Achtung, legal - Strafaktionen seit der Legalisierung

Auch wenn sich die Situation mit dem CanG verbessert: Konsumenten, Patienten und Selbstanbauer sind leider weiterhin vielfältiger Repression ausgesetzt.
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Hans Dampf
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Re: Polizeikontrollen im Straßenverkehr seit dem 1.4 Erfahrungsberichte

Beitrag von Hans Dampf »

. Offen ist jedoch weiterhin, welche Folgen die Legalisierung für den Straßenverkehr haben wird. Erfahrungen aus Ländern, in denen der Konsum von Cannabis zulässig ist, zeigen eine generelle Zunahme des Konsums und einen Anstieg von Verkehrsunfällen mit Personenschaden unter dem Einfluss von THC.
Wäre interessant, aus welcher Quelle das kommt?
Meines Wissens nach zeigen Studien aus den legalisierten Staaten der USA, dass keine erhöhte Unfallgefahr besteht, zumindest nicht signifikant.
CHAKONARI
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Re: Polizeikontrollen im Straßenverkehr seit dem 1.4 Erfahrungsberichte

Beitrag von CHAKONARI »

Hans Dampf hat geschrieben: Do 25. Apr 2024, 16:36
. Offen ist jedoch weiterhin, welche Folgen die Legalisierung für den Straßenverkehr haben wird. Erfahrungen aus Ländern, in denen der Konsum von Cannabis zulässig ist, zeigen eine generelle Zunahme des Konsums und einen Anstieg von Verkehrsunfällen mit Personenschaden unter dem Einfluss von THC.
Wäre interessant, aus welcher Quelle das kommt?
Meines Wissens nach zeigen Studien aus den legalisierten Staaten der USA, dass keine erhöhte Unfallgefahr besteht, zumindest nicht signifikant.
Obwohl das Statement dies durchaus suggeriert (erhöhte Gefahr), vermeiden sie ja dies explizit zu sagen. Sie behaupten ja noch nicht mal, dass es einen Zusammenhang gibt. Ferner ist dem Statement nicht zu entnehmen, ob es sich bei dem "Personenschaden unter dem Einfluss von THC" um Unfallopfer oder Verursacher handelt.

Interessant finde ich bei all diesem, dass die Polizei offenbar wirklich nichts Besseres zu tun hat, bzw. dass viele zu nichts anderem zu gebrauchen sind, als weiterhin gegen Cannabis zu kämpfen.
4Auge
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Re: Polizeikontrollen im Straßenverkehr seit dem 1.4 Erfahrungsberichte

Beitrag von 4Auge »

CHAKONARI hat geschrieben: Do 25. Apr 2024, 19:48
Interessant finde ich bei all diesem, dass die Polizei offenbar wirklich nichts Besseres zu tun hat, bzw. dass viele zu nichts anderem zu gebrauchen sind, als weiterhin gegen Cannabis zu kämpfen.
Nun, das ist unheimlich gut für die Statistik. Kontrolle durchgeführt, jeder Fund ist ein "aufgeklärtes Vergehen/Verbrechen". Praktisch. Kontrolle ohne Fund drücken den Prozentsatz nicht runter.
Freno
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Re: Polizeikontrollen im Straßenverkehr seit dem 1.4 Erfahrungsberichte

Beitrag von Freno »

Ich würde mir wünschen, wenn hier von realen Erfahrungen mit Polizeikontrollen seit dem Inkrafttreten des CanG berichtet würde und weniger Leute hier ihre paranoiden Phantasien ausbreiten
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M. Nice
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Re: Polizeikontrollen im Straßenverkehr seit dem 1.4 Erfahrungsberichte

Beitrag von M. Nice »

Der Verdacht einer Fahrt unter Drogeneinfluss stand somit im Raum. Es wurde eine Blutentnahme vorgenommen. Im Anschluss kontrollierten sie auch die Wohnung des Mannes, wo sie ...
https://www.mittelbayerische.de/lokales ... t-15973671
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Pogo407
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Re: Polizeikontrollen im Straßenverkehr seit dem 1.4 Erfahrungsberichte

Beitrag von Pogo407 »

schon krass weil sie eben gleich ne HD gemacht haben

aber für was wenn Cannabis doch legal ist. Er hatte ja laut dem Artikel nicht 100g mit im Auto dabei oder habe ich das übersehen?

