schnemilein hat geschrieben: Do 9. Mär 2023, 14:44
Ich hoffe ich konnte helfen. LG
Dieser Bericht wird auch von mir als sehr positiv bewertet. Die ärztliche Verantwortung scheint bei diesem "Anbieter" vielleicht etwas ernster genommen zu werden, auch eine effektive Vernetzung mit den übrigen Behandlern hat stattgefunden.
Meine Rezepte kommen vom Kassenarzt, einem Psychiater an meinem Wohnort, den ich regelmässig 1x im Quartal zu einem halbstündigen Gespräch aufsuche. Dabei werden normalerweise auch die Cannabis-Rezepte ausgestellt. Das Cannabis von der Apotheke zahle ich selbst - mich wegen 3 g pro Quartal mit der GKV zu prügeln ist mir derzeit noch zu doof.
Es gibt noch etwas, was ich aus diesem Bericht herauslese: ich vermute, sehr viele Ärzte, die Cannabis nur "theoretisch" aus ihrer Fachliteratur "kennen" und eigentlich theoretisch positiv eingestellt sind, haben große Hemmungen, mal "praktisch" zum BtM-Rezept zu greifen, reichen die "für heiß gehaltene Kartoffel" lieber an eine "Cannabis-Mill" weiter.
Ich selbst bin im Frühsommer 2020 der wahrscheinlich erste Cannabis-Patient meines Psychiaters geworden, zuvor hatte er nur einige abgelehnte Kostenübernahmeanträge befürwortet. Er hatte sich nach länger Tätigkeit in der Uni-Klinik gerade erst niedergelassen. Ich habe das schonmal näher beschrieben:
viewtopic.php?t=7892&start=60
Ich glaube, wenn die Ärzte die positiven Auswirkungen von Cannabis bei ihren Patienten, die ihr Gras aus einer "Mill" bekommen, etwas länger beobachten können, sinkt auch bei manchen Ärzten diese Hemmschwelle.