist zumindest ein Anfang.

Ansonsten lerne dich selbst zu lieben und genieße es Zeit mit dir zu verbringen

4
Geh doch mal zum Amt. Oder probiere es mit Zeitungen austragen oder ähnlichem

5
lass das mit dem rauchen und gehe lieber ne Runde laufen. Ich weiß es ist schwer aber über kurz oder lang bist du wieder an dem Punkt.

6
Wie du schon sagst es wird ein langer Weg. Gib dir die Zeit und gehe ihn. Es wird Stück für Stück besser. Probleme wirst du so oder so immer wieder im Leben haben. Das glaube ich muss man akzeptieren.

Übe dich in Gedult. Ich weiß es ist einfach gesagt. Ich zum Beispiel zocke zur Zeit gerne... und lebe so vor mich hin.

Ich habe selbst immer noch zu kämpfen. Hatte letztens wieder die Möglichkeit auf ein nettes Mädchen aber sie war dann doch nicht so mein Typ irgendwie. Also was soll ich machen. Es akzeptieren und trotzdem was mit ihr anfangen, obwohl ich das eigentlich gar nicht will oder wieder alleine nach Hause zu fahren.

Bei mir stellt sich das gewünschte auch nicht ein.

Auch das ich meine alten Freunde nun los bin da habe ich mich zu früh gefreut. Die haben jeden meiner Schritte die letzten Jahre bis ins kleinste verfolgt und versuchen mich auf meinem Weg zu manipulieren. Die wollen das ich mein Ziel nicht erreiche. Das ist ne harte Nummer und das muss man erstmal verdauen.....

Wenn ich ehrlich bin würde ich am liebsten auch die Flinte werfen aber ich gehe hald einfach meinen Weg so gut es geht weiter.

Vielleicht helfen dir MotivationsVideos auf YouTube weiter

hier mal ein Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=u9Fmx3ro9lc

keep going ;)
Baywatch
Beiträge: 2
Registriert: Do 6. Jul 2023, 19:30

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Baywatch »

Servus,

Danke für die schnelle Antwort.

Ich mache bewusst keine "Verhaltenstherapie", da ich schon paar hinter mir habe und dies nicht funktioniert bei mir. Weiß nicht warum.
Ich bin extra weit weg aus meinem Umfeld und Umgebung gezogen, um mir etwas zu beweisen und weil ich es kenne, was Pogo407 erzählt, dass ich von meinen Freunden und Verwandten falsch manipuliert werde und so nicht weiter komme.
Auch wenn ich momentan sehr einsam bin und alleine stark bleiben muss, denke ich dass es jetzt eine Erfahrung ist die ich einfach machen muss um gestärkt neu zu starten.
Es fühlt sich auch toll an, selbständig etwas zu beginnen und daran zu arbeiten.

Ich danke dir, Pogo407, für deine Antwort, denn das hilft und bestätigt mir, dass ich die Dinge genau so sehe und auf den richtigen Weg bin!
Ich muss vor allem die Geduld haben, um durchzuhalten, und ich merke mehr und mehr nach bestimmten Abschnitte wie es mir besser geht. Deutliche Besserung als vor paar Monaten mit Konsum.
Und das ist das Hauptziel.
Ich gehe jeden Tag raus um zu laufen oder Fahrrad fahren.
Ich muss vor allem lernen mich selbst zu akzeptieren und selbstbewusster zu werden und dann fällt es mir vielleicht leichter Menschen anzusprechen und auch wieder den Mut zu finden eine Arbeit nachzugehen. Das ist das schwerste was mich beschäftigt.
An Konsum denke ich wenig, nur wenn ich mich im Gedankenkarussell befinde oder wenn Stress aufkommt oder ich ungeduldig werde wenn nicht "alles" sofort klappt, aber dies ist wohl daran geschuldet, da ich die letzten 7 Jahre so alle "Probleme" mit Konsum aus den Weg gegangen bin..
Ich gehe den Weg auf jeden Fall, egal ob ich noch 3 oder 6 Monate brauche oder 1 Jahr bis es besser wird.
Aber es ist trotzdem echt Anstrengungen und nicht einfach die Dinge "nüchtern" zu bewältigen.
Geduld ist das schwerste.

Trotzdem danke und tat gut Mal es zu schreiben!
Speedy
Beiträge: 2
Registriert: Di 21. Jan 2020, 15:59

Re: Entzug - wann werde ich wieder klar im Kopf?

Beitrag von Speedy »

Bei mir sieht's momentan ähnlich aus. Das Gedankenkreisen bekomme ich auch super mit Sauna und Sport hin. Problematisch ist es bei mir noch mit dem Schlafen und ich bin schon bei Woche 3 nach täglich 14 Jahren Dauerkonsum. Ich habe aber hier gesehen, dass der Entgiftungsprozess bis zu 3 Monate andauern kann. Der Durchschnitt ist angeblich 7 Wochen. Vielleicht motiviert, dass den ein oder anderen weiter durchzuhalten und dem Ganzen Zeit zu geben. Hier gibts auch einen Beitrag zu den 3 Phasen.https://aufhoerenzukiffen.de/cannabis-e ... is-entzug/ Ich gaube der Körper regeeriert sich mit der Zeit von alleine und die Gedanken werden auch wieder klar. Nach so vielen Jahren ist das bei dir bestimmt normal. Ich melde mich in ein paar Wochen nochmal, wie es sich bei mir entwickelt hat!
Antworten

Zurück zu „Gesundheit, Risiken & Wirkung“