Ja und so berichte liest man täglich und es werden immer mehr

ich kann nur jedem Kiffer raten sein Auto stehen zu lassen wenn einem der Schein was wert ist

das wird auch mit der Anhebung des Werts auf 3.5ng nicht besser

das ist ein Verbot durch die Hintertür

Ich darf 50g haben aber nicht rauchen....

und ich kann sogar unter der Autofahrt alle 5 Stunden ein Bier trinken theoretisch
pepre
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Re: Polizeikontrollen im Straßenverkehr seit dem 1.4 Erfahrungsberichte

Beitrag von pepre »

M. Nice hat geschrieben: Sa 4. Mai 2024, 12:28
... Im Anschluss kontrollierten sie auch die Wohnung des Mannes, wo sie neben einer Cannabisaufzucht mit 21 Setzlingen auch mehrere hundert Gramm konsumfertiges Cannabis fanden ...
Mit "Nix sagen, nur Personalien aufnehmen lassen" hätte bei der Verkehrskontrolle nicht mehr passieren dürfen als die Blutentnahme. Ob und welche Kofaktoren die HD verursacht haben (rechtens oder rechtswidrig) wissen wir schlicht nicht.

Andererseits: die 21 "Setzlinge" sind doch eigentlich Vermehrungsmaterial und somit straffrei, oder?! 🤔

PS: vor allem in Bayern ist wohl damit zu rechnen, dass bei "Cannabis" die Polizei nicht so schnell von ihren alten Gewohnheiten Abschied nehmen wird, und schon aus Prinzip eine HD hinten dran hängt. Es wird sich erst rumsprechen müssen, dass dies nun rechtswidrig ist.
Pogo407
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Re: Polizeikontrollen im Straßenverkehr seit dem 1.4 Erfahrungsberichte

Beitrag von Pogo407 »

Auszug aus unserem Regionalen Polizeibericht (Bayern)


Pkw-Fahrer unter Drogeneinfluss
---. Am Mittwoch, 15.05.2024, gegen 17:30 Uhr wurde ein 45-jähriger Pkw-Fahrer aus dem Landkreis ---- in der Mainburger Straße in --- --- durch eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion --- einer Verkehrskontrolle unterzogen. Dabei wurden bei dem 45-Jährigen drogentypische Auffälligkeiten festgestellt. Ein Vortest verlief positiv auf THC, was auf vorangegangenen Konsum von Cannabis-Produkten hindeutet. Aus diesem Grund wurde bei dem 45-Jährigen eine Blutentnahme durchgeführt und seine Weiterfahrt unterbunden. Zudem wurde im Pkw des 45-Jährigen eine geringe Menge Marihuana aufgefunden, die er nach eigenen Angaben zuvor von einem Dritten erworben hatte. Da seit der jüngsten Cannabis-Teillegalisierung zwar der Besitz bestimmter Mengen an Cannabis-Produkten erlaubt, der Handel und Ankauf von Cannabis-Produkten sowie das Fahren unter Drogeneinfluss jedoch weiterhin verboten ist, wurde gegen den 45-Jährigen ein Strafverfahren wegen eines Vergehens gegen das Konsumcannabisgesetz sowie ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen seiner Fahrt unter Drogeneinfluss eingeleitet. Das Rauschgift wurde sichergestellt.



Tjoa. Mich wundert das es sichergestellt wurde. Normal kann er es doch behalten oder
moepens
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Re: Polizeikontrollen im Straßenverkehr seit dem 1.4 Erfahrungsberichte

Beitrag von moepens »

Ein Grund zur Sicherstellung ergibt sich aus der Angabe, dass er es erworben hat, demnach ist es ein Beweismittel.
Freno
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Re: Polizeikontrollen im Straßenverkehr seit dem 1.4 Erfahrungsberichte

Beitrag von Freno »

Alle Sachen, die Gegenstand einer Straftat geworden sind, können "eingezogen" werden, auch dann, wenn sie nicht als Beweismittel benötigt werden. Der Eigentümer oder rechtmässige Besitzer, dem sein Besitz durch eine Straftat- zB Diebstahl - entzogen wurde und dessen Identität im Rahmen der Ermittlungen auch festgestellt wird, wird in aller Regel informiert und auch als Zeuge vernommen. Er hat selbstverständlich auch einen Herausgabeanspruch gegenüber der Staatsanwaltschaft, welche diese eingezogenen Sachen als "Asservate" verwaltet. Diesem Herausgabeanspruch wird idR von der Staatsanwaltschaft zügig entsprochen.

Hier haben wir die Rechtslage nach dem 1.4.24 im Allgemeinen breiter diskutiert - ich habe das Ergebnis aus meiner Sicht in einem längeren post auf der verlinkten S. 5 zusammengefasst.

Der Besitz von bis zu 25 g Cannabis ist zwar jetzt legal, aber legal erworben werden kann das Cannabis nur auf 3 Arten: auf Rezept von der Apotheke, durch Eigenanbau von maximal 3 Pflanzen und von einer Anbauvereinigung (CSC). Da die CSC m.E. aus organisatorischen und biologischen Gründen frühestens ab Herbst 24 Cannabis legal an ihre Mitglieder abgeben werden können, beschränkt sich die Möglichkeit des legalen Erwerbs durch "Normalkonsumenten" derzeit auf den Eigenanbau.

Jeder anderweitige Erwerb stellt eine Straftat dar, nämlich des Weitergebers oder Verkäufers (dealers). Der entgegen Nehmende oder Käufer wird zwar bei Mengen unter 25 g nicht wegen des Erwerbes selbst bestraft, aber es besteht die Möglichkeit einer Strafbarkeit wegen Anstiftung oder Beihilfe zur strafbaren Weitergabe und wegen "Geldwäsche" § 261 StGB. Diese Vorschrift enthält auch einen Absatz, der jeden bewußten Besitz einer Sache, die Gegenstand einer Straftat gewesen war, unter Strafe stellt - diese Vorschrift ist umstritten, aber nach wie vor in Kraft. Näheres hier:

viewtopic.php?p=104163#p104163
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M. Nice
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Re: Polizeikontrollen im Straßenverkehr seit dem 1.4 Erfahrungsberichte

Beitrag von M. Nice »

Deshalb einfach Klappe halten ;)
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Grüner Daumen
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Re: Achtung, legal - Strafaktionen nach der Legalisierung

Beitrag von Grüner Daumen »

Hausdurchsuchung im Landkreis Donau-Ries (Bayern)
Große Mengen Cannabis und illegale Substanzen bei 28-Jährigem sichergestellt

In dessen Wohnung in einer Juragemeinde im Landkreis Donau-Ries fanden die Beamten sieben Cannabispflanzen, zwei Aufzuchtstationen, Düngemittel, diverse Marihuana- und Haschischprodukte sowie knapp 20 Packungen illegales Testosteron. Zudem wurden zwei Schreckschusswaffen und Munition aufgefunden.

https://www.donaukurier.de/lokales/land ... t-16224054
Falls das noch nicht gepostet wurde, hier mal ein Interessanter Fall. Insbesondere auch, dass von der Polizei alles sichergestellt wurde.

Das Pressefoto ist äußerst aufschlussreich. Man beachte die zwei Behälter links unten mit der Aufschrift 20 und 19. Kann man hier also insgesamt von 49gr. Cannabisprodukten ausgehen? Das sich 3 Pflanzen (wie erlaubt) in der Blüte befinden, sollte dem aufmerksamen Betrachter nicht entgehen. Haben also die vier weiteren "Stecklinge" bzw. Setzlinge, die offensichtlich keine Blütenstände oder sonstige geschlechtliche Merkmale aufweisen zur Beschlagnahmung geführt?

Hat jemand mehr Details?
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M. Nice
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Re: Polizeikontrollen im Straßenverkehr seit dem 1.4 Erfahrungsberichte

Beitrag von M. Nice »

Nnisli hat geschrieben: Sa 17. Aug 2024, 15:59 ... und können auch Urinproben verlangen, auch wenn du es ablehnst.
Nö, können sie nicht, die ist freiwillig, man kann nicht zur Urinkontrolle gezwungen werden.
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pepre
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Re: Achtung, legal - Strafaktionen nach der Legalisierung

Beitrag von pepre »

https://www.merkur.de/lokales/weilheim/ ... 51760.html
Mann erstattet Anzeige wegen des Diebstahls zweier Cannabis-Pflanzen - jetzt wird eine Ordnungswidrigkeit geprüft

Penzberg (Bayern) - Ein 47-jähriger Penzberger erstattete am Montag (19. August) Anzeige bei der Polizei. Dem Mann waren am Wochenende zuvor an seiner Wohnanschrift in Penzberg vom Balkon zwei Cannabispflanzen entwendet worden.

Da allerdings noch die Ehefrau des Anzeigeerstatters und der dreijährige Sohn mit im Haus leben, werde „das Vorliegen einer Ordnungswidrigkeit geprüft“, teilt die Penzberger Inspektion mit. Beim Anbau von Cannabispflanzen sei nämlich zu gewährleisten, dass andere Personen - insbesondere Minderjährige - keinen Zugang zu den Pflanzen haben.
In Bayern Pflicht: abschließbare Griffe, sofern man in einer Partnerschaft oder gar mit Minderjährigen unter einem Dach lebt! Die vergiften sich sonst am Geruch des hochtoxischen Plutoniumhanfs! Ein Atemzug genügt! 😱

Im Ernst: das ist rechtlich spannend. Wie wollen die beweisen, dass die Balkontür nicht gesichert war? Man kann nur hoffen, dass der gute Mann die Polizei nicht zum Tatort geführt hat, so dass diese nun gegen ihn als Zeugen fungieren. Sonst: wegen einer Ordnungswidrigkeit gibt es keine Hausdurchsuchung. Die Beweislage dürfte also schwierig sein.

Zudem: der Zugriffsschutz ggü einem Ehepartner dürfte noch ein ganz heißes, juristisches Eisen werden. Bei Kindern haben wir natürlich die hysterische Überreaktion "Denkt doch an die armen Kinder!", die quasi alles möglich macht. Da könnten also schnell drakonische Ordnungsgelder aus dem weißblauen Himmel regnen.

Auf der anderen Seite ist der ungesicherte Anbau von Fingerhut, Seidelbast und anderen hochtoxischen Pflanzen erlaubt. :roll: Mit dieser hanebüchenden Unverhältnismäßigkeit werden sich sicher noch diverse Gerichte beschäftigen dürfen.
Peer
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scooter+sonne+sonntag = cops

Beitrag von Peer »

Hallo an alle,
Ich heiße Peer und bin seit heute DHV´ler

Mir ist folgendes passiert.
Ich fuhr an einem sonnigen Sonntag mit meinem E-scooter in Overath spazieren.
Ich hatte nur etwa 30 min zeit , da ich pflegebedürftige senioren zu beaufsichtigen hatte.
Als ich dann ca 10 min unterwegs war hält mich die Polizei an (dies war allerdings noch vor dem 22 August), und ich fragte die warum die mich anhalten, da ich 100 % sicher war den autofahrer korrekt vorfahren gelassen zu haben. Die meinten dann ich wäre nicht falsch gefahren , es wäre lediglich eine kontrolle auf BTM , die sie in der Gegend gerade durch führen. Ich sagte denen , die dürfen mich nicht grundlos anhalten und checken und ich verweigere jegliche Tests und müsse zu den Senioren. Die haben mich echt mit genommen und nen Bluttest erzwungen .
Ich habe mich beschwert und als der vorgesetze dann nach Wochen mit mir über meine Beschwerde sprach, sagte er, der wert wäre ja hoch und man wüsste schon wie die Leute aussehen, die man anhalten muss. Ich sagte ihm dass das profiling und illegal ist.
Ich fragte wie er sich das für dauerkonsumenten vorstellt und darauf sagte er mir "ich hätte ja jetzt zugegeben dauerkonsument zu sein und er solle vielleicht mal bei der Kraftfahrzeugstelle anrufen und mich melden.
Ich habe darauf bestanden, dass die Beschwerde bestehen bleibt und ich mich evtl. noch über Ihn beschweren werde.
Bis jetzt habe ich noch keine post von Staatsanwaltschaft und co. bin mal gespannt. ca 7 wochen her.
Achso und der wert war "so hoch" weil ich 15 stunden vorher ne blunt geraucht habe^^. ich habe mir jeetzt ein rezept geholt, keine ahnung ob das reicht oder hilft aber als scooter fahrer wird man richtig rangenommen.... unschön
Peer
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Re: scooter+sonne+sonntag = cops

Beitrag von Peer »

Update . 700 Euro gesamt Forderung+1 monatiges Fahrverbot und zwei Punkte Flensburg. Die sind doch nicht ganz dicht. Termin, beim Anwalt habe nächste Woche.
Peer
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Re: scooter+sonne+sonntag = cops

Beitrag von Peer »

Hallo,
ich bin etwas irritiert und enttäuscht.
Wo bekommt man hier Hilfe zur Rechtsberatung? ich habe bereits vor Wochen hier im Forum gefragt und vor ein paar Tage noch eine Mail an die Kontakt E-Mail vom dhv geschickt, nirgendwo Antwort oder feedback?!
pepre
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Re: scooter+sonne+sonntag = cops

Beitrag von pepre »

Peer hat geschrieben: Mo 30. Sep 2024, 12:14 Wo bekommt man hier Hilfe zur Rechtsberatung?
Hier im Forum geht's - ebenso wie beim DHV generell - primär um die Politik der Legalisierung. Sekundär finden sich weiter etliche Threads, die alle Aspekte dazu beleuchten; wie auch Presseberichte und Infomaterialien dazu.
Termin beim Anwalt habe nächste Woche.
Damit hast du schon alles richtig gemacht. Juristisches ist immer individuell zu betrachten.

Eine Rechtsberatung gibt's hier jedenfalls nicht. Allenfalls kannst du alte Threads durchsuchen, wie das bei anderen Leuten gelaufen ist. - Zudem ist hier im Forum, wie du sicherlich bemerkt hast - zZt etwas "tote Hose". ;)
Florian Rister
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Re: scooter+sonne+sonntag = cops

Beitrag von Florian Rister »

Na im Eingansposting stand aber auch keine Frage, kein konkreter gemessener Wert und keine Info, ob schon Briefe mit Folgen kamen. Was soll man also auch antworten? :) Die Einschätzung das die Kontrolle wegen "Profiling" rechtswidrig war teile ich erstmal nicht.

Ich kann mal bißchen mutmaßen über die Folgen:

Variante 1: Du warst über 3,5 ng, musst ein Monat den FS abgeben und wirst danach mit hoher Wahrscheinlichkeit zur MPU aufgefordert.

Variante 2: Du warst unter 3,5 ng, nichts passiert.

So oder so wünsche ich viel Glück. Junge Männer auf E Scootern stehen tatsächlich seit einigen Jahren massiv im Fadenkreuz der Behörde.

P.S: Je mehr man mit Cops redet, desto mehr Probleme hat man oft im Nachhinein.
Legalisierungsbefürworter seit 2000
DHV-Mitglied seit 2010
DHV-Mitarbeiter seit 2014
JoMedic 64658
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Re: Polizeikontrollen im Straßenverkehr seit dem 1.4 Erfahrungsberichte

Beitrag von JoMedic 64658 »

Cexpert hat geschrieben: Mi 24. Apr 2024, 03:05 Es gibt erscheckende Berichte, in denen mutmaßliche Kiffer von der Polizei hart angegangen werden. Mit Handschellen, Fixieren etc.
Öh ja das stimmt, mir hat sogar mal ein Beamter die Zigarette aus dem Gesicht geschlagen, mit dem Spruch " In seiner Personenkontrolle wird nicht geraucht"
War auf den Rad unterwegs und habe geraucht, war nichtmal breit oder hatte irgendwas mit dabei. Da war halt auch nichts schuldhaft, aber der Umgang war eines Staatsdieners absolut unwürdig.
JoMedic 64658
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Re: Polizeikontrollen im Straßenverkehr seit dem 1.4 Erfahrungsberichte

Beitrag von JoMedic 64658 »

Pogo407 hat geschrieben: Do 25. Apr 2024, 08:10 einfach bisschen Kurz-Nachrichten im Netz verfolgen.

Man liest immer mehr: Alkohol und Drogenkontrollen... zum Beispiel Autobahnauffahrten usw wird JEDER rausgezogen und auf Alkohol und Drogen / Cannabis kontrolliert.

War irgendwo klar

1 weil die Polizei ja jetzt weniger zu tun hat (Grüße an die Einbrecher bei uns in der Gegend)

2 Früher war es das Gramm Gras und jetzt ist es eben ob jemand 26 statt 25 Gramm mit sich trägt. Oder eben Verkehrskontrollen / Abstand zu Schulen usw.

Stellt euch mal vor die Polizei würde Verbrecher jagen :lol:

die lassen uns jetzt alle erstmal in Ruhe rauchen und dann fangen die Verkehrskontrollen an

Jeder der über 3.5 ist kann seinen Schein verlieren

Ich hoffe da kommt noch ein Test ob jemand die letzten 8 Stunden geraucht hat - alles andere ist quatsch
Es werden nun systematisch sog.Schwerpunktkontrollen gemacht um die Leute in der Statistik zu Überhöhen, damit die CSU wieder was vorbringen kann um alles zu beenden-.
Dabei wird auch mitunter Vor Ort Blut entnommen also ohne Zeitverzug von 1NG das am Ende Leute für überschreiten der 2,5 bestraft werden wie bei überschreiten von 3,5ng/Blutserumwert, obgleich das immernoch nahezu 0,2BAC wären. Ergo man verfolgt und Stempelt Bürger die das Trennungsgebot einhalten als BTM Konsumenten und macht MPU Kunden und erzeugt Aufträge für Anwälte und Berater. Die Technoveranstaltung Nature One in Kastellaun RLP wurde für das Testen neuer Drogenvortests genutzt.
https://www.abgeordnetenwatch.de/profil ... en-vor-ort
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43561/6057540
https://medienservice.sachsen.de/medien/news/1090092
https://polizeiberichte-berlin.de/beric ... llen_98990
https://erlensee-aktuell.com/2025/06/17 ... enverkehr/
JoMedic 64658
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Re: Polizeikontrollen im Straßenverkehr seid dem 1.4 Erfahrungsberichte

Beitrag von JoMedic 64658 »

Freno hat geschrieben: So 21. Apr 2024, 23:00
Jahkob hat geschrieben: So 21. Apr 2024, 21:27
Freno hat geschrieben: So 21. Apr 2024, 14:29
Es ist auch so, daß die Polizei nicht ohne Grund, "rein willkürlich" Leute zum Schnelltest usw. auffordert - obschon das vielmals hier so dargestellt wird. Die "üblichen Verdachtszeichen" werden bei diesen Leuten in der Regel auch total real vorlegen haben - auch wenn das hier häufig ganz anders dargestellt wird.

Die Bullerei ist nicht blöd, sondern im Gegenteil sehr, sehr schlau - nur sie stellt sich nach aussen oftmals, fast regelmässig, viel blöder dar, als sie ist, aus unterschiedlichen Gründen. Die Bullerei ist auch nicht wahnsinnig scharf drauf, Kiffer hopps zu nehmen, sondern gehört selbst zu den frühesten Befürwortern der Legalisierung - ich werde nicht müde, das zu wiederholen !

Die hier vielmals beklagte Willkür der Polizei ist meiner Erfahrung nach regelmässig teils "Schutzbehauptung" (= bewußte Lüge), teils Erheischung von Solidarität unter Gleichgesinnten, teils Selbstbetrug: man will die - oftmals existenzbedrohlichen - Folgen der Kontrolle nicht wahrhaben und freut sich über jeden Forumsbeitrag, der diesen Selbstbetrug unterstützt und dadurch die Hoffnung aufrechterhalten, daß Führerschein, Arbeitsplatz "undsoweiter" erhalten bleiben. Dazu kommen Stereotype der Linken: "Bullen sind Schweine!" undsoweiter.

Machen wir uns doch nichts vor: "total bekifft" ein Kfz zu führen ist keinen Deut besser, als "total besoffen" dasselbe zu tun. Für "total besoffen" gibt es inzwischen gesetzlich festgelegte Promille-Grenzen - für "total bekifft" gibt es sie noch nicht. Das ist der einzige Unterschied.

Nimm es bitte nicht persönlich, daß ich so ausführlich auf Dein Zitat antworte, aber für so manchen, der hier mitliest, ist es vielleicht nützlich, hin und wieder einen Blick auf die Realitäten zu werfen.
Dir ist aber klar das deine Realität verschieden betrachtet gehört, da unser Bewusstsein Dinge nicht objektivierbar erscheinen lässt. Ich glaube schon das Beamte Erfahrungen haben, im Erkennen der Vorzeichen. Warum nicht. Die sind halt nur genauso, wenn man müde ist oder Bindehautentzündung hat und auch der Medizinische, Biotechnologische Wissenstand der Polizei hat gravierende Lücken, insbesondere zu Falschpositiv Testende Legale Medis oder Lebensmittel und wie die von ihnen eingesetzten Vortests überhaupt funktionieren.
Dein Job als Jurist verzerrt das Bild doch auch bereits, da du nur mit bestimmten Klientel zu tun hast, Schubladendenken bereits in der Ausbildung gefördert wurde...
Reflektiere mal.
Du liegst damit schon oft sehr daneben, der Job als Polizist erfordert eine bestimmte Charakterliche Art Mensch. Die Polizei hat keine funktionierende unabhängige Aufsichtsbehörde die auch sanktionieren könnte. Es fehlt eine Justizombudsperson! Es gibt solche und solche Beamte, aber die Mehrheit derer die ich kenne sind definitiv absolut an Willkür gewohnte Assicharakter denen sehr wohl bewusst ist, das der Corpsgeist in der Dienststelle ihnen im Grunde bis hin zu Mord alles ermöglicht(Oury Jalloh...). Wie oft werden Polizisten denn, tatsächlich weggesperrt bei Straftaten, merkste selbst? (Die Organisierte Kriminalität hat das halt auch schon gemerkt)
Falls nicht, google mal nach Polizeigewalt mit Schusswaffengebrauch und Psychologische Diagnosen die immer zur nachträglichen Rechtfertigung missbraucht werden, das hat schon eine regelmäßige Nutzung bekommen. Wie eine Auswertung von Polizeiberichten zeigt, starben 2024 bundesweit 22 Menschen. Es gibt sogar schon bereits Vereine die sich gegründet haben um dem Rechtsmissbrauch in der Justiz und Polizei eine bessere Sichtbarkeit zu geben. Es gibt schwerwiegende Mängel in unserem Rechtstaat. Leider ein Fakt.
https://www.spreezeitung.de/17670/es-gi ... chtsstaat/

Der letzte Absatz ist völliger Blödsinn, das reale Gefahrenpotenzial duirch Cannabis ist nicht ansatzweise mitr dem eines Alkoholisierten zu vergleichen! Es sind zwei paar Schuhe, das eine Zellgift das andere nicht. Tatsache ist das die Gefahr im Verkehr von medikamentierten Bürgern ausginge aber denen gesteht die Gesetzgebung es zu selber einzuschätzen, wann die noch fahrtauglich sind, das betrifft 11 Millionen unter Tabletten am Steuer die laut Packungsbeilage nicht fahren dürften! Die Oddsratio von Cannabis in Fahrsimulationsstudien liegt weit unter der eines nüchternen Fahrers der 2 Stunden zu wenig Schlaf gehabt hätte. Das die Unfallstudien so viel mehr Cannabis zeigen, tja liegt schlichtwegs an der langen Nachweisdauer die Labortricks zu schulden ist, das ist vergleicht man es mit Alkohol ziemliche Hexenjagd. Cannabis lässt sich extremst viel länger nachweisen (ohne Fahrrelevante Beeinträchtigungen) und die Versicherungen müssen dann nämlich nichts zahlen, so ist das!
Bei Unfall wird ja auch nicht der Alkoholwert der ETG sofort untersucht um den Schuldhaften Verursacher bei der Versicherung nicht mehr zu schützen, bei THC läuft es jedoch exakt so ab. Cannabisberauschte fahren nicht aggressiv, sondern die Art der Berauschung führt zu defensiver Fahrweise. Ich finde Nüchtern fahren ist Pflicht aber warum dürfen physisch ungeeignete, adipöse und schwangere und bewegungsträge, halbblinde alte Menschen oder Personen auf Neuroleptika oder Blutdrucksenkern und Schmerzmitteln völlig unbehelligt fahren und Cannabisnutzern wird da eine Schickane auferlegt die mit Wissenschaftlichem Unfallrisiko wenig zu tun hat? Siehe Studie Kleiber+Kovar??
Die Systematische Diskriminierung hat zu einer Gesellschaftlich weitverbreiteten Antipolizeihaltung geführt, nicht primär die Linken(Manche Linke waren in der Politik für Polizei einstehend aktiv).
Es gibt sehr wohl eine Art Promillegrenze für THC einzuführen, abgestuft und optimalerweise auf Wissenschaftlichen internationalen Grundlagen dioe reproduzierbar sein müssen basierend, das wäre dann aber eher ein Wert zwischen 10ng und 15ng und es wäre nicht im Serum zu messen sondern im Vollblut, weil das sonst zu ungenau ist(Proteinbindung vom Zielstoff). Das der Wert dann erst geeignet wäre klar zwischen Konsum und Verkehrsteilnahme zu trennen zeigt auch den Einfluss der MPu Anbieter die unsere Politik beeinflussen, so der DVR und der Tüv Verband, Laborfirmen... Die Länder mit hohen Werten die das Trennen ohne den Totalverzicht ermöglichen würden haben auch nicht mehr Unfallzahlen gehabt. Bei uns werden Statistiken hinmanipuliert durch Labormessmethoden und Polizeipraxis. :|
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